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Let´s create future together!

Wie meine Zuversicht <br>zu keimen begann Täglich frische Sprossen aus eigener Zucht  (Bildquelle: IFZ)

Wie meine Zuversicht
zu keimen begann

Mit der Sprossenzucht kam frische Nahrung in die Schellander-Wohnung - und ein neuer Tagesrhythmus, der Struktur in die Quarantäne-Tage brachte.

Am Samstag vor dem großen Lock-down habe ich es noch geschafft, den Workshop „Sprossenzucht“ von Barbara Kopeinig zu besuchen. Dort deckte ich mich gleich mit allem Notwendigen ein und setze noch am Abend die ersten Samen zum Keimen in Sprossenglas und –turm an. Meine Vitalmischung aus Radieschen, Alfalfa, Brokkoli sowie die Mungobohnen, Linsen und der Bockshornklee entfalteten in ihren Gefäßen sogleich die ganze ihnen innewohnende Kraft - und das nur mit Hilfe von Wasser, Luft, Licht und achtsamer Fürsorge. Als ganz Österreich niedergefahren wurde, waren meine Sprösslinge hochgeschossen und versorgten uns zum ersten Mal mit wertvollen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Da die Samen unterschiedliche Zeiten der Keimung und wir nun auch Kresse und Buchweizen im Programm haben, fahren wir seither täglich eine kleine Ernte aus unserem „landwirtschaftlichen Betrieb“ ein, der sich inzwischen auch auf unserem Balkon fortsetzt, wo wir Kräuter und etwas Gemüse (alles natürlich in Bioqualität) anpflanzen.

Die Sprossenzucht folgt einem Rhythmus mit ansetzen, in Ruhe keimen lassen, morgens und abends waschen, zwischendurch schwemmen, ernten und wieder ansetzen ... Diese Struktur hat mir in den ersten Tagen des angeordneten Rückzugs Halt gegeben und mich veranlasst, auch für meine Arbeit in den nächsten Wochen (trotz oder gerade wegen stornierter Aufträge) einen Rahmen und Fokus festzulegen. Das war umso wichtiger, als auch meine eigenen Ideen und die Aktivitäten in meinem Netzwerk wuchsen wie die Sprossen im Glas - und damit gleichzeitig meine Zuversicht, das Kommende für mich selbst und gemeinsam mit vielen anderen gut bewältigen zu können.

Dafür brauchte ich auch mehr Platz auf meinem Schreibtisch. Das immer wieder verschobene Aufräumen erledigte ich in einem halben Tag. Belohnt wurde ich mit einem Freiraum, der mich vermehrt zum Zeichnen einlädt. Seit ich Gespräche, Konferenzen, Ideen (mit meinen noch bescheiden Mitteln) zeichnend zusammenfasse, verstehe ich den Spruch wirklich: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“.

Gerade in längeren online-Meetings geht es auch darum, Gespräche auf den Punkt zu bringen. Ebenso sind Stille und Entspannung wichtige Momente, um die Gespräche und Prozesse aufzufrischen und andere Perspektiven zu gewinnen. Durch audio-visuelle Elemente aus Natur, bildender Kunst, Literatur, Musik gab ich zum Beispiel einer dreitägigen Zoom-Konferenz im Rahmen des ERASMUS-Projekts LIFT 3.0 mit Partnern aus halb Europa neue Impulse. Den Dialog mit schwedischen Pionieren der Zivilgesellschaft fasste ich in einer Zeichnung zusammen, die viele bunte Sprösslinge zeigt, Titel „Pioneers Sprout Incubator“. Feedbacks von Teilnehmenden:
„Die tollen Einstiegssequenzen haben genau den richtigen Ton gesetzt!“
„Musik und Natur - das war wunderbar.“

In diese Meeting entstand auch meine neue Berufsbezeichnung „Chief Inspiration Officer“ (CIO).


Essenzen:

Selbstversorgung kann so einfach sein, auch für Menschen ohne Garten und auch ohne Balkon – jetzt ist die beste Zeit zum Anfangen und Ausprobieren!
Infos zur Sprossenzucht:
Barbara's Vitalkost (in Moosburg/Kärnten): barbara.kopeinig@aon.at
sprossen-selbstgemacht.de


Der Tag im homeoffice, für viele noch mit der gesamten Familie zuhause, braucht Rhythmus. Da hilft es, den Fokus mit Schwerpunkten für die nächste Zeit festzulegen, sonst verliert man sich nur zu leicht, etwa auch in den (Un)Tiefen des Internets.

Was folgt dem Aufräumen im Inneren und Äußeren? Neue Freiräume! Doch sehr schnell können diese wieder vollgestopft sein. Daher überlegen: Womit fülle ich diese Räume sinnvoll und welche halte ich so lange wie möglich „frei“.

In Zeiten tiefgreifenden Wandels hilft der Mut zum Experimentieren. Keiner hat derzeit Patenrezepte zur Hand, die Lernschleifen über Versuch und Irrtum sind notwendig. Den Perfektionismus dürfen wir getrost durch den Zauber des immer wieder neuen Anfangs ersetzen.

Musik, Kunst, Literatur, Natur und Stille bringen Schönheit und Öffnung in Meetings und in den herausfordernden Alltag. Bedient euch dieser Elemente so oft als möglich.

Und eine Frage noch: Welche neue Berufsbezeichnung hat sich vielleicht für dich aus den Erfahrungen der letzten Wochen ergeben?

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