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Let´s create future together!

Methoden-Vielfalt: <br>Die U-Theorie Die U-Theorie (Bildquelle: presencing.com)

Methoden-Vielfalt:
Die U-Theorie

Wie entsteht eigentlich das einzigartige Design der Tage der Zukunft? Wir starten mit einer Serie im IFZ-Newsletter, die Einblick in die Vielfalt der angewendeten Methoden gibt. Diesmal: die U-Theorie.

Die U-Theorie von C. Otto Scharmer, der am Massachusetts Institute of Technology (MIT) lehrt und Mitbegründer des Presencing Institutes ist, gibt es nicht nur als Buch, sondern seit 2014 auch in Form des U-Lab. Aktuell besuchen rund 45.000 User aus 180 Nationen diesen kostenfreien Online-Lehrgang, IFZ-Geschäftsführer Harald Schellander ist einer davon.

Beim Downloaden von Inhalten soll es dabei nicht bleiben: Scharmer motiviert die Teilnehmenden, Erfahrungsgruppen (Hubs) in ihrer Heimat zu gründen und dort die vorgeschlagenen Methoden gemeinsam auszuprobieren. Dabei werden alle drei Bewegungen des U-Prozesses (und viele Variationen davon) durchlaufen:

Beobachte


Handle
beobachte,
beobachte

unmittelbar

Lass das innere
Wissen entstehen


Den tiefsten Punkt des U bezeichnet Scharmer als Presencing (Gegenwärtigung): sein eigenes höchstes Zukunftspotential zu erspüren, sich hineinziehen zu lassen und dann von diesem Ort aus zu handeln. Das ist ein durchaus gewagter Ansatz in der Zahlen- und Stakeholder-getriebenen Businesswelt, die Scharmer als Organisationsentwickler begleitet. Besonders dann, wenn er die Prinzipien nennt, um die drei Intelligenzquellen von Kopf, Herz und Hand integrieren zu können: sich mit der Inspiration verbinden; immer im Dialog mit dem Universum sein; früh scheitern, um schnell zu lernen; Landebahnen für die Zukunft bauen.

Die U-Lab-User sind aufgerufen, aus ihren Ideen gemeinsam mit anderen Protoypen zu formen. Zweck der Übung: Die Zukunft durch das Tun zu erforschen und in die Gegenwart zu holen. Dabei gilt das Prinzip „Failing early to learn quickly". Einen Businessplan braucht es in dieser Phase nicht, dafür den Mut zum Experimentieren – etwas, was auch Unternehmen und Organisationen zulassen sollten, um zukunftsfähig zu bleiben. Scharmers wichtigste Erkenntnis nach vielen Jahren Erfahrung im Bereich des Lernens mit Organisationen: „Es gibt zwei unterschiedliche Quellen des Lernens: Lernen aus den Erfahrungen der Vergangenheit und Lernen aus der im Entstehen begriffenen Zukunft."

Wie nimmt nun das IFZ Anleihen bei Scharmers Theorie U? Bei den Tagen der Zukunft Arnoldstein haben wir 2015 ein neues Format entwickelt, das wir auch heuer wieder einsetzen. Teams mit Ideen für eine lebenswerte Zukunft werden in das analoge „Labor der Zukunft" (oder „Hub" im Sinne Scharmers) eingeladen und beim Protoyping und Performing unterstützt. Bei der Auswahl der Projekte stehen nicht der Reifegrad und der exakt kalkulierte Businessplan, sondern die Begeisterung und Erneuerungskraft des Teams sowie die Relevanz des Projektes für die Lösung aktueller Herausforderungen im Mittelpunkt. Siehe www.tagederzukunft.at/labor/

Wir schaffen im abenteuerlichen Ambiente der Klosteruine Arnoldstein Freiräume abseits des täglichen „Hamsterrades". Diese sind essentiell, um radikal Neues in die Welt zu bringen. In vielen Organisationen gilt das Innehalten, Nachdenken und Loslassen von althergebrachten Mustern aber nicht als Arbeit im herkömmlichen Sinn. Dabei bezeichnet Otto Scharmer gerade „die Fähigkeit, im Moment des Aufbrechens der alten Strukturen einen sich öffnenden Möglichkeitsraum zu sehen", als die wichtigste Schlüsseldisziplin unserer Zeit. Bei den Tagen der Zukunft wird diese zentrale Disziplin als Zukunftsmöglichkeit für Unternehmen, Organisationen, Gemeinden und Regionen erlebbar und durch weiterführende Begleitung auch erlernbar.

Quellen und Links:
C. Otto Scharmer, Theorie U – Von der Zukunft her führen, 2009 Verlag Carl-Auer
www.presencing.com/ulab/overview

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