Institut für Zukunftskompetenzen® Let´s create future together! (Bildquelle: © psdesign1 - Fotolia.com)

Let´s create future together!

Flaschenpost von der Florimell  (Bildquelle: Cornelia Scala-Hausmann)

Flaschenpost von der Florimell

Anfang August haben Cornelia Scala-Hausmann und ihr Partner Harald Klärner in Lignano die Leinen losgelassen und sind zu ihrer Weltumsegelung aufgebrochen. Ihre Kolumne schreibt Cornelia nun an Deck des Katamarans Florimell – mit dem Blick einer Seefahrerin.

Die Sehnsucht nach der Weite des Meeres... schon Antoine de Saint-Exupéry schreibt davon...viele Lieder besingen sie...viele Herzen konkurrieren mit ihr... und ein Bruchteil lebt sie.
Die Sehnsucht nach Freiheit... sie ließ mich schon seit vielen Jahren nach selbstbestimmten Lebensformen suchen. Berufliche Selbstständigkeit war sehr bald eine Grundvoraussetzung und 25 Jahre später hatte ich mich nach mehrmaligem Wandel in orts- und zeitunabhängigen Projekten gefunden.

Doch suchte ich einen Schritt weiter... kein fester Wohnsitz sondern ein Segelboot als zu Hause... was kann es flexibleres und freieres geben? Es scheint die größtmögliche Freiheit im Außen zu sein! Und ich liebe das Leben an Bord wie kein anderes. Der Traum sollte Wirklichkeit werden... doch nur wenige Tage vor Reiseantritt schwemmte mir das Leben die Frage ans Ufer: „Bist du wirklich frei?" Bin ich frei mit dieser Sehnsucht, mit diesem Wunsch, mit diesem Ziel, das ich seit Jahren verfolge und vorbereite?

Ich wurde mit Ereignissen konfrontiert, die mich diese so lang ersehnte Reise nun doch in Frage stellen ließen... und erst als ich bereit war, sie völlig los zu lassen, konnte ich sie erneut wählen.

„Wenn man etwas unbedingt will...ist man nicht frei" – ein Satz aus buddhistischen Weisheiten...oder: „Frei ist, wer keine Wünsche mehr hat." Doch können wir das leben?

Stellen Sie sich folgende Situation vor:
Man bietet Ihnen einen Job an, der Ihnen alle Träume zu erfüllen scheint aber an einem Ort ist, der Sie von ihren liebsten Menschen trennt. Sind Sie hier frei zu entscheiden?

Oder Sie arbeiten seit Jahren auf eine Sache hin und stehen endlich kurz davor und plötzlich tut sich etwas anderes auf, das Sie sich seit Ewigkeiten ersehnt haben – aber der Zeitpunkt ist jetzt der denkbar ungünstigste den man sich vorstellen kann.

Oft stehen wir an Weggabelungen im Leben, die scheinbar eine Entscheidung von uns verlangen. Welche mag die richtige sein?

Auf meiner Reise traf ich am nördlichen Ende der Straße von Messina auf eine Antwort... in Scilla, einer antiken Festung, die schon für Odysseus eine große Rolle spielte und sowohl vor, als auch nach Christus heiß umkämpft wurde.

Ich stieß auf die Legende von Skylla und Charybdis. Skylla auf der einen Seite der Meeresenge, Charybdis auf der anderen, brachten der antiken Seefahrt Angst und Schrecken. Zwei unvermeidliche, gleich große Übel. Wollte man dem einen entgehen, fiel man dem anderen in die (Fang)Arme... auch Odysseus verlor hier sechs seiner Gefährten.

Hierzulande ist die Redewendung noch bekannt: „Zwischen Skylla und Charybdis", die für eine Situation steht, in der man sich zwischen zwei Gefahren befindet. Weicht man der einen aus, begibt man sich automatisch in die andere, sodass man nicht ohne Schaden davon kommt.

„Liegt Skylla links Charybdis rechts bereit, was kann dem armen Erdenbürger glücken, der falsche Weg ist Meilen breit, der rechte schmäler als ein Messerrücken."
(Ludwig Fulda)

Ich hoffe, Sie haben noch keine solche Situation erlebt!?

Der goldene Mittelweg – wie er in so mancher alten Lehre verkündet wird – scheint die Lösung. Doch müssen hier die Winde (Umstände) glücklich sein um diesen Kurs zuzulassen.
Gerade hier, zwischen Sizilien und Kalabrien stoßen Strömungen aufeinander, die das Wasser brodeln lassen. Man befindet sich in sogenannten gefährlichen Gewässern. Doch keiner war und ist gezwungen, hier durch zu fahren! Einige umschifften in früheren Zeiten diese Gefahr und wählten eine lange Route rund um Sizilien.

Nun...wir wagten es...segelten durch die Meeresenge von Messina zwischen Skylla und Charybdis hindurch und das Glück war uns hold. Keine Ungeheuer ergriffen uns und wir kamen unbeschadet ins Tyrrhenische Meer, das uns allerdings mit rauer See und 33kn Starkwind empfing.

Grüße von Bord der Florimell,
Ihre
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