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Let´s create future together!

Eine Gruppe, um <br>sich zu ermutigen Am Bankerl im Wald war Ermutigung gefragt (Bildquelle: IFZ)

Eine Gruppe, um
sich zu ermutigen

Vor sechs Wochen wurde ein Gruppenraum zur Ermutigung eröffnet. Harald Schellander schildert, wie es dazu kam und was sich in der Gruppe tut.

Als wir alle von den Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung im Kampf gegen das Corona-Virus unterrichtet worden waren, ging ich zum Durchatmen an die frische Luft. Auf einem Bankerl mitten im Wald, als ich mich gerade besonders ausgesetzt und einsam fühlte, wünschte ich mir Ermutigung. Da ich diese gerade alleine nicht aufbringen konnte, holte ich mein Handy aus der Tasche, nahm eine Sprachmemo auf und stellte unter anderem diese Fragen: „Wie können wir diesen Virus als Zeichen nehmen, neu zu denken in Zeiten, wo wir einfach mehr Zeit haben? Was kommt euch in den Sinn Richtung Lösung und gemeinsames Schaffen? Wozu fühlt ihr euch ermutigt, was wollt ihr gerade jetzt in die Welt bringen?“
Anschließend gründete ich meine erste WhatsApp-Gruppe, zu der ich Freunde aus meinem Telefonverteiler einlud, ließ die Sprachmemo viral gehen und wartete neugierig, welches Echo meine Gedanken hervorrufen würden. Innerhalb von ein paar Stunden läutete der App-Signalton so oft, dass ich diesen auf stumm schaltete. Die Vielzahl der Antworten rührten mich zu Tränen, einige sind im Folgenden zu lesen.
Auch nach 6 Wochen ist die Gruppe nach wie vor aktiv. Text-Beiträge, Fotos, Links, Videos werden noch achtsamer geteilt, wir checken, aus welcher Quelle die Informationen kommen. Freundinnen und Freunde, mit denen ich schon lange keinen Kontakt mehr hatte, melden sich. Wir entdecken neue Facetten aneinander, auch im wöchentlichen zoom-Meeting, das sich inzwischen zum lockeren Austausch etabliert hat. Es ist einfach gut zu wissen, dass es diesen Gruppenraum gibt – egal, ob er mehr oder weniger intensiv genutzt wird. Jeder Beitrag schafft genau das, wovon ich am 11. März geträumt habe: Ermutigung jenen zu geben, die etwas zur Verfügung stellen und jenen, die es empfangen.
Meine Anregung: Wenn ihr es nicht schon getan habt, dann gründet so eine Gruppe, wie und wo auch immer, in eurem Familien- und Freundeskreis.

Aus dem Chat der Ermutigungsgruppe:

„Hürden und Probleme sind die größten Potentiale für Innovation.“

„Wie sinnvoll ist die Globalisierung? Wodurch wird sie gelenkt? Wodurch wird der Mensch gelenkt. Kann er überhaupt frei entscheiden oder wird er doch schon manipuliert? Es ist uns bei unseren Diskussionen der Turmbau zu Babel eingefallen – noch höher, noch besser. Vielleicht hilft uns dieses Ereignis, ein wenig darüber nachzudenken ...“

„... Ja ich glaube, wir sind jetzt zu umfassender Solidarität aufgerufen. Diese Welt, bestehend aus Machtgeilheit, Gier, Brutalität und Unmenschlichkeit, die sich auch in unserem Geld- und Wirtschaftssystem abbilden, dieses System fährt gerade mit Karacho an die Wand. Es wird an uns liegen, etwas besseres daraus zu machen, uns wieder auf die Wert der Mitmenschlichkeit, der Sorgfalt und Verantwortung für unseren schönen aber leider so leidenden Planeten zu übernehmen. Wir werden lernen müssen, das Kleine zu schätzen, unsere Wurzeln zu pflegen und nachhaltig zu denken und zu leben.“

„CV bring uns dazu, nun ganz plötzlich völlig neue Wege einfach auszuprobieren – ohne Steilvorlagen. Dinge, die vermutlich auch neue Erkenntnisse hervorbringen werden. Innovationen, die in den nächsten Wochen Wirtschaft und Gesellschaft hands on ausprobiert und neue Standards setzen werden ...“

„Ich erlebe viele angstvolle MitarbeiterInnen, die über ihre Sorgen reden wollen. Zuhören ist für mich schon ein wertvoller Beitrag.“

„...Was die kommenden Tage bringen, mal sehen: Gesundheit pflegen mit dem Bewußtsein, wie wichtig sie ist. Langeweile auszuprobieren, statt in das Beschäftigen verfallen. Mehr Stille und Zeit mit mir aushalten oder sogar genießen. Im Hinterkopf ist aber aktuell auch etwas Anspannung, sehen, was da auf die Familien zukommt mit über Wochen ungeplante Ferien. Mein Schwiegersohn ist heute arbeitslos geworden ... bei den anderen meiner Kinder bleiben die Klienten aus. Angst und Konflikte liegen neben guten Möglichkeiten und Entspannung in der Luft. Möge das Gute letztendlich überwiegen ...“

„... Angst ist kein guter Gesundheitsförderer und ein noch schlechterer Ratgeber in Situationen wie dieser. Wenn wir stattdessen aber schauen, welche neuen, vielleicht noch nie angedachten Optionen noch möglich wären, wenn wir unseren Fokus auf all das lenken, was uns stärkt, uns motiviert, unser Wohlsein fördert (wie etwa ein gutes Gespräch, gemeinsames Lachen, offene Herzensbegegnungen, eine liebevolle Umarmung) ... dann hat Angst keinen Platz mehr in uns. Damit stärken wir nicht nur unsere Immunabwehr, sondern wir sind dann auch offen für innovative Ideen und Lösungen ...“

„ ... Ich beobachte die momentane Situation und sehe dies auch als Chance für einen grundlegenden Wandel. Ich habe mir zur Aufgabe gemacht, meine Energie hochzuhalten und meine Dankbarkeit für dieses Leben hier, auf diesem wundervollen Planeten noch mehr zu vertiefen ...“

„... Mein Bedürfnis und was ich tue ist, diese verordnete Ruhe und Verlangsamung für mich zu nutzen. Gerade seit gestern ist bei mir ganz stark das Gefühl der Solidarität da und die Faszination, dass es doch möglich ist, anderen ökonomischen oder machtpolitschen Interessen in einer solchen Situation die menschlichen Werte wie Solidarität, Schutz von Alten und Kranken, die Gesundheit in den Mittelpunkt zu rücken. Das stimmt mich positiv und hoffnungsvoll ...“

„... In Zeiten des CV nutzt die Zeit für die Muße. Da kommt man zu sich und geht ins Vertrauen. Hysterie hilft nicht wirklich.“

Zum Download: Der berührende Text „Selbstisolation“, den Felix Billiani geschrieben und in der Gruppe geteilt hat.

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