Februar…es wird heller. Die Sonne möchte den völlig vernebelten Jahresausklang wettmachen und verwöhnt mein kleines Dorf seit Weihnachten beinahe täglich mit ihren Strahlen. Die Solarheizung kommt endlich auf ihre Kosten. 

Nach einem sehr kommunikativen „Salon der gegenwärtigen Zukunft“ in der Rösterei Krumpendorf am Wörthersee lese ich die neuesten Trends zum Thema Klima und Wirtschaft und bereite mich auf eine nächste Reise vor. Wieder möchte ich die Perspektiven wechseln und diesmal aus dem tiefen Süden (Patagonien) auf die Welt blicken. Und vielleicht zieht es mich diesmal deswegen in kühlere Gefilde, weil es rundherum so heiß her geht.
 

„Überhitzung ist das Narrativ der 20er Jahre“ (Matthias Horx)
 

Horx spricht von einer Überhitzung, die sich jedoch nicht auf das Erdklima beschränkt, vielmehr geht es um eine geistige, emotionale und mediale Überhitzung. 

Keine schlechte Beschreibung!

Hitze nimmt offenbar in all unseren Bereichen zu, nicht nur die Natur, sondern auch Gesellschaftsthemen entzünden sich. Medizinisch steht eine Entzündung immer für unterdrückte Konflikte, sämtliche Energie wird dort gebündelt und steht für andere Prozesse nicht mehr zur Verfügung – wodurch der Körper, der Organismus geschwächt wird. 

Wir leiden also an einer überhitzten, entzündeten Gesellschaft – quasi an einer „Sozialitis“. Heiße Reden in der Öffentlichkeit, explosive Schlagzeilen etc. sorgen für Hysterie, Polarisierung und Angst… kein Boden für nachhaltige Gesundung, weder für die Erde noch für ihre Menschen. Immer neue Herde werden akut und drohen unsere Gesellschaft auszubrennen (Burn-Out). Wir entmündigen uns selbst, je mehr wir andere für alles verantwortlich machen und drängen uns so immer mehr in die Hilflosigkeit.

Immer wieder behauptete Unwahrheiten werden nicht zu Wahrheiten, sondern was schlimmer ist, zu Gewohnheiten. (Oliver Hassencamp)

Jetzt eine ungewöhnliche Frage: 

Würden wir uns als einen Organismus betrachten, welches Rezept würde uns ein Arzt verschreiben? Was meinen Sie? …
 

Wie bei unserem Körper auch, bräuchte es zur Heilung nährende Ruhe, um Krankheitserreger überwinden zu können. Jedenfalls sollten wir die Selbstheilungskräfte aktivieren anstatt nur ständig Symptombehandlungen durchzuführen. Und mit der Ruhe kommt ein Ruhen… in sich selbst.

Wenn jeder in sich selbst ruht, erfährt er Freiheit im Denken, Fühlen und Wollen. (Dr. Rudolf Steiner)

Auch wenn die Jugend der Hoffnungsträger schlechthin ist und wir sie damit heillos überfordern, sollten wir das Gedächtnis dieses Organismus’ in Form von Wissen und Erfahrung nicht über Bord werfen. Glücklich jedes Kind, das bei Krankheit eine fürsorgliche Großmutter an seiner Seite hatte! Sie gab den nötigen Halt, damit es selbst gesunden konnte. 

Der sicherste Weg zum Erfolg ist immer, es doch noch einmal zu versuchen. (Thomas A. Edison)

Also wäre es klug, die Pioniere aller Generationen zu einen anstatt sie zu entzweien um uns so die nötige Basis für eine Gesundung zu geben, die sich über Erhitzungen und Hetzen erhebt. In diesem fortgeschrittenen Stadium können wir zwar weiterhin versuchen, nur einzelne Symptome (Staaten) zu behandeln oder endlich begreifen, dass es in Zukunft nur noch um die Ganzheit – sprich Welt, Weltwirtschaft, Menschheit etc. gehen kann! 

Wir können nicht mehr zurück in eine „heile Welt“, aber wir können gesunde Zellen in diesem Körper namens Menschheit schaffen, einfach durch die Art, wie wir leben. Und wir gestalten durch jede einzelne Handlung den Gesundheitszustand dieser Welt mit.

Wir wollen eine Gesellschaft, in der die Menschen sich selbst etwas zutrauen und nicht auf den Staat warten. Wir wollen eine Gesellschaft, die sich ihrer Verantwortung für die Natur bewusst ist. (Helmut Kohl)

Sie mögen jetzt sagen – eine Entzündung ist ein Teil des Heilungsprozesses. Stimmt. Durch die Hitze werden wir diverse Krankheiten los. Jedoch nur, wenn wir dabei nicht überhitzen, unsere Organe versagen und wir unser eigenes System zerstören. – Aber vielleicht braucht es genau das? Die Frage ist jedoch – was lebt dann noch?

In Zukunftszeiten müssen Menschen nicht mit- oder durcheinander, sondern füreinander sein. (Rudolf Steiner)

So möchte ich die zweite von 12 Zukunftskompetenzen – die Salutogenesekompetenz – vorstellen, die uns fähig macht, Gesundheit zu erhalten. Unsere eigene, die der Gesellschaft und die unserer Welt.

Salute!

Ihre Cornelia Scala-Hausmann

Über den Autor: la scala

Jg. 1965, 1 Sohn, 1 Tochter, Sitz derzeit in St.Veit an der Glan / Kärnten, Büro in Wien. Synergiensuche von Selbst & Markt, Führung & Kunst, Philosophie & Trendforschung, Spiritualität & Wirtschaft. Berufsmosaik: Studium Grafik-Design & Werbewissenschaften; bis 2000 geschäftsführende Gesellschafterin einer Werbeagentur in Wien 19 mit 16 Mio. Umsatz und 12 Mitarbeitern. Kunden: CA-BA, Procter & Gamble, SCA, Rosenthal, Cincinnati Extrusion, Peithner KG etc. Ab 2000 vielfältige Ausbildungen in Coaching, Therapie und Gesundheit (4-jähriges Diplomstudium der Kunsttherapie; Stressmanagement, TCM-Diätetik, Systemisches Coaching, Mentaltrainings, Psychosomatik, Lebens- und Sozialberatung, Unternehmensberatung u.a.). Seit 7 Jahren als „Selfness & Business Coach“ tätig. Buchveröffentlichung "Die einfachen Wunder der Gesundheit - ein Selfness-Coaching". EU-Zertifizierung als Erwachsenenbildnerin (Andragogin). Gründung des Instituts für Zukunftskompetenzen. Derzeitiger Schwerpunkt in der Lehrkonzeption für aktuelle Themen und Ableitung von vermittelbaren Zukunftskompetenzen.

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