Ich verstehe nur zu gut, wenn Ihnen nicht mehr zum lachen ist… auch in Belize und Guatemala bekommen wir einigermaßen die wichtigsten Eckdaten der Weltgeschichte mit. Belize ist eines meiner Lieblingsdestinationen geworden… archäologische Tempelstätten ober und wunderschöne Landschaften unter Wasser. Hier begegnete ich meinem ersten Hai, meinem ersten Adlerrochen… beide majestätisch dahingleitend… als ob Ihnen nichts etwas anhaben könnte.

Ob die noch was zu lachen haben? Ich weiß, Tiere lachen nicht… aber sinnbildlich darf ich diese Formulierung nutzen. Der größte Teil der Küste von Belize ist durch ein großes Barrier Reef geschützt… nach dem australischen das zweitgrößte der Welt. Innerhalb gibt es kaum noch Fische. Wenige Fischer oder Segler halten sich an die Schutzzeiten der diversen Arten. Jeder sieht nur seinen eigenen, kleinen Raub an der Natur und meint, es fiele nicht ins Gewicht.

An der Außenseite des Riffs geht es hunderte Meter in die Tiefe… hier kann man noch Walhaie beobachten, die zu Vollmond an die Wasseroberfläche kommen. Das Riff schützt das Land vor Welle und Sturmflut, nur an wenigen Durchgängen strömt das Karibische Meer hinein… an so einem Durchgang waren wir tauchen und hier begegnete ich dem Lächeln der zivilisierten Welt…

…ich traute meinen Augen kaum… wir waren an dem Ort, wo es das klarste Wasser geben soll… ich konnte deutlich die herrlichen Fächer-, Baum- und Hirnkorallen betrachten, die Rifffische, die hier noch leben, die Quallen, die leider mehr werden… und… ein Smiley, das mir in blau entgegen lächelt!!!

„Muchos Gracias“ steht darüber… und es schwimmt ca. einem Meter unter der Wasseroberfläche, umgeben von diversen Plastikteilen, zerfetzt von Schiffsschrauben… sie streifen an meinen Haaren und Gesicht, wenn ich durchschwimme.

Worüber die jetzige Welt lächelt, lächelt deswegen die Nachwelt noch nicht… (Georg Christoph Lichtenberg, Physiker)

Vom Boot aus sieht man das alles nicht. Aus der Perspektive sieht das Wasser glasklar aus. Nur von unten erkennt man, was knapp unter der Oberfläche verborgen ist. Auch das auflandige Ufer der kleinen Insel, auf der ein Seeadler sein Nest hat, ist voll von Plastikmüll, den es immer wieder anschwemmt… der wahre Eroberer des Paradieses.

Es ist leichter zu lächeln, als zu erklären warum man weint. (Unbekannt)

 

Vor kurzem bin ich wieder einmal über das Venusprojekt (Name mit link hinterlegen https://www.thevenusproject.com) von Jaques Fresco (Name mit link hinterlegen https://de.wikipedia.org/wiki/Jacque_Fresco) gestolpert. Dieser hochgradige Forscher und Entwickler aus der USA forciert eine Ressourcen- statt Geldwirtschaft, zeigt Modelle auf, wie es ohne Geld gehen könnte… doch die Menschen sind nicht bereit dazu. Steht es doch im krassen Gegensatz zu allem bisher Gelernten und damit jenseits der Vorstellungskraft von Vielen.

„In unserer Zukunft müssen wir einen Weg beschreiten, der unserer Umwelt, sowie alles existierende Leben auf der Erde schützt. Der wichtigste und zentralste Aspekt des Venus Projects ist der Übergang aus einem monetären System (Finanz- und Geldsystem) in eine auf Ressourcen basierende Wirtschaftsoptimierung unter maximaler Anwendung von bei Güterproduktion angewendeter Automation, sowie derer computergestützten Entscheidungsfindung.

Wir fordern eine komplette Neugestaltung unserer Kultur, in der uralte Unzulänglichkeiten wie Kriege, Armut, Hunger, Schulden und unnötiges menschliches Leid nicht nur als vermeidbar, sondern als völlig inakzeptabel angesehen werden“ (Jacque Fresco)

Was wäre die Welt ohne Geld?…ohne Gier?

…sie wäre nicht diese Welt.

Und wir?

Wir wissen, was auf uns zukommt. Aber glauben wir daran? …

…wir lächeln.

Und manches Lächeln lächelt da zumeist, wo des Gewissens Qual die Brust zerreißt. (Lord George Gordon Noel Byron)

 

In diesem Moment kommt mir der berühmte Satz von Sokrates in den Sinn… „Je mehr ich weiß, desto mehr weiß ich, dass ich nicht weiß“, der auch im Sinne von „Je mehr ich weiß, desto mehr muss ich glauben“ verstanden werden kann. Und plötzlich bekommt er für mich eine völlig neue Dimension… für Sie auch?

…doch davon mehr im nächsten Newsletter…

 

Muchos gracias,

Ihre

Cornelia Scala-Hausmann

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