Menschen entwickeln sich.

Doch… glauben Sie mir! Es geht stetig bergauf… geht es aber zu rasch und zu gut, kommt der Übermut und dann gehts wieder abwärts. Schaut man jedoch von sehr großer Distanz über die gesamte Menschheitsentwicklung, so scheint es doch eine stetige Aufwärtsspirale zu sein.

Vor kurzem fiel mir eine Betrachtung der Weltanschauungen und eine Abhandlung der Historie über Hoch- und Tiefpunkte in die Hände, die mich tatsächlich hoffen ließ 😉 Immer mehr Ansätze einer holistischen Weltanschauung sind zu bemerken – und diese kennzeichnen immer die Höhepunkte einer Kultur. Man muss allerdings anmerken, dass noch kein Höhepunkt gehalten wurde… kaum erreicht – schon geht es wieder talwärts. In Spiral Dynamics z. B. spricht man von 9 Evolutionsstufen der Menschheit und es wird sogar angegeben, ab wann welche Stufe in unseren Kulturen bereits bemerkbar ist.

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Wo in der Evolution glauben nun Sie zu stehen? Am Gipfel oder eher bescheiden noch entwicklungsfähig?

Es gibt Menschen, die glauben tatsächlich, die Evolution wäre mit ihrem Erscheinen beendet.
Dabei ist sie immer – auch in diesem Moment – voll im Gange.
(Wolfgang J. Reus, 1959-2006, deutscher Journalist, Satiriker und Lyriker)

Interessanterweise sind die höher entwickelten Kulturen immer mit Geisteswissenschaften und holistischen Weltbildern ausgestattet, während die niedriger entwickelten den „Geist“ möglichst aus ihrem Weltbild verbannen und sich auf die Materie und die damit verbundenen Freuden konzentrieren. (>>pdf dazu download hier)

Aber: Wenns brenzlig wird, ist die Menschheit durchaus fähig, ganzheitliche Lösungskonzepte anzugehen. Es muss allerdings schon sehr brenzlig werden, es muss schon brennen, …also w i r k l i c h  gefährlich werden, damit sich was tut. Erst dann wird Altes hinterfragt und Neues ausprobiert, weil wir kennen ja den Slogan „Never stop a running Job“ oder „Never change a running system“ – je nachdem, was unter „running“ verstanden wird…

IDENTITÄT = ALT (eigene Wurzeln) + NEU (R)Evolution

Haben Sie sich schon mal gefragt, was eine Identität ausmacht? Lassen Sie sich von jemandem 25 mal hintereinander fragen: „Wer bist du?“ – Sie werden mit Staunen den Wandel in Ihren Antworten hören.

Wir bestehen aus alt und neu…ständig … auf allen Ebenen und in allen Bereichen, sei es der Körper, unsere Umwelt oder unsere Kommunikation. Nur das Alte allein ist destruktiv – das Neue allein ebenso.

Wo die Identifikationen enden, beginnt die wahre Identität.
(Andreas Tenzer)

Die Mischung macht uns aus, das macht uns lebendig, das gibt uns Kraft. Weder alt noch neu darf überhand nehmen, darf über dem anderen stehen, beides muss sich ausbalancieren. Das Alte muss uns nähren und das Neue muss uns lebendig halten. Auf der ewigen Suche nach Glück streift man im Leben an allen möglichen Versionen von alt und neu… versucht sogar, sich selbst neues Altes anzudichten und Neues alt zu initiieren, kleidet Altes in neue Worte und versteckt das Neue im Gewand des Alten.

Die Rache der Geschichte an jungen Revolutionären besteht darin,
daß sie in späteren Jahren mit Frack und Orden zum Opernball gehen müssen.
(Bruno Kreisky, 1911-90, österr. Politiker, 1970-83 Bundeskanzler)

Offensichtlich gibt es eine Kraft in uns, die sich immer wieder aufmacht, Dinge (zum Besseren) zu verändern. Wenn ich mir sämtliche Initiativen der letzten Zeit zum Thema Ökologie, Arbeit und Gesundheit ansehe – so geht vieles in eine gute Richtung. Langsam zwar – aber doch. Denn: wenn wir aus einem gesunden Menschenverstand heraus handeln, kommt die (R)Evolution von selbst.

Die Revolution ist keine Krankheitserscheinung,
sondern eine notwendige Phase der Entwicklung unserer Spezies.
(Cesare Lombroso, 1836-1909, italienischer Arzt)

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen (r)evolutionären Start in den Herbst,

Ihre

Cornelia Scala-Hausmann

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