… nach feurigen Ostern (am Karsamstag werden ja vielerorts große Feuer entzündet) möchten so manche dieses „Feuer“ in ihre Pläne transferieren, ein ebenso großes, hohes, weit sichtbares Feuer für eine Idee verbreiten…

Es ist nicht leicht, das Feuer der Begeisterung hochzuhalten, wenn von außen Löschzüge des Pessimismus‘ anfahren. Jeder, der irgendwo in seinem Leben (es muss nicht immer der Beruf sein) eine Idee durchsetzen wollte, weiß – es braucht eine gute Portion feurigen Enthusiasmus.

„Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen.“
(Augustinus Hippo)

Keimt in Ihnen vielleicht auch eine Flamme? Oder ist sie bereits erloschen? Glost etwas in Ihnen oder schüren Sie die Glut um zu gegebener Zeit das echte Feuer zu entfachen?

„Wir wissen zu viel und sind von zu wenig überzeugt.“
(T.S.Eliot)

Eliot meint wohl, dass wir wüssten wie es geht, aber nicht daran glauben. Bei dem Gedanken wird es kalt in uns, nicht wahr? Wir müssen uns schon für etwas erwärmen können, um es auch umzusetzen! Einer Menge überzeugter Menschen hält so leicht nichts stand. Aber es würde schon reichen, wenn wir von uns selbst überzeugt wären und so andere für das unsrige gewinnen könnten!

Nichts Großes ist je ohne Begeisterung geschaffen worden.“
(R.W.Emerson)

Emerson zeigt uns den Weg, wie wir Großes bewegen können. Diese Zutat, um die es hier geht, braucht keinen Aufwand – und erreicht doch jeden, der damit in Berührung kommt! Man überlegt nicht lange, einmal „angesteckt“ und „entzündet“, wird man automatisch Teil davon. Und damit wären wir bei einer weiteren Zutat für Projekte angelangt – der Finanzierung und Umsetzung…

„Begeisterungsfähigkeit ist die bestbezahlte Eigenschaft der Welt.“
(Frank Bettger)

Denn gern bezahlt wird nur, was begeistert. (Unsere staatlichen Zwänge mal ausgenommen) Wenn ich also mit meiner Sache niemanden begeistern kann, muss ich mir eingestehen, dass mein inneres Feuer nicht groß genug ist oder die „Löschzüge“ zu übermächtig sind. Dann tu ich gut daran, meine Flammen zu hüten und im Verborgenen am Glühen zu halten, bis das Feuer atmen kann. Denn ohne Sauerstoff geht bekanntlich auch der größte Brand aus. Und jedermann oder jedefrau zu begeistern ist nicht nötig, manchmal sogar kontraproduktiv, wie Marie von Ebner-Eschenbach weiß – sie sieht hier die Gefahr, die in der Dummheit ruht…

„Geistlose kann man nicht begeistern, aber fanatisieren kann man sie.“
(Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach)

Also zurückhalten? Nein. Immer wieder begeistern! Sollte jemand fanatisch folgen – wäre weise Lenkung angebracht,
(… und jetzt sind wir bei der Führungskraft angelangt!) In der Kunst der Führung ist die Begeisterungsfähigkeit wie auch das Begeisterungsvermögen die wichtigste Eigenschaft.
Nur Begeisterung hilft über die Klippen hinweg, die alle Weisheit der Erde nicht zu umschiffen vermag.“
(K.F.Gutzkow)
Also keine Scheu, denn „ein Enthusiast ist das Liebenswürdigste, Edelste und Beste, was ein Sterblicher sein kann“. (Christoph Martin Wieland) und als Führungskraft würde ich sagen: „Lasst begeisterte Menschen um mich sein!“ denn nur so kann ich etwas bewegen. Dafür gehe ich gerne begeistert voran und tue mein Möglichstes, andere für ihre eigenen Ideale zu begeistern. Und ich ziehe vor jedem den Hut, der seinen Enthusiasmus lebt!
Wo ein Begeisterter steht, da ist der Gipfel der Welt.
(Joseph Freiherr von Eichendorff)

Ihre

Cornelia Scala-Hausmann

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