Metabildung? Was ist denn damit jetzt wieder gemeint?
Bildet sich etwas? Oder hat das mit Bildung zu tun?

Letzteres.

Man versteht darunter eine „Weiter“bildung – eher eine Weiterentwicklung des Menschen auf Metaebene.

Wohin das führt?

Sie kennen doch sicherlich die Maslow˙sche Bedürfnispyramide. Darin nimmt die Selbstverwirklichung die Spitze der Pyramide ein, nachdem alle darunter liegenden Ebenen erfüllt wurden. Trotzdem ist zu beobachten, dass die Frage nach dem Sinn gerade dann auftaucht, wenn Krisen die unteren Ebenen erschüttern.

By the way: wo stehen Sie gerade?
Haben Sie die unteren Stufen abgeschlossen und können Sie sich schon um sich Selbst kümmern?
Oder stecken Sie gerade wieder mal in existenziellen Problemen fest?
In Wahrheit pendeln wir ständig in allen Stufen hin und her oder sind permanent – mal mehr, mal weniger – mit allen Ebenen gleichzeitig beschäftigt. Die oberste Stufe der Selbstverwirklichung schwingt in allen Lebensbereichen mit. Zum Glück. Denn sonst könnte man sich glatt fragen: Wozu der ganze Aufwand?

„Nur wer bewusst will, was er blind wollte, trifft richtig Entscheidungen:“ (A.Schopenhauer)

Wussten Sie, dass Maslow 1970, kurz vor seinem Tod sein Pyramidenmodell um eine weitere Stufe erweitert hat?
Er ergänzte eine 6. Stufe: „Transzendenz – die Suche nach Gott, nach einer das individuelle Selbst überschreitenden Dimension.“ (Damit ging er als Begründer der Humanistischen Psychologie über zur Transpersonalen Psychologie.) Offenbar entdeckte er den Zusammenhang zwischen Welterkenntnis, Selbst und Gotteserkenntnis. Die Selbsterkenntnis schwingt also immer mit, egal in welchen Bereichen unseres Lebens – in der Metaebene. Eine Metabildung sozusagen.

Vom ICH-Wahn zur Selbstwahrnehmung
Heute herrscht (gottseidank) ein anderes (Selbst)Bewusstsein vor, als vor 300 Jahren (zumindest bei den meisten unserer Spezies). Die Wissenschaft tut ihr Bestes, diese Entwicklungen „dingfest“ zu  machen und verzweifelt an der „Unfassbarkeit“ unseres Bewusstseins. Zum Glück haben wir es trotzdem, auch wenn es wissenschaftlich als nicht nachweisbar gilt.
Das bald ein Jahrzehnt alte Wort „Selfness“ steht hier immer noch ganz vorne. Als Gegenpart zum Solipsimus und Egokult weist es in einer Gesamtverantwortung, uns selbst und der Umwelt gegenüber, in die neue Metabildung des 21. Jahrhunderts. In diesem Sinne bündeln und erweitern wir stetig unser Programm an Selbstkompetenzen als Basis für eine zukunftsfähige Gesellschaft.

Je transparenter uns unsere Identität wird, desto freier werden wir, desto mehr Möglichkeiten haben wir, das Leben zu gestalten.

Nun, nachdem wir den Sommer hoffentlich voller Welterkenntnis verbracht haben, gehen wir jetzt gegen Herbst wieder mehr in unsere Selbsterkenntnis und arbeiten uns die Ebenen nach oben. (Oder umgekehrt?) Ich freue mich in jedem Fall, Sie auf der einen oder anderen Ebene zu treffen 😉

Ihre

Cornelia Scala-Hausmann
(Geschäftsführende Gesellschafterin, Institutsleiterin)

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