Viel hat sich bewegt in den letzten Monaten – Menschen bewegten sich zu Wahlen, um etwas zu verändern, andere bewegten ihr letztes Hab und Gut aus den Fluten der Überschwemmungen, ein Trainer aus unseren Reihen verließ diese Welt und bewegte viele Herzen, ich bewegte mich in Wien und werde bald im 5. Bezirk ein Wohnbüro haben, mein „Seemann“ bewegte sich mit seiner Florimell über den Nordatlantik zurück nach Europa, Menschen bewegten politisch auf der ganzen Welt doch einiges und einige Menschen bewegten sich im Juni nach Ossiach. Und jetzt am Beginn des Sommers bewegen sich viele in den Süden …

„Sommer“ lässt mich jedes Jahr freudvoll auf 2 Monate mit Natur, Familie, Reisen, Segeln ;-), Klausuren und entspanntes Arbeiten blicken.

Mit Seitenblicken zu Stapeln voller Lesestoff, die hoffentlich jetzt vom „lesen sollen“ zum „lesen wollen“ wechseln. Ansonsten wird hier rigoros in Richtung Altpapier bewegt.

Sommerzeit ist für mich auch immer Inventurzeit. Nicht nur in diversen Abstellkammerln, Garagen, Kleiderkästen und Küchenladen sammelt sich vieles an, das ausgemistet wird – auch in Schreibtischen und auf Computern wird verifiziert, was sinnvoll archiviert oder entsorgt (nicht mehr versorgt, sich nicht mehr gesorgt) wird. Und im Projektbereich ebenso.

Mit zunehmendem Alter wird effizientes Haushalten immer wichtiger – und der Sommer ist für „Räumungen“ wie geschaffen.

Mit diesen Gedanken möchte ich Ihnen einen aktiven Sommer wünschen und melde mich im September „aufgeräumt“ wieder!

Nicht, ohne noch allen Mitwirkenden und Teilnehmenden unserer letzten „Tage der Zukunft“ zu danken.
Eine Zusammenfassung finden Sie >> hier.

 

Wir freuen uns, dass wir hier etwas bewegen konnten.

 

Ihre

Cornelia Scala-Hausmann
(Geschäftsführende Gesellschafterin, Institutsleiterin)

Dieses englische Sprichwort verdeutlicht, dass wir zwar viel über die Zukunft nachdenken und reden, jedoch niemals in ihr leben bzw. sie nie wahrnehmen können. Denn sie hat die Eigenschaft, in dem Moment, in dem wir sie erreichen, nunmal zur Gegenwart zu werden. So wird sie immer eine Fiktion bleiben, die mit unseren Erwartungen, Ängsten und Hoffnungen zu tun hat – ein Spiegel, in dem wir uns selbst sehen.

Wozu dann einen Kongress über die Zukunft machen, wenn sie doch nie vorhersagbar ist?

Viele Wirtschaftsforscher bemerkten schon, dass wir die Zukunft am besten über die Vergangenheit abschätzen können. Und sie auf diese Weise tatsächlich absehbar wird.

„Wenn wir unsere Richtung nicht ändern, werden wir höchstwahrscheinlich dort landen, wo wir hinmarschieren.“ (chin.)

Es war mir eine Freude, zu sehen, dass so viele Menschen das erkannt haben und jetzt aktiv ihre Zukunft gestalten (und ihren Beitrag leisten) wollen. Nicht nur „alte Wirtschaftshasen“ sondern auch und vor allem die nächste, zukünftige Generation: Schülerinnen und Schüler (des BORG Spital sowie der Rudolf-Steiner-Schule Klagenfurt) haben aktiv und begeistert am Kongress teilgenommen und Zukunftsprojekte präsentiert und sich vernetzt. (Internationale Kontakte wurden am „Global Day“ geknüpft, neue Projekte wurden im „Open-Space“ auf ihre gesellschaftliche Relevanz geprüft und luden zur Selbstkritik ein.)

Dr. Erhard Busek formulierte es so treffend, dass für ihn die wichtigste Zukunftskompetenz „das Erkennen und Überwinden von Grenzen ist“. Und zwar mentaler Grenzen. Wir kämpfen JETZT mit diesen Grenzen, und daher sind sie schon ablesbar als ein Engpassfaktor des 21. Jahrhunderts. Alle Engpassfaktoren leiten neue Wirtschaftszyklen ein …
Wenn wir nun eine Zukunft gestalten, die Grenzen auflöst, egal, ob geografisch, religiös, historisch oder menschlich – was geschieht? Wir kooperieren. Und – wir sparen unendlich viele Ressourcen nur dadurch ein.

In diesem Falle weicht das Mahnmal der alten Wirtschaft einer freudvolleren, neuen Version, die jeder Mensch für sich umsetzen kann, die Raum für eigene Ideen gibt, sie mit anderen teilen lässt, realistische Ansätze und nächste Schritte ermöglicht und so ein neues Unternehmertum schafft.

Das Motto „Global : Regional“ machte bewusst, dass alle globalen Probleme ihren Ursprung und ihre Auswirkung im regionalen Bereich haben und umgekehrt. Ich gehe noch einen Schritt weiter: sie liegen in unserem persönlichen Bereich, in unserer persönlichen Vision von Grenzen oder Möglichkeiten. Und damit gestalten wir unsere Zukunft.
J e t z t. Wann sonst.

Cornelia Scala-Hausmann

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