Das Wort “Genuss” geistert nun durch die Trendberichte. Man könnte meinen, dass man es doch bereits gut kennt – und doch soll sich hier einiges verändern. Es bekommt eine neue Dimension, eine Dimension der Sinnstiftung. Das, was derzeit anscheinend Mangelware in unserem Leben ist.

Da Lebensqualität in den 10er-Jahren des neuen Jahrtausends immer mehr mit Sinn, Selbstbestimmung und vor allem mit Selbstverwirklichung zu tun hat,  liegt der Genuss zeitgemäß ebenfalls dort begraben.

Ist also zukünftig Genuss mit Lebensqualität gleichzusetzen?

Laut Trendforschung: Ja. Die neue Selfnessgesellschaft genießt zukünftig “sinn-voll”. Sinn-los ist genug im Leben – Qualität hat nur, was sinnvoll ist. Und zwar individuell, nicht für die Masse.

Was in den 90ern noch “Spaß” und nach der Jahrtausendwende “Moral” war, ist heute “Selfness”, wo wir vor 20 Jahren noch in die Welt hinaus wollten, besinnen wir uns heute auf eine neue lokale Kultur. Wo es damals noch “Job” und “Freizeit” gab, integrieren wir heute Arbeit situativ in unser Leben, wo wir früher Lebensqualität durch Marken demonstrierten, zeigen wir heute individuelle Selbstbestimmung.

 

RAUMgenuss

Zu den verschiedenen Raumanforderungen (siehe letzter Artikel) kommt nun der Genussfaktor hinzu.

Sinnvoller Genuss wird zum integralen Bestandteil des Alltags und damit auch unserer Lebensräume.

Eine neue Raumkultur gibt Anlass, die sogenannten “Prosumenten” (= Produzent + Konsument) als Kenner zu gewinnen und zum “Partner” und “Fan” zu machen.

 

ZEITgenuss

Was kann als “Genussverstärker” in Räumen wirken?

Unsere Räume geben uns funktionell, gesundheitlich und ökologisch unseren individuellen, sinnhaften Genuss,  wenn wir zum Beispiel zeitsparende Komponenten integrieren. Zeit ist das kostbarste Gut unserer Gesellschaft und somit eines der wertvollsten Produkte!

Es geht nicht um “Zeit sparen” – sondern um “Zeit gewinnen”, “Zeit schenken”. Jedes Möbelstück, jede räumliche Komponente, die uns darin unterstützt, ist sinnvoll und damit genussreich.

 

Klarheit & Ästhetik

In einer Welt der Informationsflut und Enge sehnen wir uns nach Klarheit und Weite. Raumkonzepte können das unterstützen – auch und vorallem im Kleinen! Das schwedische Möbelhaus punktet schon lange mit Raumlösungen, die auf kleinstem Raum trotzdem noch Weite schaffen. Wand-Tattoos lösten die Fototapeten ab und erzeugen optische Illusionen, die Gänge verschwinden lassen oder neue Perspektiven auftun.

Ästhetik und Schönheit sind DER Genussfaktor des Menschen. Das gilt nicht nur für Körper und Aussehen, sondern in einem Zeitalter, in dem Arbeit mit Leben mehr und mehr verschmilzt, auch für die dazugehörigen Lebensräume.

 

Genusspotenziale (in einem Kasten)

• steigern die Lebensqualität

• stärken das Selbstbewusstsein

• fördern Optimismus, Ausgeglichenheit und Lebensfreude

• dienen der Orientierungshilfe

• heben das Leistungsniveau

• fördern Entspannung und Stressabbau

• wirken depressiven Verstimmungen entgegen

• fördern gesundheitsorientiertes Verhalten

• fördern Vielfalt und Abwechslung

 

Genuss versus Krise

Vielleicht wundern Sie sich, dass dieses Thema jetzt in die Trendforschung einkehrt, wo doch überall von Krise gesprochen wird? Es ist ein Phänomen, dass Menschen, wenn es wirklich kritisch wird, loslassen können (müssen) und sich den schönen (einfachen) Dingen des Lebens zukehren. Nach dem Motto: “Jetzt wenigstens noch genießen, solange das möglich ist!”, nimmt man gewisse Dinge leichter. Dieses Paradoxon kehrt zu jeder Krisenzeit wieder. Vorallem in einer Zeit und an einem Ort, wo der Großteil wohlhabend ist und seit Jahren in der Tretmühle des “Geldverdienen-müssens” gesteckt hat. Ist es da verwunderlich, wenn manche sich die Krise sogar herbeisehnen, um endlich mal wieder aussteigen zu können? Auch zwingt jede Krise zur Selbstreflexion und bringt die Sinnfrage aufs Tapet.

Also genießen wir so gut wir können – das was wir haben: Zeit oder Geld. Und wer beides hat – darf sich der Sinnhaftigkeit des Genusses widmen und als Unternehmer “Lebenssinn” in seine Produkte bringen.

Doch eines hat wirklich Sinn: den Genuss an unserer Natur auch noch nachfolgenden Generationen zu ermöglichen.

Ihre Cornelia Scala-Hausmann

 

erschienen in:


Besser Wohnen Verlagsges.m.b.H.
Stelzhamergasse 4/9
A-1030 Wien
www.besser-wohnen.co.at

… dieses Zitat stammt von Jonathan Swift und begleitet mich schon seit 18 Jahren, als ich meine Werbeagentur in Wien gegründet hatte. Visionäre sehen, was andere noch nicht erkennen können, und sie richten ihr gesamtes Leben nach ihrer Vision aus. Schätzungsweise gibt es weltweit rund 270 Millionen visionäre Menschen! (Quelle: Der Visionär) Wie viele davon Ihre Vision tatsächlich leben, darüber konnte ich noch keine Daten finden.

Wenn ich diese Zeilen schreibe, sitze ich 10.000 Meter über der Erde in einem Flieger der Air France, der mich zur „Florimell“, meinem „schwimmenden Büro“ bringt. So hoch über den Wolken ist die Perspektive natürlich eine grenzenlose… alles scheint möglich… es ist so wichtig, regelmäßig Abstand vom Alltag zu nehmen.

Ich muss an Goethe denken, der Reisen ebenfalls als die ideale Möglichkeit dafür gesehen hatte… Hauptsache eine Zeit aussteigen aus dem Üblichen, Bekannten, „Normalen“.

Jetzt, mit 10 Stunden Zeit über dem Atlantik, ist es gut, darüber zu sinnieren und zu lesen. Vor mir liegt der „Visionär“ – einer Zeitschrift, die ausschließlich über Visionäre berichtet, die ihre Visionen umsetzen. Das ist ansteckend 😉 und lässt selbst visionieren …

Meine Vision war und ist es, die Winterhälfte des Jahres auf einem Schiff zu verbringen und von dort aus zu arbeiten. Die Umsetzung dieser Vision hilft mir, wiederum andere Visionen, wie z.B. Projekte, die die Welt im Kleinen zum Besseren verändern, umzusetzen. Bisher konnte ich erfreulicher Weise viele meiner Visionen bereits leben… einige warten noch.

Hallo…steigen SIE, ja Sie! doch mal kurz zu mir in den Flieger… und sinnieren Sie mit mir…

Stellen Sie sich die unendliche Weite des hellblauen Himmels vor, Wolken und viel Wasser unter uns. Keine Details sind zu erkennen, nur das Wesentliche ist sichtbar.

Ich frage Sie also hier, hoch über den Wolken und jenseits aller alltäglicher Dinge… Was sind IHRE Visionen?

• Ihre große Lebensvision, um die sich alle Ihre anderen Visionen drehen?

• Was war Ihre Vision, als Sie ca. 16 Jahre alt waren?

• … und als Sie 28, 35, 42 etc. Jahre alt waren oder sind?

• Ihre Vision für Beruf und Berufung? Heute und damals?

• Ihre Vision für eine Beziehung?

• … generell für Ihr Leben ab 50 Jahren?

Wie meinen Sie? …schwierig? …keine Zeit für sowas? …haben Sie sowieso immer präsent? …keine Sehnsüchte? …es passt alles? …

Mir geht es genauso… wäre da nicht ein guter Freund und Partner, der direkt am Leben lebt und mich immer wieder rausreißt aus unwesentlichen Dingen… dorthin bin ich nun unterwegs… wenn Sie wollen, nehme ich Sie mit…

Herzlich

Ihre
Cornelia Scala-Hausmann

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