Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen Traum. Und stellen Sie sich weiter vor, es wäre etwas völlig Neues, das die Menschen unbedingt brauchen würden. Wie würden Sie es zu den Menschen bringen? Im normalen Handel? Oder doch direkt zum Menschen? Durch Vorträge oder Workshops? Online? Oder persönlich? Oder auf ganz andere Art und Weise?
Es lohnt sich mal genau darüber nachzudenken. Denn wir sind schon so konditioniert, dass wir oft das Plausible für unpassend und das Unplausible für passend erachten. So ist nicht alles, das auf unüblichen Wegen zu uns findet, gleich suspekt – und was auf üblichen Wegen zu uns kommt, ist nicht automatisch gut.
Auf Reisen verliert man die Angst, angesprochen zu werden. Man lernt, erst mal zuzuhören um dann bestimmt ja oder nein zu sagen. Nur Unsicherheit wird ausgenutzt. Gebe ich meine Antwort selbstbewusst – wird es akzeptiert. Auch, wenn ich sage „Ich weiß es nicht“. Die Angst, nicht nein sagen zu können, kommt nicht vom Gegenüber, sondern aus uns selbst. Niemand zwingt uns zu irgendetwas. Und doch können uns oft wichtige Informationen entgehen, nur weil wir aus Unsicherheit oder Vorurteilen heraus die Scheuklappen anlegen und vorbei gehen. Misstrauen ist kein Weg zum Erfolg, wie wir alle wissen. Vertrauen und gutes Urteilsvermögen schon eher. 
Drum heißt es immer: Offen für alles sein – in Kontakt gehen und prüfen, ob es für uns selbst passt – was nicht heißen muss, dass es für andere nicht passt. Ganz so wie es in der Erneuerungskompetenz im Zukunftskompass® beschrieben ist. 😉

Jede Erneuerung entsteht aus einem Traum im Sinne einer Vision. Ich versuche immer, meine Träume groß zu halten… und wenn es manchmal schwer wird – suche ich mir den größten Baum, den ich finden kann (hier ein Mammutbaum in Wien 18) und richte mich nach ihm aus. Seine großen Äste, die mich wie Arme halten und aufrichten, ziehen mich wieder aus dem Schlamm der Zweifel. Inspirationen kommen aus den hohen Höhen der Wipfel – und schon geht es mit Freude weiter – neue Ideen – neue Produkte – neue Termine – neues Leben!

Mit sommerfreudigen Grüßen
Cornelia Scala-Hausmann

Nach dem letzten Sprung in die Fluten bin ich wieder an Land gegangen und halte mein Wort, mich im März wieder zu melden.
Ich feierte gestern meinen 54. Geburtstag und frage mich, was ich im Leben noch so erreichen will… Gesundheit – Unabhängigkeit – und natürlich so gut es geht: Freiheit! 
Die ewige Ebbe und Flut im Leben lässt diese Werte immer wieder kommen und gehen – doch nach einiger Zeit vertraut man auf die Gezeiten des Lebens…

Hier einige Inputs für mehr Freiheit im Leben – nicht, weil ich alles weiß – sondern, weil ich gerne weitergebe, was bei mir funktioniert hat. 
www.lascala.cc, www.zukunftskompass.at



+++ Geschrieben unterwegs nach Panama Stadt +++

Haben Sie es nicht auch manchmal satt, ständig etwas bezwecken zu müssen? Gibt es eine kleine Sehnsucht danach, einfach mal etwas nur aus Freude zu tun? Oh – ich verstehe – im Business-Context gar nicht passend? – Dabei sind die besten Geschäfte auf unserem Globus aus Begeisterung heraus entstanden! 

Vor 10 Jahren habe ich das Institut für Zukunftskompetenzen (IFZ) mit Harald Schellander gegründet. Und jedes Jubiläum läutet einen neuen Abschnitt ein! Nach 3 Jahren Segelreise (www.florimell.at) gibt es viele Impulse aus aller Welt, die ich (mit)teilen möchte. 
Die steife Geschäftswelt lasse ich hinter mir – oder hab ich das nicht ohnehin schon längst? – und ich wage es, vom „Sie“ zum „Du“ zu wechseln – Dir aber dennoch einige Inputs zu geben, die durchaus für Deinen Beruf von Nutzen sein können. 

Daher wird es neben meiner Flaschen- oder Lebenspost im IFZ-Newsletter ab März 2019 ab und zu persönliche News von mir geben, in denen ich Dir mit jedem Mal etwas schenken möchte. Sei es für Deinen Beruf oder für Dich selbst. Es soll Dich aufheitern und stärken. Denn das kann jeder von uns in jeder Situation gut brauchen. 

Wenn Du dabei sein möchtest, brauchst Du nichts weiter tun.
Wenn Du es nicht möchtest, trage Dich bitte am Ende des Newsletters aus und Du wirst verlässlich nichts mehr von mir lesen.

Falls Du dabei bleibst, wirst Du ab März 2019, wenn ich wieder von meiner nächsten Reise zurück bin, die erste Überraschung im Postfach haben. 

Bis dahin wünsche ich Dir einen guten Start in Deine Träume und Ziele für 2019!

In einem Land, das 93 Jahre für seine Autonomie gekämpft hat, das seine Vision von Freiheit nie aufgegeben hat, spürt man den starken Stolz der Menschen, die ihre Identität hochhalten. Die Kuna-Indios in Guna Yala.

Das motiviert Mitsegler, ihr eigenes Leben Revue passieren zu lassen und sich auch immer wieder nach Sinn und Ausrichtung zu fragen. So haben wir täglich angeregte Gespräche über das Leben, Gott und die Welt… 

Das Jahr 2019 ist noch jung und lädt zum Visionieren ein. Egal, ob mit 32 oder 72 denken unsere Mitsegler über ihre Visionen nach. Was will ich wirklich in dieser Welt? 

Eine persönliche Vision entsteht immer aus einer Sehnsucht heraus. Und wenn wir uns das, wonach wir uns sehnen, genau im Detail vorstellen – dann gehört es schon zu uns, ist ein Teil von uns geworden, weil wir es bereits denken können. Andererseits müssen wir es erst werden – und sind es daher noch nicht. Es ist eine Spannung zwischen Sein und Nichtsein, in der wir ständig leben – ein nie endendes Werden.

Solange wir Visionen haben, fühlen wir uns lebendig, spüren unsere Schöpferkraft und Eigenmacht. Hat ein Mensch keine Visionen mehr, will er nichts mehr im Leben erreichen, hat er keine Sehnsüchte mehr, keine Neugierde… dann wird sein Leben statisch und damit über kurz oder lang eintönig. Es kommt zum Stillstand und der gleicht dem Tod.

Visionen bedeuten also Leben. Und immer wieder sollen wir uns fragen: Was oder wie wollen wir unser Leben leben? Unseren Beruf, unsere Beziehung, unsere Position in einer Gesellschaft?

Wie wollen SIE es leben?

„Die Tiefe eines Menschen liegt in seinen Gedanken.“ (Pietro Archiati)

Und je größer wir denken, desto mehr wird im Leben möglich. Ich möchte sogar behaupten, das Glück eines Menschen liegt in der Größe seinen Gedanken.

An diesen Themen arbeite ich zur Zeit an meinem nächsten Buch, denn ich liebe es zu visionieren – und damit liebe ich die Zukunft – das bringt mich auf eine neue Wortschöpfung: Philovision!Wenn Sie es auch lieben, lebendig zu sein und Ihr Leben immer wieder neu zu erschaffen, philovisionieren Sie mit mir! 

Schreiben Sie Ihre Gedanken nieder – prüfen Sie, ob es einfach nur Wünsche sind, oder wirkliche Lebensvisionen. Das Philovisionieren beginnt im ganz Großen und bricht erst dann Ziele herunter. Man passt die Ziele der Vision an – und nicht umgekehrt! 

„Die Garantie für ein unglückliches Leben ist, ausschließlich den Zielen anderer Menschen zu folgen.“ (Dr. J. Wolbersen)

Folgen wir den Zielen, die zu unserer eigenen Vision passen, empfinden wir es nicht als anstrengend. Eine echte Lebensvision stellt eine unerschöpfliche Energiequelle dar, die beflügelt und eine innere Begeisterung entwickeln lässt, die uns motiviert. In diesem Schaffensmodus erleben wir den „Flow“. Daher ist es entscheidend für uns, diejenigen Ziele zu verfolgen, die uns unserer Vision näher bringen. Hier sind wir auch immer in einem für die Menschheit konstruktiven Bereich unterwegs. Erst wenn Schmerz und Enttäuschung falsch kanalisiert werden, entstehen „kranke“ Visionen, wie Rache, Macht und Zerstörung, basierend auf Hass, der aus einer durchlebten Ohnmacht heraus geboren wurde. 

Derartig fehlgeleitete Visionen machen, wie wir aus unzähligen Beispielen wissen, nach erfolgreicher Umsetzung keineswegs glücklich. Da jeder Mensch jedoch im Innersten nach Glück sucht, und nur Lebensvisionen im konstruktiven Sinne glücklich machen können, sind für mich nur diese als Philovision relevant.

Somit wünsche ich Ihnen, dass Sie IHRE Vision finden und lieben lernen – und falls Sie dabei Unterstützung brauchen, kommen Sie doch zu den diesjährigen Tagen der Zukunft! – Denn sie sind heuer unser aller Visionen gewidmet!

Ihre

Cornelia Scala-Hausmann

Dass man Mut nicht oder doch kaufen kann, habe ich letzten Juni anlässlich der Tage der Zukunft, die das Thema „Zukunftskraft : Mutig sein“ hatten, ausgeführt. (Mut kann man nicht kaufen) – hinterlegen mit link: https://www.zukunftskompetenzen.at/blog/2018/06/)

Zum Jahreswechsel – noch in weißer Kälte – juckt es mich, ein wenig übermütig zu sein und den „Mut“ mal von ganz anderer Seite zu betrachten… 

Ein Mensch sieht sich im Edelmut,

wo Demut meistens täte gut.

Andere im Gleichmut gehen, 

wo Wagemut nur könnt bestehen.

Mannesmut wird viel zu selten

an Stelle von Wankelmut gelten.

Und Missmut gehört abgeschafft,

mutwillig hinweg gerafft.

Mit Wehmut oft die Welt ich seh’,

politisch’ Unmut übergeh.

Doch all die Schwermut rund umher,

mein’ Lebensmut nicht nimmt so schwer.

Drum 2019 will ich mutig starten,

wohlgemut aufs Gute warten,

Hochmut gegen Sanftmut tauschen,

und frohgemut ins Neue rauschen!

Ich wünsche Ihnen allen einen mutigen Start ins Neue Jahr!

Ihre

Cornelia Scala-Hausmann

Der November erfüllt derzeit alle meine Erwartungen. Nebelig und nicht zu kalt. Dennoch ist er eine seltsame Zwischenzeit. Ein „Dämmermonat“, der nicht ganz hell und auch nicht ganz dunkel ist. Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber ich fühle mich in einem wetter- und jahreszeitbedingten Dämmerzustand.

Ja, klar – es ist ein Übergang. Ein Übergang von Sommer zu Winter. Genannt Herbst. Aber darüber hinaus bietet er auch tiefere Dimensionen. Es geht um Ahnen und Ahnungen, um Seelen und Geister. Geister aus der Vergangenheit und Ahnungen in die Zukunft.

Kennen Sie solche seltsamen Zeiten, die sich irgendwie „dazwischen“ anfühlen? Wenn das Vergangene noch nachwirkt und das Neue noch nicht da ist…? Solch eine Zeit kann ganz schön nervend sein, wirkt orientierungslos und verlangt eine hohe Achtsamkeit in Rück- und Vorausschau. So gesehen ist der November ein perfekter Stellvertreter unserer Zeit:

 

Wir leben in einer Zwischenzeit, der Spanne zwischen zwei Zeitaltern… und wir sind weder in der einen, noch in der anderen.“ (John Naisbitt)

 

Ich selbst fühle mich auch in einem solchen Zwischenzustand. Arbeite Altes auf und plane Neues. Bin noch da, wo ich bin – spüre aber schon etwas Neues auf mich zukommen. Reisende kennen diesen Zustand sehr gut und wissen wovon ich rede. Es ist eine ganz eigene Lebenseinstellung, die manches gelassener sehen lässt.

Zwischenzeit… eine Zeit zwischen Jahres- und Lebenszeiten, zwischen Abfahrt und Ankommen, Ruhe und Sturm, Sammeln und Zerstreuen, Fixieren und Auflösen, Wehmut und Glück. In solchen Zeiten scheint alles in Schwebe zu sein und dennoch ist viel zu tun.

 

„Tätig zu sein ist des Menschen erste Bestimmung, und alle Zwischenzeiten, in denen er auszuruhen genötigt ist, sollte er anwenden, eine deutliche Erkenntnis der äußerlichen Dinge zu erlangen, die ihm in der Folge abermals seine Tätigkeit erleichtert.“ (Johann W. von Goethe)

 

Zwischen den Zeiten… ein unsichtbarer Raum, der sich aufdehnt in der Sicherheit des Undefinierten. Im Sport gibt er Auskunft über einen Status quo, der nicht endgültig ist. Die Zwischenzeit zwischen zwei definierten Zeitpunkten – Start und Ziel. Wir sind dabei weder in dem einen noch in dem anderen… ein „Jetzt“ zwischen Vorübergegangenem und Kommendem.

 

„Das Schönste im Leben ist, unterwegs zu sein. Sobald man angekommen ist, ist es vorbei.“ (Meine Großmutter, 93)

 

Eine Zeit, die also nicht im Fokus ist. Die parallel unbemerkt vergeht, sodass man sich oft fragt, was in der „Zwischenzeit“ geschehen ist?

Bevor es Ihnen, werte Leser, zu philosophisch wird – obwohl der November dazu förmlich einlädt – zum Abschluss ganz pragmatisch: JETZT ist die Zeit, zwischen Nach- und Vorsorge zu verweilen und  in diesem „Leo“ des Undefinierbaren unsere Freude, Trauer, Furcht und Hoffnung zu erkennen, die unser Leben lebenswert machen. Und lachenden Auges den nächsten Schritt zum Ziel namens „Leben“ zu machen.

 

„Eines Menschens Ziel ist niemals ein Ort, sondern eine neue Art, die Dinge zu sehen.“ (frei nach Henry Miller)

 

Und wenn wir den Blick weit werden lassen, merken wir – es sind unzählige Mitstreiter mit uns unterwegs. Wir sind nicht allein auf unserem Weg in die Zukunft. Wir müssen nur die Hände ergreifen, die uns entgegen gehalten werden… und sie in Menschlichkeit schütteln.

 

…eine davon ist meine.

 

Ihre

Cornelia Scala-Hausmann

 

Was braucht man, wenn man einen Kurs nehmen will? Idealer Weise einen Kompass.

Im Interview mit Harald Schellander (Instituts-Mitbegründer und langjähriger Firmenpartner) erzählte Cornelia auf der Buchpräsentation im Seeport Pörtschach am Wörthersee vor ca. 40 Besuchern über Ihre Sehnsüchte, Erfahrungen und Grenzen auf dieser Segelreise, abseits von Bequemlichkeit oder Tourismus, und leitete daraus auf 12 essenzielle Zukunftskompetenzen über. Besonders die Entscheidungskompetenz war im Fokus der Lesung und Thema der Publikumsfragen und sorgte für spannende Diskurse.

 

Erste Leser-Feedbacks:

 

„…bin mit dem Kapitel Salutogenese gerade fertig, bin sehr berührt und auch ein wenig traurig über mich. Werde etwas Ordnung machen, einige Strukturen verändern und nach 67 Buchseiten! Danke für diesen sehr deutlichen Impuls dazu, der für mich exakt zur richten Zeit kommt.“

 

„…die ersten 50 Seiten habe ich schon nonstop verschlungen – sehr spannend!“

 

„…Ich wollte dir auch noch sagen, dass ich heute Nacht in deinem Buch gelesen hab. Das Kapitel über Resilienz. Wir haben zurzeit eine schwierige Phase mit einem Geschäftspartner zu bewältigen und ich muss sagen, es hat mir gut getan zu lesen, welche Schritte hier sinnvoll durch- und wieder hinausführen. Du hast das sehr gut aufgelistet und beschrieben! Ich bin schon gespannt auf die anderen Kapitel!“

 

Vor 10 Jahren noch mit vielen Fragezeichen und Unverständnis behaftet, sind Kompetenzen heute in aller Munde und jedem Lehrplan. Leider allzu oft jedoch nur als Worthülse ohne wirkliche Umsetzungskraft. Dieses Buch stellt eine Zusammenfassung und Orientierung durch die wichtigsten Kompetenzen dar, die es für unsere Zukunft braucht. Als „Zukunftskompass®“ weist es die Richtung und den nächsten Schritt. Jede Kompetenz wird erklärt, mit Studien hinterlegt und für alle Bereiche des Lebens zusammengefasst. Best Practice Empfehlungen und Selbst-Tests sorgen für den Transfer in den Alltag. Auszüge aus Cornelia’s Reise-Logbuch mit dem Katamaran Florimelldurch die Gewässer von Europa, Westafrika, Südamerika, Karibik und Mittelamerika sorgen für Spannung.

Zukunftsaussichten

Die Autorin schreibt bereits an ihrem nächsten Buch – „Systemischer Zukunftskompass® – Mein Weg in die Zukunft – Das Arbeitsbuch“. Hier wird die Methode zur Arbeit mit sich selbst, mit Klienten oder im Team erläutert.

Und danach folgt ein Reisebuch über die wichtigsten Erfahrungen aus 20.000 Seemeilen über 4 Kontinente mit Harald Klärner – ihrem Lebenspartner und Captain der Florimell.

Das Thema Reisen ist allerdings noch lange nicht abgehakt – jedoch sucht Cornelia nach „Reisen mit Sinn und Aufgaben, denn erholen kann man sich zu Hause besser!“ lacht sie. So macht sie jetzt nur eine Reisepause um zu schreiben und zu regenerieren – und dann wird es weiter gehen in die Welt, um den Horizont zu erweitern und immer offen zu halten.

 

„Schauen wir nicht nur über den Tellerrand, schauen wir über den nächsten Horizont!“

ist ihr Schlusssatz im erschienenen Buch, der uns aufruft, Neues zu wagen.

 

Nächste Termine:

Buchlesung Wien: 6. Dezember 2018 um 18.30 Uhr  in Heidi’s Zauberpark

Buchlesung NÖ: 8. Dezember 2018 um 17.00 Uhr in Seymann’s Weinhandwerkerei

Buchlesung Kärnten: 26. Juni 2019 um 20.00 Uhr im Hotel Hochschober

(weitere folgen.) 

Buchdaten

 

 

Wenn Vögel in den Süden fliegen und Menschen von ihren Ausflügen zurückkehren

 

Während sich derzeit viele Vögel für ihren Abflug rüsten, kehren Menschen heim von sommerlichen Auszeiten, Urlauben, Abenteuern und Neuentdeckungen.

Auch ich werde nicht gleich wieder im Oktober abreisen um Neues zu entdecken – vielmehr braucht es jetzt etwas Konsolidierung nach Jahren des Ausschwärmens. Mein „Nest“ ist die „Villa Mitzi“ in Pulst, mit einigen echten Vogelnestern im Dach.

 

“Nichts ist vergleichbar mit dem guten Gefühl, an einen vertrauten Ort zurückzukehren und zu merken, wie sehr man sich verändert hat.” (Nelson Mandela)

 

Die letzten vier Jahre waren voll von Aktion und Neuorientierung. Sowohl an Bord der Florimell als auch die Vorbereitungen und Zwischenlandungen in Kärnten und Wien. Jeder Sommer brachte Neueroberung und Neuausrichtung.

Das Zwischenlanden der letzten drei Sommer vom Boot nach Österreich war kurzweilig und voller Programm und Erledigungen. Kaum angekommen, ging es schon wieder ums Durchstarten.

 

Der Geist sucht ständig neues, während die Seele noch verarbeitet. 

 

Und körperlich hatte ich auch einiges zu tun mit wechselnden Klimazonen, Zeitzonen, extremer Hitze, Schlafentzug und zuletzt auch mit netten guatemaltekischen Parasiten, die mich vor einigen Jahrzehnten noch auf die „letzte Reise“ geschickt hätten.

 

Intern kam die Order „Darm an Großhirn: Brauch mal Pause!“ – und mein Großhirn war in der alljährlichen Heimkehr-Erledigungsflut schwammig genug, es durchzulassen. So sickerte es ins Bewusstsein und ich beschloss zur Abwechslung mal darauf zu hören und zumindest bis Jänner in Österreich zu bleiben – nach drei winterlosen Lebensjahren mit gemischten Wettergefühlen.

 

Aber 2018 – erneut ein „El Niño-Jahr“ mit unzähligen Wirbelstürmen auf den Ozeanen – könnte auch in unseren Breiten einen unerwarteten Winter bringen. Und wenn die Heizkosten im Jänner und Februar so richtig steigen, folge ich gern den Zugvögeln in den Süden.

 

Sie sagten, dass alles nur eine Reise sei, wo nur dann mal Pause ist in den kurzen Momenten, wo du zuhause bist. (Prinz Pi, Album: Kompass Ohne Norden)

 

Doch zuvor spüre ich eine andere Freude in mir – ein warmes Gefühl, wenn ich an Herbstwetter denke, an Novembernebel, an bunte Blätter, Kastanien, Bratäpfel, Maroni, Kaminfeuer, an die Wiener Christkindlmärkte, ans Eislaufen auf Kärntner Seen und sonnige weiße Berggipfel.

Etwas in mir freut sich auf Einkehr, auf eine Zeit, die mehr für geistiges Arbeiten als für körperliches Tun geeignet ist.

 

Der Mensch bereist die Welt auf der Suche nach dem, was ihm fehlt. Und er kehrt nach Hause zurück, um es zu finden. (George Moore)

 

 

Der vergangene Sommer verging viel zu rasch und erst jetzt komme ich langsam zur Ruhe. Ein Teil in mir will weiter reisen, wieder Neues erleben und wieder aufbrechen – ja, es kann tatsächlich zur Sucht werden.

Also lasse ich die Schwalben ziehen und bleibe erstmal bei den Spatzen und Amseln im Nest bevor ich weiter fliege.

 

Und schreibe an meinem nächsten Buch …

 

… obwohl – diese Temperaturstürze der letzten Tage …

 

 

mit herbstlichen Grüßen

 

Ihre

Cornelia Scala-Hausmann

Könnten Sie auf Google verzichten?

Viele können es nicht. In den USA müsste man einer Person im Schnitt 17.000 US$ zahlen, damit er oder sie ein Jahr lang keine Suchmaschinen nützt. Vor allem Menschen, die beruflich viel recherchieren müssen, ersparen sich Unmengen an Zeit gegenüber ihrer Vorgänger, die noch ohne dem auskommen mussten.

 

Was ist Ihnen Google & Co wert?

Oder e-mail, smartphone, Youtube, 9gag usw?

 

Oder gehören Sie zu dem Drittel der Österreicher, die kein smartphone haben und so gut es geht, einen Bogen um all das machen? (Dafür aber Zeitung und Fernseher abonnieren?)

 

Kein Vorteil ohne Nachteil – pflegte meine Großmutter „Mitzi“ aus dem vorvorigen Jahrhundert immer zu sagen. Und wie immer hat sie recht. Es liegt also wieder an uns selbst, was wir daraus machen.

Einige Gruppen pflegen ja bereits eine „Offline-Zeit“ – und zwar gewollt, nicht gezwungenermaßen! Dabei wird bewusst, dass der Mensch die Maschine bedient und nicht von der Maschine kontrolliert wird. Dennoch ist das Team „Mensch & Maschine“ kein schlechtes. Mensch allein macht Fehler. Aber auch Maschine allein macht Fehler! Gemeinsam liefern wir die besten Ergebnisse.

 

Wir sollten die Technik also bestmöglich nützen. Bestmöglich bedeutet nicht, dass wir ihre Sklaven werden, sondern eben genau umgekehrt – sie sollen unsere sein 😉

Und je besser wir sie kennen, desto größer ihr Nutzen für uns. So ist die Digitalisierung in den letzten Jahren das große Thema geworden.

 

Die Digital Economy verändert Unternehmen und deren Abläufe. In einer Sekunde wird heute mehr Information über das Internet ausgetauscht, als vor 20 Jahren im gesamten Internet gespeichert war! Dazu kommen nun neue Märkte wie 3-D-Druck oder selbst fahrende Autos. Unsere technischen Entwicklungen sind eines – damit verantwortungsbewusst umzugehen, ohne sie von vornherein zu negieren, ein anderes. Nicht die Technik an sich verändert die Welt, sondern unser Umgang mit ihr. Und das liegt am Menschen selbst.

Wir hören zwar immer nur, dass die neuen Medien eine Gefahr darstellen, dabei verfügt nur knapp die Hälfte aller Führungskräfte im deutschsprachigen Raum über digitale Fähigkeiten. Bei Mitarbeitern ist es überhaupt nur ein Drittel. Und das digitale Wissen, das bei den Führungskräften vorhanden ist, reicht nicht, um damit führen zu können. Nun könnte man meinen, das müsse auch nicht sein – doch in der neuen Führungsära wird es ohne digitale Vernetzung und ohne Fertigkeiten in diesem Bereich schwierig.

In einer Gender-Shift-Gesellschaft muss Arbeit immer flexibler gestaltet werden. Für 87 % aller Frauen und Männer ist eine Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben wichtig. Dabei geht es schon lange nicht mehr um die sogenannte Work-Life-Balance, sondern um die freie Gestaltung des Arbeits- und Privatlebens unabhängig von Zeit und Raum. Und das ist mit digitalen Hilfsmitteln und sozialen Technologien heute einfach zu bewerkstelligen. Voraussetzung für ein gesundes Gelingen ist ein bewusster Umgang damit. Arbeitszeit wird Lebenszeit. *

 

Ich sitze jetzt im Zug nach Wien und nutze die Möglichkeit, in Ruhe zu arbeiten. Aber eigentlich wäre ein wenig Ruhe ohne Arbeit auch ganz fein. Also werde ich die Gelegenheit nützen und sämtliche Gerätschaften auszuschalten. Einfach mal beim Fenster rausschauen und die Gedanken kommen und gehen lassen.

 

Wer weiß, wie lange ich es aushalten… vielleicht schlafe ich sogar ein und lasse die Zeit „ungenutzt“ verstreichen… aber vielleicht ist sie so für mich von größtem Nutzen 😉

 

Ihre Cornelia Scala-Hausmann

…das war eine Aussage meiner Großmutter aus dem 19. Jahrhundert. Hatte sie recht? Was ist „Mut“ in Wahrheit und wann ist jemand wirklich „mutig“?

Irgendwie, meine ich, kann man sich Mut doch kaufen – in Form von anderen Personen, die dafür bezahlt werden, mutig ihr Leben für andere einzusetzen. (Soldaten, Katastrophenschutz, Ärzte etc.)

Aber was, wenn man in einem Bereich mutig sein soll, den kein anderer für uns übernehmen kann?

In Beziehungen zum Beispiel – im Zusammenspiel mit anderen Menschen bei Arbeit, Sport und Familie.

Oder einfach im Äußern der eigenen Meinung! Auch wenn man dadurch aneckt oder eine Konfrontation riskiert.

…und da ist das Schlüsselwort – „Risiko“ – das ist ein Wort, das mit „Mut“ einhergeht. Ohne Risiko braucht es keinen Mut. Ein Risiko beinhaltet immer auch die Gefahr eines Verlusts, sonst wäre es ja keines. Sei es Geld, Leben, oder ein geliebter Mensch, den wir verlieren können.

„Mut definiert sich als Aktion im Angesicht von Angst“, schreiben Forscher des Weizmann-Instituts in Israel in ihrer Studie aus dem Jahr 2010.

Auch heute noch geht es häufig um den Einsatz des eigenen Lebens, wenn jemand mutig eine Aufgabe übernimmt! So mancher Greenpeace-Aktivist landet im Gefängnis, wenn er mutig gegen Konzerne oder Regierungen eintrat und in einigen Ländern verschwinden immer noch Menschen, die mutig ihre Meinung äußern!

Forscher haben durch Gehirnmessungen fest gestellt: Mut heißt, gegen seine Natur, gegen die innere Unruhe zu handeln. Es geht um eine Handlung TROTZ Angst. („Die Presse“, Print-Ausgabe, 24.03.2013)

Es scheint so zu sein, dass sich Mut proportional mit Angst entwickelt. Je mehr Angst ein Mensch hat, desto eher kommt er an eine Grenze, wo er sich zwischen totalem Verlust an Selbstbestimmung (einer völligen Unterordnung entgegen eigener Prinzipien) und einem Aufbegehren entscheiden muss.

Angst und Mut gehören also zusammen – wer keine Angst hat, braucht nicht mutig zu sein!

So ist unsere Historie voll von Helden, die mutig waren zu sterben – aber es gibt auch genügend Menschen, die nicht mutig genug waren, zu leben.

 

Mut kann man nicht kaufen – aber man kann ihn doch erwerben. Wie?

…indem man sich seiner Angst stellt.

Und ihr nicht nur ins Gesicht sieht, sondern auf sie zugeht. Dann bemerkt man, dass sie beginnt, zurückzuweichen, immer kleiner zu werden, bis sie vielleicht sogar verschwunden ist. Mut ist also die beste Waffe gegen unsere Ängste. Aber wir müssen damit auf sie „zielen“. Wenn wir ausweichen, ihnen gut zureden oder sie sogar gut heißen, werden sie uns immer mehr vereinnahmen und bestimmen.

 

„Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut.“ (Perikles)

Manche meinen, Mut hätte etwas mit Dummheit zu tun. Andere finden es weit dümmer, in seiner Angst stecken zu bleiben. Vorsicht ist ja nicht verkehrt, ein Abwägen der Konsequenzen kann zeigen, auf was man sich einlässt. Tut man es aber trotzdem, weil es nötig ist – dann darf man sich mutig nennen.

 

„Wenn die Sehnsucht größer ist als die Angst, wird der Mut geboren.“ – Seneca (römischer Philosoph)

Es geht also anscheinend darum, genau das zu tun, was uns schwerfällt; was unserer üblichen Herangehensweise widerspricht; was uns aus unserer Sicherheitszone herauskatapultiert.

 

Sicher – das kann man nicht andauernd machen, denn es kostet Kraft. Doch wenn wir es wagen, mutig durch eine Angst hindurch zu gehen, erhalten wir sogar einen Energiezuwachs, plötzlich fließt ungeahnte Kraft durch uns hindurch.

 

Und das nennt man dann Selbstvertrauen!

 

Ich freue mich über all die mutigen Projekte von couragierten Menschen an den kommenden Tagen der Zukunft,

 

Ihre Cornelia Scala-Hausmann

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