Der November erfüllt derzeit alle meine Erwartungen. Nebelig und nicht zu kalt. Dennoch ist er eine seltsame Zwischenzeit. Ein „Dämmermonat“, der nicht ganz hell und auch nicht ganz dunkel ist. Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber ich fühle mich in einem wetter- und jahreszeitbedingten Dämmerzustand.

Ja, klar – es ist ein Übergang. Ein Übergang von Sommer zu Winter. Genannt Herbst. Aber darüber hinaus bietet er auch tiefere Dimensionen. Es geht um Ahnen und Ahnungen, um Seelen und Geister. Geister aus der Vergangenheit und Ahnungen in die Zukunft.

Kennen Sie solche seltsamen Zeiten, die sich irgendwie „dazwischen“ anfühlen? Wenn das Vergangene noch nachwirkt und das Neue noch nicht da ist…? Solch eine Zeit kann ganz schön nervend sein, wirkt orientierungslos und verlangt eine hohe Achtsamkeit in Rück- und Vorausschau. So gesehen ist der November ein perfekter Stellvertreter unserer Zeit:

 

Wir leben in einer Zwischenzeit, der Spanne zwischen zwei Zeitaltern… und wir sind weder in der einen, noch in der anderen.“ (John Naisbitt)

 

Ich selbst fühle mich auch in einem solchen Zwischenzustand. Arbeite Altes auf und plane Neues. Bin noch da, wo ich bin – spüre aber schon etwas Neues auf mich zukommen. Reisende kennen diesen Zustand sehr gut und wissen wovon ich rede. Es ist eine ganz eigene Lebenseinstellung, die manches gelassener sehen lässt.

Zwischenzeit… eine Zeit zwischen Jahres- und Lebenszeiten, zwischen Abfahrt und Ankommen, Ruhe und Sturm, Sammeln und Zerstreuen, Fixieren und Auflösen, Wehmut und Glück. In solchen Zeiten scheint alles in Schwebe zu sein und dennoch ist viel zu tun.

 

„Tätig zu sein ist des Menschen erste Bestimmung, und alle Zwischenzeiten, in denen er auszuruhen genötigt ist, sollte er anwenden, eine deutliche Erkenntnis der äußerlichen Dinge zu erlangen, die ihm in der Folge abermals seine Tätigkeit erleichtert.“ (Johann W. von Goethe)

 

Zwischen den Zeiten… ein unsichtbarer Raum, der sich aufdehnt in der Sicherheit des Undefinierten. Im Sport gibt er Auskunft über einen Status quo, der nicht endgültig ist. Die Zwischenzeit zwischen zwei definierten Zeitpunkten – Start und Ziel. Wir sind dabei weder in dem einen noch in dem anderen… ein „Jetzt“ zwischen Vorübergegangenem und Kommendem.

 

„Das Schönste im Leben ist, unterwegs zu sein. Sobald man angekommen ist, ist es vorbei.“ (Meine Großmutter, 93)

 

Eine Zeit, die also nicht im Fokus ist. Die parallel unbemerkt vergeht, sodass man sich oft fragt, was in der „Zwischenzeit“ geschehen ist?

Bevor es Ihnen, werte Leser, zu philosophisch wird – obwohl der November dazu förmlich einlädt – zum Abschluss ganz pragmatisch: JETZT ist die Zeit, zwischen Nach- und Vorsorge zu verweilen und  in diesem „Leo“ des Undefinierbaren unsere Freude, Trauer, Furcht und Hoffnung zu erkennen, die unser Leben lebenswert machen. Und lachenden Auges den nächsten Schritt zum Ziel namens „Leben“ zu machen.

 

„Eines Menschens Ziel ist niemals ein Ort, sondern eine neue Art, die Dinge zu sehen.“ (frei nach Henry Miller)

 

Und wenn wir den Blick weit werden lassen, merken wir – es sind unzählige Mitstreiter mit uns unterwegs. Wir sind nicht allein auf unserem Weg in die Zukunft. Wir müssen nur die Hände ergreifen, die uns entgegen gehalten werden… und sie in Menschlichkeit schütteln.

 

…eine davon ist meine.

 

Ihre

Cornelia Scala-Hausmann

 

Was braucht man, wenn man einen Kurs nehmen will? Idealer Weise einen Kompass.

Im Interview mit Harald Schellander (Instituts-Mitbegründer und langjähriger Firmenpartner) erzählte Cornelia auf der Buchpräsentation im Seeport Pörtschach am Wörthersee vor ca. 40 Besuchern über Ihre Sehnsüchte, Erfahrungen und Grenzen auf dieser Segelreise, abseits von Bequemlichkeit oder Tourismus, und leitete daraus auf 12 essenzielle Zukunftskompetenzen über. Besonders die Entscheidungskompetenz war im Fokus der Lesung und Thema der Publikumsfragen und sorgte für spannende Diskurse.

 

Erste Leser-Feedbacks:

 

„…bin mit dem Kapitel Salutogenese gerade fertig, bin sehr berührt und auch ein wenig traurig über mich. Werde etwas Ordnung machen, einige Strukturen verändern und nach 67 Buchseiten! Danke für diesen sehr deutlichen Impuls dazu, der für mich exakt zur richten Zeit kommt.“

 

„…die ersten 50 Seiten habe ich schon nonstop verschlungen – sehr spannend!“

 

„…Ich wollte dir auch noch sagen, dass ich heute Nacht in deinem Buch gelesen hab. Das Kapitel über Resilienz. Wir haben zurzeit eine schwierige Phase mit einem Geschäftspartner zu bewältigen und ich muss sagen, es hat mir gut getan zu lesen, welche Schritte hier sinnvoll durch- und wieder hinausführen. Du hast das sehr gut aufgelistet und beschrieben! Ich bin schon gespannt auf die anderen Kapitel!“

 

Vor 10 Jahren noch mit vielen Fragezeichen und Unverständnis behaftet, sind Kompetenzen heute in aller Munde und jedem Lehrplan. Leider allzu oft jedoch nur als Worthülse ohne wirkliche Umsetzungskraft. Dieses Buch stellt eine Zusammenfassung und Orientierung durch die wichtigsten Kompetenzen dar, die es für unsere Zukunft braucht. Als „Zukunftskompass®“ weist es die Richtung und den nächsten Schritt. Jede Kompetenz wird erklärt, mit Studien hinterlegt und für alle Bereiche des Lebens zusammengefasst. Best Practice Empfehlungen und Selbst-Tests sorgen für den Transfer in den Alltag. Auszüge aus Cornelia’s Reise-Logbuch mit dem Katamaran Florimelldurch die Gewässer von Europa, Westafrika, Südamerika, Karibik und Mittelamerika sorgen für Spannung.

Zukunftsaussichten

Die Autorin schreibt bereits an ihrem nächsten Buch – „Systemischer Zukunftskompass® – Mein Weg in die Zukunft – Das Arbeitsbuch“. Hier wird die Methode zur Arbeit mit sich selbst, mit Klienten oder im Team erläutert.

Und danach folgt ein Reisebuch über die wichtigsten Erfahrungen aus 20.000 Seemeilen über 4 Kontinente mit Harald Klärner – ihrem Lebenspartner und Captain der Florimell.

Das Thema Reisen ist allerdings noch lange nicht abgehakt – jedoch sucht Cornelia nach „Reisen mit Sinn und Aufgaben, denn erholen kann man sich zu Hause besser!“ lacht sie. So macht sie jetzt nur eine Reisepause um zu schreiben und zu regenerieren – und dann wird es weiter gehen in die Welt, um den Horizont zu erweitern und immer offen zu halten.

 

„Schauen wir nicht nur über den Tellerrand, schauen wir über den nächsten Horizont!“

ist ihr Schlusssatz im erschienenen Buch, der uns aufruft, Neues zu wagen.

 

Nächste Termine:

Buchlesung Wien: 6. Dezember 2018 um 18.30 Uhr  in Heidi’s Zauberpark

Buchlesung NÖ: 8. Dezember 2018 um 17.00 Uhr in Seymann’s Weinhandwerkerei

Buchlesung Kärnten: 26. Juni 2019 um 20.00 Uhr im Hotel Hochschober

(weitere folgen.) 

Buchdaten

 

 

Wenn Vögel in den Süden fliegen und Menschen von ihren Ausflügen zurückkehren

 

Während sich derzeit viele Vögel für ihren Abflug rüsten, kehren Menschen heim von sommerlichen Auszeiten, Urlauben, Abenteuern und Neuentdeckungen.

Auch ich werde nicht gleich wieder im Oktober abreisen um Neues zu entdecken – vielmehr braucht es jetzt etwas Konsolidierung nach Jahren des Ausschwärmens. Mein „Nest“ ist die „Villa Mitzi“ in Pulst, mit einigen echten Vogelnestern im Dach.

 

“Nichts ist vergleichbar mit dem guten Gefühl, an einen vertrauten Ort zurückzukehren und zu merken, wie sehr man sich verändert hat.” (Nelson Mandela)

 

Die letzten vier Jahre waren voll von Aktion und Neuorientierung. Sowohl an Bord der Florimell als auch die Vorbereitungen und Zwischenlandungen in Kärnten und Wien. Jeder Sommer brachte Neueroberung und Neuausrichtung.

Das Zwischenlanden der letzten drei Sommer vom Boot nach Österreich war kurzweilig und voller Programm und Erledigungen. Kaum angekommen, ging es schon wieder ums Durchstarten.

 

Der Geist sucht ständig neues, während die Seele noch verarbeitet. 

 

Und körperlich hatte ich auch einiges zu tun mit wechselnden Klimazonen, Zeitzonen, extremer Hitze, Schlafentzug und zuletzt auch mit netten guatemaltekischen Parasiten, die mich vor einigen Jahrzehnten noch auf die „letzte Reise“ geschickt hätten.

 

Intern kam die Order „Darm an Großhirn: Brauch mal Pause!“ – und mein Großhirn war in der alljährlichen Heimkehr-Erledigungsflut schwammig genug, es durchzulassen. So sickerte es ins Bewusstsein und ich beschloss zur Abwechslung mal darauf zu hören und zumindest bis Jänner in Österreich zu bleiben – nach drei winterlosen Lebensjahren mit gemischten Wettergefühlen.

 

Aber 2018 – erneut ein „El Niño-Jahr“ mit unzähligen Wirbelstürmen auf den Ozeanen – könnte auch in unseren Breiten einen unerwarteten Winter bringen. Und wenn die Heizkosten im Jänner und Februar so richtig steigen, folge ich gern den Zugvögeln in den Süden.

 

Sie sagten, dass alles nur eine Reise sei, wo nur dann mal Pause ist in den kurzen Momenten, wo du zuhause bist. (Prinz Pi, Album: Kompass Ohne Norden)

 

Doch zuvor spüre ich eine andere Freude in mir – ein warmes Gefühl, wenn ich an Herbstwetter denke, an Novembernebel, an bunte Blätter, Kastanien, Bratäpfel, Maroni, Kaminfeuer, an die Wiener Christkindlmärkte, ans Eislaufen auf Kärntner Seen und sonnige weiße Berggipfel.

Etwas in mir freut sich auf Einkehr, auf eine Zeit, die mehr für geistiges Arbeiten als für körperliches Tun geeignet ist.

 

Der Mensch bereist die Welt auf der Suche nach dem, was ihm fehlt. Und er kehrt nach Hause zurück, um es zu finden. (George Moore)

 

 

Der vergangene Sommer verging viel zu rasch und erst jetzt komme ich langsam zur Ruhe. Ein Teil in mir will weiter reisen, wieder Neues erleben und wieder aufbrechen – ja, es kann tatsächlich zur Sucht werden.

Also lasse ich die Schwalben ziehen und bleibe erstmal bei den Spatzen und Amseln im Nest bevor ich weiter fliege.

 

Und schreibe an meinem nächsten Buch …

 

… obwohl – diese Temperaturstürze der letzten Tage …

 

 

mit herbstlichen Grüßen

 

Ihre

Cornelia Scala-Hausmann

Könnten Sie auf Google verzichten?

Viele können es nicht. In den USA müsste man einer Person im Schnitt 17.000 US$ zahlen, damit er oder sie ein Jahr lang keine Suchmaschinen nützt. Vor allem Menschen, die beruflich viel recherchieren müssen, ersparen sich Unmengen an Zeit gegenüber ihrer Vorgänger, die noch ohne dem auskommen mussten.

 

Was ist Ihnen Google & Co wert?

Oder e-mail, smartphone, Youtube, 9gag usw?

 

Oder gehören Sie zu dem Drittel der Österreicher, die kein smartphone haben und so gut es geht, einen Bogen um all das machen? (Dafür aber Zeitung und Fernseher abonnieren?)

 

Kein Vorteil ohne Nachteil – pflegte meine Großmutter „Mitzi“ aus dem vorvorigen Jahrhundert immer zu sagen. Und wie immer hat sie recht. Es liegt also wieder an uns selbst, was wir daraus machen.

Einige Gruppen pflegen ja bereits eine „Offline-Zeit“ – und zwar gewollt, nicht gezwungenermaßen! Dabei wird bewusst, dass der Mensch die Maschine bedient und nicht von der Maschine kontrolliert wird. Dennoch ist das Team „Mensch & Maschine“ kein schlechtes. Mensch allein macht Fehler. Aber auch Maschine allein macht Fehler! Gemeinsam liefern wir die besten Ergebnisse.

 

Wir sollten die Technik also bestmöglich nützen. Bestmöglich bedeutet nicht, dass wir ihre Sklaven werden, sondern eben genau umgekehrt – sie sollen unsere sein 😉

Und je besser wir sie kennen, desto größer ihr Nutzen für uns. So ist die Digitalisierung in den letzten Jahren das große Thema geworden.

 

Die Digital Economy verändert Unternehmen und deren Abläufe. In einer Sekunde wird heute mehr Information über das Internet ausgetauscht, als vor 20 Jahren im gesamten Internet gespeichert war! Dazu kommen nun neue Märkte wie 3-D-Druck oder selbst fahrende Autos. Unsere technischen Entwicklungen sind eines – damit verantwortungsbewusst umzugehen, ohne sie von vornherein zu negieren, ein anderes. Nicht die Technik an sich verändert die Welt, sondern unser Umgang mit ihr. Und das liegt am Menschen selbst.

Wir hören zwar immer nur, dass die neuen Medien eine Gefahr darstellen, dabei verfügt nur knapp die Hälfte aller Führungskräfte im deutschsprachigen Raum über digitale Fähigkeiten. Bei Mitarbeitern ist es überhaupt nur ein Drittel. Und das digitale Wissen, das bei den Führungskräften vorhanden ist, reicht nicht, um damit führen zu können. Nun könnte man meinen, das müsse auch nicht sein – doch in der neuen Führungsära wird es ohne digitale Vernetzung und ohne Fertigkeiten in diesem Bereich schwierig.

In einer Gender-Shift-Gesellschaft muss Arbeit immer flexibler gestaltet werden. Für 87 % aller Frauen und Männer ist eine Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben wichtig. Dabei geht es schon lange nicht mehr um die sogenannte Work-Life-Balance, sondern um die freie Gestaltung des Arbeits- und Privatlebens unabhängig von Zeit und Raum. Und das ist mit digitalen Hilfsmitteln und sozialen Technologien heute einfach zu bewerkstelligen. Voraussetzung für ein gesundes Gelingen ist ein bewusster Umgang damit. Arbeitszeit wird Lebenszeit. *

 

Ich sitze jetzt im Zug nach Wien und nutze die Möglichkeit, in Ruhe zu arbeiten. Aber eigentlich wäre ein wenig Ruhe ohne Arbeit auch ganz fein. Also werde ich die Gelegenheit nützen und sämtliche Gerätschaften auszuschalten. Einfach mal beim Fenster rausschauen und die Gedanken kommen und gehen lassen.

 

Wer weiß, wie lange ich es aushalten… vielleicht schlafe ich sogar ein und lasse die Zeit „ungenutzt“ verstreichen… aber vielleicht ist sie so für mich von größtem Nutzen 😉

 

Ihre Cornelia Scala-Hausmann

…das war eine Aussage meiner Großmutter aus dem 19. Jahrhundert. Hatte sie recht? Was ist „Mut“ in Wahrheit und wann ist jemand wirklich „mutig“?

Irgendwie, meine ich, kann man sich Mut doch kaufen – in Form von anderen Personen, die dafür bezahlt werden, mutig ihr Leben für andere einzusetzen. (Soldaten, Katastrophenschutz, Ärzte etc.)

Aber was, wenn man in einem Bereich mutig sein soll, den kein anderer für uns übernehmen kann?

In Beziehungen zum Beispiel – im Zusammenspiel mit anderen Menschen bei Arbeit, Sport und Familie.

Oder einfach im Äußern der eigenen Meinung! Auch wenn man dadurch aneckt oder eine Konfrontation riskiert.

…und da ist das Schlüsselwort – „Risiko“ – das ist ein Wort, das mit „Mut“ einhergeht. Ohne Risiko braucht es keinen Mut. Ein Risiko beinhaltet immer auch die Gefahr eines Verlusts, sonst wäre es ja keines. Sei es Geld, Leben, oder ein geliebter Mensch, den wir verlieren können.

„Mut definiert sich als Aktion im Angesicht von Angst“, schreiben Forscher des Weizmann-Instituts in Israel in ihrer Studie aus dem Jahr 2010.

Auch heute noch geht es häufig um den Einsatz des eigenen Lebens, wenn jemand mutig eine Aufgabe übernimmt! So mancher Greenpeace-Aktivist landet im Gefängnis, wenn er mutig gegen Konzerne oder Regierungen eintrat und in einigen Ländern verschwinden immer noch Menschen, die mutig ihre Meinung äußern!

Forscher haben durch Gehirnmessungen fest gestellt: Mut heißt, gegen seine Natur, gegen die innere Unruhe zu handeln. Es geht um eine Handlung TROTZ Angst. („Die Presse“, Print-Ausgabe, 24.03.2013)

Es scheint so zu sein, dass sich Mut proportional mit Angst entwickelt. Je mehr Angst ein Mensch hat, desto eher kommt er an eine Grenze, wo er sich zwischen totalem Verlust an Selbstbestimmung (einer völligen Unterordnung entgegen eigener Prinzipien) und einem Aufbegehren entscheiden muss.

Angst und Mut gehören also zusammen – wer keine Angst hat, braucht nicht mutig zu sein!

So ist unsere Historie voll von Helden, die mutig waren zu sterben – aber es gibt auch genügend Menschen, die nicht mutig genug waren, zu leben.

 

Mut kann man nicht kaufen – aber man kann ihn doch erwerben. Wie?

…indem man sich seiner Angst stellt.

Und ihr nicht nur ins Gesicht sieht, sondern auf sie zugeht. Dann bemerkt man, dass sie beginnt, zurückzuweichen, immer kleiner zu werden, bis sie vielleicht sogar verschwunden ist. Mut ist also die beste Waffe gegen unsere Ängste. Aber wir müssen damit auf sie „zielen“. Wenn wir ausweichen, ihnen gut zureden oder sie sogar gut heißen, werden sie uns immer mehr vereinnahmen und bestimmen.

 

„Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut.“ (Perikles)

Manche meinen, Mut hätte etwas mit Dummheit zu tun. Andere finden es weit dümmer, in seiner Angst stecken zu bleiben. Vorsicht ist ja nicht verkehrt, ein Abwägen der Konsequenzen kann zeigen, auf was man sich einlässt. Tut man es aber trotzdem, weil es nötig ist – dann darf man sich mutig nennen.

 

„Wenn die Sehnsucht größer ist als die Angst, wird der Mut geboren.“ – Seneca (römischer Philosoph)

Es geht also anscheinend darum, genau das zu tun, was uns schwerfällt; was unserer üblichen Herangehensweise widerspricht; was uns aus unserer Sicherheitszone herauskatapultiert.

 

Sicher – das kann man nicht andauernd machen, denn es kostet Kraft. Doch wenn wir es wagen, mutig durch eine Angst hindurch zu gehen, erhalten wir sogar einen Energiezuwachs, plötzlich fließt ungeahnte Kraft durch uns hindurch.

 

Und das nennt man dann Selbstvertrauen!

 

Ich freue mich über all die mutigen Projekte von couragierten Menschen an den kommenden Tagen der Zukunft,

 

Ihre Cornelia Scala-Hausmann

An den Orten, wo Segler ihre Boote über die Hurricane-Saison abstellen, kommen viele Nationalitäten und Kulturen zusammen. Unser Marina-Besitzer ist amerikanischer Jude (seine Exfrau mit ihrer Marina visavis, amerikanische Katholikin), Deutsch-Kanadier, Niederländisch-Kanadier, Franko-Kanadier, Englisch-Kanadier, Amerikaner (Süd-, Nord-, West-, Ost-), Holländer, Franzosen, Belgier, Deutsche, Schweizer, Neuseeländer, Australier, Kolumbianer, Paraguayer, Israelis, Südafrikaner… u.a.m.

 

Nicht überall, wo Wasser ist, sind Frösche; aber wo man Frösche hört, ist Wasser.
(Johann Wolfgang von Goethe)

 

Und es passiert immer wieder in Gesprächen, dass pauschaliert wird. „Die“ Amerikaner… „die“ Deutschen (mit denen wir Österreicher immer in den selben Topf geworfen werden)… „die“ Franzosen… etc.

Letztens kam es zu einer ziemlich hitzigen Debatte, weil der Marina-Chef einen Konflikt mit einem schwarzen Officer in Belize bei der Einreise hatte. Ein Wort gab das andere und schließlich gab es nur noch „die“ Nigger und „die“ Amerikaner. Uralte Konflikte lebten wieder auf – die doch längst vergessen sein sollten!

Ein Frankokanadier kam dann im Zuge der Diskussion mit Louis XV, der Kanada gegen die Karibik eintauschte, was er ihm heute noch übel zu nehmen schien und war fest davon überzeugt, dass „die“ englisch-kanadischen Leute „die“ franko-kanadischen hassen würden.

Die umsitzenden Segler dementierten diese Ansichten sofort, kein Volk kann pauschal beurteilt werden – auch Amerika mit Trump ist in sich selbst völlig uneinig über diesen Präsidenten und jeder US-Bürger, den wir bisher trafen, wollte ihn absetzen.

 

Die Menschen begegnen sich nicht persönlich. Es treffen nur ihre Vorurteile aufeinander…
(Elmar Kupke)

 

Die Frage, die ich mir stelle, ist: Wieso neigt der Mensch trotz aller Intelligenz zu diesem destruktiven, dummen Verhalten?

> Stereotypen – heißt es in der Psychologie – sind Meinungen, die mit einem positiven oder negativen Gefühl verknüpft, eine Einstellung gegenüber Menschengruppen erzeugen. Vorurteile müssen also nicht immer negativ sein – so heißt es doch auch (nicht nur unter Seglern) „Die Deutschen sind ordentlich und genau“.

 

Der Glaube an Vorurteile gilt in der Welt als gesunder Menschenverstand.
(Claude-Adrien Helvetius)

 

Jeder Mensch hat Vorurteile! wissen Forscher zu berichten. Wir können uns gar nicht dagegen wehren, denn viele sind unterbewusst, seit Kindheit eingeprägt. Einerseits hat es den Vorteil, dass wir bei Entscheidungen nicht mehr viel nachdenken (müssen) – andererseits den Nachteil, dass unsere Entscheidungen eben vorgeprägt sind.

Die Evolution scheint uns dadurch schneller handlungsfähig machen zu wollen – vor allem zur Zeit der Jäger und Sammler oder der Stammesfeden war das wohl überlebenswichtig. Und allein, dass wir heute dieses Thema bewusst hinterfragen, zeigt, dass sich evolutionär etwas getan hat. (bei den meisten zumindest).Wir nennen es in unseren Lehrgängen auch Fremdbestimmung – wenn wir nur noch automatisch ohne Reflexion irgendwelchen vorgefertigten Meinungen folgen.

 

Das Vorurteil ist eines der größten Feinde der Menschenkenntnis.
(Nico Szaba)

 

Bei blitzschnellen Entscheidungen wäre es empfehlenswert zu prüfen, woher sie kommen –„Den können wir nicht einstellen, der kommt aus einem anderen Bereich und da kann er sicher unseren Zugang nicht verstehen…“ bis hin zu „Ein Schwarzer würde unsere Teamharmonie gefährden.“ Oder „Diese hübsche Frau soll ein Mathe-Genie sein?“ etc. – Sie glauben es nicht? – in Tests bestätigen Forscher leider bis heute noch solche pauschalierten Meinungen. Schlimmer noch: Wenn man einen Menschen mit einer Person konfrontiert, die das Gegenteil beweist, wird nicht etwa das Vorurteil revidiert – nein! Es wird ein weiteres geschaffen! „Das ist ja keine normale Frau, das ist ja eine Ausnahme (Emanze, Amazone) oder „Meine Putzfrau ist ja anders als die anderen Syrer, Türken, Kroaten etc.“ (orginal schon in Gesprächen gehört!) Wir spalten also alle Informationen, die nicht ins Bild passen, einfach ab.

 

Viele Menschen denken, sie dächten bereits, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen.
(Sir William Jones)

 

Noch schlimmer ist, dass diese Vorurteile unbewusst auch auf uns selbst wirken! Alleine wenn wir hören, dass alte Menschen gebrechlich sind, werden wir auch langsamer! (John Bargh von der Yale University)

Und das allerschlimmste ist, dass schon die Erwähnung einer solchen Stereotype unsere Leistung beeinflusst! Allein zu hören, dass Frauen in Mathe schlechter sind als Männer, bewirkt, dass sie es tatsächlich sind! Sogar das bloße Ankreuzen des Geschlechts bei einer Uni-Prüfung reicht hier schon aus! (Claude Steele von der Stanford University)

Sie meinen, das sei überholt? Sie haben keine Vorurteile?

Jeder der meinte, er hätte keine Schubladisierungen und sich einem Test unterzog, wurde eines besseren belehrt. (Joshua Correll von der University of Chicago und Bernadette Park von der Colorado University)

Noch dazu bemerken wir Menschen, wenn uns ein anderer in Schubladen steckt – und sind diese negativ besetzt, fühlen wir uns zumeist bedroht. Das wiederum führt zu einem Kreislauf, in dem sich Vorurteile viceversa bestätigen. Es reicht bereits, wenn jemand damit rechnet, dass ihm Vorurteile entgegen gebracht werden. Die Erwartung beeinflusst bereits sein Handeln und Sein. Vorurteile sind also alles andere als harmlos.

 

Es bleibt nicht aus, dass wir von anderen in eine ihrer Schubladen gesteckt werden. Bedenklich wird es aber, wenn wir uns dort wie zu Hause fühlen. (Ernst Ferstl)

 

Jede Schublade, die uns die Welt erklärt, entlastet uns. „Das ist eben so!“ macht uns das Leben leichter. Jemanden die Schuld am Elend der Welt (oder der Errettung daraus) zuzuschieben ist bequemer als die komplexen Parameter zu ergründen, die für uns emotional weniger befriedigend wären. Wir teilen in möglichst einfache Kategorien ein – alt&jung, arm&reich, weiss&schwarz, weiblich&männlich, dick&dünn etc., um die Flut der Information besser verdauen zu können. Medien und Werbung machen sich das zunutze. (Gerhard Roth, Professor für Verhaltensphysiologie an der Universität Bremen)

 

„Es spricht vieles dafür, dass in einem leeren Kopf die Vorurteile besonders blühen.“
(Sir Peter Ustinov)

 

Woher sie genau kommen, kann man noch immer nicht sagen, Vorurteile machen misstrauisch und sind leider in 9 von 10 Fällen negativ besetzt. Und abgesehen davon werden es im Normalfall im Laufe eines Lebens eher mehr als weniger. Unser Gehirn neigt zur Einfachheit und blendet liebend gern komplizierte Parameter aus. Und je mehr Druck wir haben, desto radikaler.

Forscher fanden einen Weg, das Gehirn „umzuprogrammieren“, indem gegenteilige Klischees in Bildern und Tönen zusammengebracht und im Schlaf durch die Töne verstärkt wurden, das scheint jedoch der einzige wissenschaftliche Erfolg zu sein.

Jede noch so kleine Information lässt uns Schubladen suchen, in die wir sie einordnen können. Und einmal dort, kommen sie nicht so leicht wieder raus. Ausnahmen bestätigen unsere Regeln eher als dass sie sie uns revidieren lassen. Wir nehmen auch eher das wahr, das mit unseren Schubladen konform geht als jenes, das ihnen widerspricht.

Außer – wir hinterfragen uns!

Offenbar sind wir nun an einer evolutionären Stufe angekommen, wo das möglich ist! Und als Lernfeld wird uns die derzeitige Geschichte der Welt serviert. Empathie und Vielfalt prüfen, ob wir damit klar kommen… dummerweise sind diejenigen, die sich und andere hinterfragen – wiederum unbequem und werden in die Schublade der Querulanten etc. gesteckt.

 

„Das beste Mittel gegen Vorurteile ist – sich Zeit zum Denken nehmen“
(Juliane Degner)

 

Aber es besteht Hoffnung – denn in einer Welt der zunehmend vereinten Gegensätze tun wir uns mit Schubladisierungen immer schwerer und müssen sie mehr und mehr aufbrechen. Zukünftige Generationen gehen durch die Vielfalt schon anders damit um. Gottseidank – und dafür sind die neuen Medien auch gut. Denn durch sie kann ein Guatemalteke in den Bergen sehen, dass es anders ist, als Eltern oder Großeltern erzählen… und er wird neugierig. Und ist er mutig genug, kommt er eines Tages in die Stadt, in die Marinas und trifft auf Europäer und Amerikaner…

Francesco ist 18. Er schmuggelte sich in die Marina auf der Suche nach Arbeit. Er darf das nicht. Er dürfte nicht mal in die Stadt hinunter. Doch er wollte wissen, ob die Weißen wirklich so reich und so hasserfüllt sind… und so kam er zu unserem Boot und half uns bei manchen Arbeiten… und er revidierte das Urteil seiner Familie und verdiente gutes Geld… das er seinen Eltern brachte, die jedoch ihre Vorurteile nicht veränderten…

 

Ein Glück, daß man nicht alle kennt, die man nicht mag.
(Michael Richter)

 

Mit dem Satz „Vielleicht ist es aber auch ganz anders!?“ geschult, tue ich mir ein wenig leichter im Aufbrechen von Meinungen, Vorurteilen und Grundsätzen. Wer gerne hinter die Kulissen des Lebens schaut, findet hier mehr Befriedigung als in einfachen Glaubenssätzen.

Ihre

Cornelia Scala-Hausmann

 

 

Buchempfehlungen:

  • „Achtung! Vorurteile“ ein Buch über den „womöglich größten Schurken in der Geschichte von uns Menschen“/Sir Peter Ustinov
  • „Stereotype, Vorurteile und soziale Diskriminierung“ / Lars-Eric Petersen

 

Zitate:

Der Mensch ist ein kognitiver Geizkragen, er versucht, mit so wenig Denkarbeit wie möglich durch das Leben zu kommen. (Lars-Eric Petersen)

Vorurteile sind die Vernunft der Narren. (Voltaire)

Es ist nie zu spät, Vorurteile abzulegen. (Henry David Thoreau)

Beurteile nie einen Menschen bevor du nicht mindestens einen halben Mond lang seine Mokassins getragen hast. (Indianische Weisheit)

Wir brauchen unsere Schubladen. Aber Menschen haben dort weder etwas verloren – noch etwas zu suchen. (Ernst Ferstl)

Wer ein Pferd kaufen will und nicht das Pferd selbst, sondern nur Sattel und Zaumzeug betrachtet, ist ein Narr. Ein vollendeter Dummkopf aber ist, wer einen Menschen nach seiner Kleidung und äußeren Lebensstellung beurteilt, die ihn doch nur wie ein Gewand umgibt. (Lucius Annaeus Seneca)

Wir nennen unsere Vorurteile gerne Grundsätze. (Hans Ulrich Bänziger)

Vor kurzem traf ich in einem kleinen Café in Placencia/Belize zwei neuseeländische Segler, die, wie sich herausstellte, eigentlich Schweizer waren und der Mann gebürtiger Franzose. Er besitzt drei, seine Frau zwei Staatsbürgerschaften und damit auch Pässe.

Von anderen deutschen Seglern erfuhren wir, dass ihre Kinder auch zwei Pässe haben, einmal einen Schweizer Pass mit dem Nachnamen der Mutter und einmal einen deutschen mit dem des Vaters!

Mit zwei Amerikanern, die eigentlich Türken sind, er in Deutschland aufgewachsen und in den USA eine Firma aufgebaut, verhält es sich ähnlich.

Ich steuerte bei, dass wir in Österreich keine zweite Staatsbürgerschaft annehmen dürfen, ohne die österreichische zu verlieren. Nur in Ausnahmefällen kann bei uns eine Doppelstaatsbürgerschaft zustande kommen. Gut oder schlecht? Oder egal?

Nun haben Fahrtensegler sowieso einen globalen Zugang und daher waren alle rasch derselben Meinung, dass in einer Welt, die sich gegenseitig ökonomisch, ökologisch, sozial und finanziell beeinflusst, in der alle Staaten vice versa Schulden haben – das nationale Denken irreal ist. Vielmehr geht es in die Richtung eines Weltbürgertums, in dem alle miteinander vernetzt sind.

Ökonomisch und ökologisch sind wir das mehr als uns lieb ist. Mental leider noch nicht.

„Der kritische Geist ist ein Kosmopolit“ (Dr. Fritz P. Rinnhofer)

Es gab immer wieder helle Momente, in denen Menschen bewusst wurde, dass wir eigentlich nur eine Erde haben und uns gemeinsam darauf friedlich tummeln sollten. In der Antike war es unter anderem Seneca, der den Kosmopolitismus vertrat und damals schon für die Notwendigkeit des Zusammenhaltens aller Menschen als Mitbürger ihrer Heimat „Erde“ plädierte.

Ihm folgten in der Renaissance viele nach und Immanuel Kant sieht etwas später den Kosmopolitismus als regulatives Prinzip, dessen Vollendung nur durch fortschreitende Organisation der Erdbürger in (…) einem System, das kosmopolitisch verbunden ist, erwartet werden kann.

Was zeichnet einen Weltbürger aus?
Nach Kant war es Mündigkeit, Vernunft und Willensfreiheit… heute würde ich sagen: Selbstverantwortung und Verantwortung gegenüber der Welt.

Nach dem zweiten Weltkrieg war das Weltbürgertum ein großes Thema. Der staatenlose Weltbürger Nr. 1, Garry Davis, ein ehemaliger US-Bomberpilot, besetzte 1948 das Gebäude der UN-Generalversammlung in Paris und initiierte damit großes Aufsehen bei Intellektuellen, Presse und Politik. Albert Camus hielt seine Rede vor der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Seither riss das Engagement diverser Gruppen für eine friedliche Weltordnung nicht ab. Elitär-philosophische bis hin zu politisch-benachteiligte Gruppen versuchten sich in der Idee einer friedlichen Welt.

„Ich möchte Weltbürger sein, überall zu Hause sein und – was noch entscheidender ist – überall unterwegs. (Erasmus von Rotterdam)

Auf die Frage „Wo stehen wir heute?“ antwortete Ernst Jünger 1960, dass man weniger „steht“ als sich in Bewegung befindet. „Dies zudem in einem Accelerando, einer ständigen Beschleunigung. Deshalb sind auch große Standbilder bedeutender Menschen problematisch geworden.“ Das ist heute noch aktuell!

Und Franz Josef Strauß hielt ein Jahr danach eine Rede vor versammelten Hanseaten: „Heute ist ein Flug um die Erde in 24 Stunden möglich. Eine interkontinentale Rakete fliegt in 30 Minuten mit 28 000 km/h Geschwindigkeit von Zentral-Russland nach Ostamerika. Ein Erdsatellit umkreist die Erde in 80 bis 90 Minuten. Die Frage heißt: Sind unsere Institutionen noch diesen Veränderungen gegenüber wirklich adäquat? (…) Eine Weltregierung wäre heute für die Lösung gewisser Probleme erforderlich.“ (…) Dann wird der wirtschaftlichen Renaissance Europas, die eine Tatsache ist, die politische folgen. (…) Alle Nationen und Gemeinschaften mussten erdacht, erträumt, ersehnt, erkämpft, erlitten werden, ehe sie Wirklichkeit wurden.“

Heute ergab eine aktuelle Umfrage der BBC , dass sich immer mehr Menschen nicht mehr als Einwohner ihres Heimatlandes, sondern eher als Weltbürger fühlen. Durch die Krisen der letzten Jahre sind wir aufgefordert über das Regionale, Nationale und auch Kontinentale hinaus zu blicken und auch dementsprechend zu handeln!

Die Natur und die Wirtschaft kennen keine Grenzen. (CSH)

In gewissem Sinne sind wir bereits Weltbürger – sind es immer gewesen. Die Brisanz der Geschehnisse nötigt jedoch, es bewusst wahrzunehmen. Es ist leider sinnlos und ziemliche Zeitverschwendung, sich in politische nationale Denkschemata zu flüchten, nach dem Prinzip: „Wir sichern das was wir haben“ – denn das kann durch einen Einfluss von außen ganz schnell null und nichtig werden. Vermutlich liegt es an dem starken Mangeldenken, das uns von klein auf eingetrichtert wird. Immer müssen wir schneller sein als andere, um etwas zu kriegen. Das führt zu Abschottung und Abgrenzung. Wenn genug von allem da ist, braucht es das nicht.

Doppelstaatsbürgerschaften boomen. Allein in Deutschland sind es zwischen 2 und 4 Millionen! Genaue Zahlen sind unbekannt, da die jeweiligen Bürger es meistens nicht melden, um etwaige Aberkennungen zu vermeiden. Diese Vorgehensweise – wie viele andere auch – entstehen aus nationalem Denken und Agieren. Wäre die Welt offen, wäre jeder Weltbürger und hätte quasi alle Nationalitäten, so würden sich viele Länder einiges ersparen.

Jacque Fresco in seinem Venus Project hat schon in den 70ern ein Modell vorgestellt, wie es anders gehen könnte. Er konnte vieles begreiflich machen, doch die Menschen verstanden es noch nicht.

„If we really wish to put an end to our ongoing international and social problems, we must eventually declare Earth and all of its resources as the common heritage of all the world’s people. When education and resources are available to all without a price tag, there will be no limit to the human potential.“(Jacque Fresco)

Vieles heute ist ein Widerspruch in sich. Vor allem der heutige Nationalstaat und das globale Wirtschaftssystem. Konflikte werden politisch ausgeschlachtet, um kurzfristig Vorteile zu erlangen. Es ist nicht richtig, dass in einem Land Aktionen gesetzt werden können, die sämtliche andere Länder, ja sogar den ganzen Globus gefährden. Je globaler die Wirkungen unserer Handlungen sind, desto mehr muss auch global Verantwortung übernommen bzw. entschieden werden.

Was in früheren Zeiten für die Meisten noch zu abstrakt war, gewinnt heute an leidgeprüfter Substanz. Hatte die Idee eines weltweiten Systems, in dem globales Recht, Wirtschaft und Ethik definiert sind, immer schon wertestiftendes Potenzial – so konnte es in Zeiten des Zusammenbruchs immer Kraft zur Orientierung und Neubeginn geben. Steht uns das erneut bevor?

„Ich weiß, angesichts der Globalität der Probleme, dass eine Art ökologisches Weltbürgertum überlebensnotwendig wäre. Aber ich glaube nicht mehr daran, dass die Leute dies noch rechtzeitig genug realisieren.“ (Ex-Parlamentarier Herbert Gruhl)

Die Idee der „vollen Souveränität des Individuums über sich selbst“ ist Kern der 1996 in den USA gegründeten Weltbürgerstiftung.
Der Weltföderalismus erklärt, „dass die Prinzipien eines gemeinsamen Lebens, die Grundlage jeglicher zivilisierter Existenz, auf die internationalen Beziehungen angewandt werden müssen. Zu diesem Zweck wird ein rascher Fortschritt in der Entwicklung demokratischer Weltinstitutionen für ein Weltrecht verlangt, durch das die Menschen und Nationen der Erde ihre Beziehungen friedlich und gerecht regeln können, um eine ökologisch vertragliche Weltgemeinschaft zu schaffen…“

Ein Etappenziel der Weltföderalisten wurde im Start des Internationalen Strafgerichtshofs erreicht. Und das TGDE (The Global Democracy Experiment), eine Art virtuelles Weltparlament, stellt den Versuch dar, über Entscheidungsfindung im Internet letztlich wirkliche Entscheidungen zu beeinflussen.

Ich spreche nicht von einer elitären Weltregierung. Eher von einem globalen kompetenten Zusammenschluss, der über die UNO hinausgeht. Doch davon sind wir derzeit wohl globale Meilen weit entfernt.

Es ist keine Frage mehr, ob ein Land seine Wurzeln behalten darf oder nicht – es ist die Frage, wie es mit seinen Wurzeln global und universal agieren kann: Rechtlich, Wirtschaftlich, Wissenschaftlich und Ethisch. Der einzig gangbare Weg ist der, die Vielfältigkeit der Welt zu belassen und globale Themen gemeinsam durch einen verbindenden Geist in Form einer internationalen Rechtsform zu lösen.

„Wir müssen die Vielfalt der Kulturen als gemeinsamen Gewinn begreifen, auch wenn wir nach ganz unterschiedlichen Werten und Wahrheiten leben. Ein wegweisendes Menschenbild des 21. Jahrhunderts.“ (Kwame Anthony Appiah – Der Kosmopolit – Philosophie des Weltbürgertums)

Ist der Mensch also langsam reif für eine Weltkultur?

Wir brauchen eine neue Weltpolitik, die unabhängig von der Weltwirtschaft ein Weltrecht schafft, in dem Wissenschaft und Bildung, wie auch Kunst und Kultur frei bleiben und jeder Mensch frei nach seinen Möglichkeiten leben kann. Alle Ressourcen sind Eigentum aller Menschen und werden demnach gerecht verteilt…

Utopisch? Werden wir eher – wie viele Politologen meinen – zuvor in eine neue Barbarei absinken?

Darauf möchte ich mit einem Zitat antworten:

„Wir haben uns zu besinnen, ob wir nur Erzeuger und Verbraucher zu sein wünschen, oder ob wir auch andere unabdingbare Ziele haben. Wenn solches der Fall ist, dann müssen wir auch diesen Zielen kräftige allgemeine Formen verleihen.“(Dieter Lauenstein)

Schauen wir nicht nur über den Tellerrand, schauen wir über den nächsten Horizont!

 

Ihre

Cornelia Scala-Hausmann

„Bis hierher und nicht weiter!“ – hat das schon mal jemand zu Ihnen gesagt? Oder haben Sie es zu jemanden gesagt?

„Grenzen setzen“ ist eine oft gebrauchte Phrase in Coachings, gleich nach „eigene Grenzen erkennen“, gefolgt von „Grenzen überschreiten“.

„Eigene Grenzen sind da, um überschritten – fremde, um respektiert zu werden.“
(Peter E. Schumacher)

Es ist also schon mal ein gewaltiger Unterschied, um welche Grenzen es sich handelt.
In unserer bequemen, europäischen Welt sind uns unsere Grenzen sehr wichtig. Ob physisch gegen fremde Menschen – psychisch gegen zu viel Emotion – oder geistig gegen zu viel Input, verteidigen wir sie so gut wir können. Und jeder zieht seine Grenze anders – denn wo der eine sich schon bedroht fühlt, beginnt der andere, es erst interessant zu finden.

„Jeder sieht die Grenzen seines Gesichtsfeldes als die Grenzen der Welt an.“
(Arthur Schopenhauer)

Wo aber nun die einen ihre Grenzen gar nicht erkennen, machen andere bereits meilenweit davor die Schranken dicht. Ich wage nicht zu entscheiden, wer besser dran ist – denn beides geht am Leben vorbei. Doch muss man sich schon einigermaßen sicher fühlen, um Grenzen offen zu lassen… man weiß ja nie, was da herein kommt! Man könnte ja überrollt werden – die Gefahr besteht. Womit wir bei der Gratwanderung zwischen Offenheit und Distanz angekommen sind – ein Kunststück, das wir alle von Kindheit an zu erlernen haben. Und so wir gute Lehrer bzw. Vorbilder haben, gelingt es, ein selbstsicherer Grenzgänger zu werden.

„Es ist schmerzlich, einem Menschen seine Grenzen anzusehen.“
(Christian Morgenstern)

Grenzgänger(innen) gehen entlang ihrer Grenzen… sie testen sie ab. Sie gehen ein wenig darüber hinaus und beobachten, was passiert. Sie stürmen nicht darüber hinweg – und sie bleiben der Grenze auch nicht fern, denn sie wollen schon Neues entdecken. Und das gibt es nunmal nur jenseits des Vertrauten – jenseits der altbekannten, selbst gesteckten Grenze.

„Mann kann die eigenen Grenzen nur feststellen, indem man sie gelegentlich überschreitet. Das gilt für jene, die man sich selbst setzt, ebenso wie für jene, die einem andere setzen.“
(Josef Broukal)

Schon als Kind war das Spannendste hinter Zäunen verborgen. Die Ängstlichen sahen durch Gucklöcher, die Wagemutigen kletterten darüber hinweg, um zu erfahren, was es wohl dahinter zu entdecken gab. Das prickelnde, aufregende Gefühl dabei verhieß Abenteuer und wenn es auch noch gefährlich war oder wenn man erwischt werden konnte – umso aufregender! Oft nahm man dafür auch Strafen in Kauf, denn das war das Vergnügen wert. Tja, und manchmal war es dann doch auch zu viel – und bestimmte Zäune wurden niemals wieder überschritten. Doch einmal wenigstens mussten sie überwunden werden, um sich sicher sein zu können…

„Alle Schranken sind bloß des Übersteigens wegen da“
(Novalis)

Natürlich werden uns Andere alles Mögliche erzählen, was jenseits der Grenze sei. Natürlich werden sie sich teilweise widersprechen. Und natürlich kann es Tradition sein, einen gewissen Zaun niemals zu überschreiten. Es kann aber auch Aufgabe (Initiation) sein, ebendiesen zu überwinden, um erfahren (erwachsen) zu werden. Jede Grenze ist ein Schutz – doch jeder Schutz engt auch ein. Und so mancher lebt freiwillig in einem Käfig während ein tatsächlich Gefangener oft freier ist als seine Kerkermeister.

Über viele Zäune können wir im Zuge unseres Wachstums hinwegsehen. Andere scheinen dummer weise mitzuwachsen. Und wieder andere werden von uns mühsam vergrößert. Und wenn der Mensch im Laufe eines Lebens erkennt, dass so mancher Zaun von ihm selbst errichtet wurde – dann ist ein großer Schritt zur Selbsterkenntnis getan. Vielleicht dürfen wir dann bemerken, dass diese Abgrenzung unnötig ist und erlangen ein Stück Freiheit in unserem Leben.

„Wo meine Grenzen sind, bestimmt mein Denken.“
(Alfred Selacher)

Die „Grenzenlosen“ unter uns sind jedoch keineswegs automatisch freier – haben sie doch einfach ihre Grenzen nicht gesucht und verlieren sich in vielen, auch fremden, Territorien. Ihren Gegenübern bleibt häufig nichts anderes übrig, als sie auszugrenzen, denn sie kennen ja selbst keine Grenzen und damit auch keine Achtsamkeit anderen gegenüber.

Es geht also – wie bei allen Lebensthemen – wieder einmal um eine gesunde Balance der Grenzüberschreitung und Grenzziehung. Die zugrundeliegende Kompetenz ist die Achtsamkeit, die uns bewusst macht, wo welche Grenzen liegen und wie wir damit umzugehen haben, damit es uns – und auch den anderen – gut dabei geht.

„Wer nie über seine Grenzen geht, bleibt immer unter seinen Möglichkeiten.“
(Martin Knecht)

Grenzerfahrungen bringen uns immer weiter in unserem Leben, auch wenn wir meinen, darauf lieber verzichten zu können – denn sie sind eines nicht: bequem und einfach. Doch weil der Mensch es von sich aus meist vermeidet, werden uns unsere Grenzen schonungslos aufgezeigt, indem Zäune eingerissen werden, wenn die Entwicklung es verlangt. Dann sagen wir uns im geheimen – ‚Hätt ich ihn nur selbst überwunden… dann wär’s jetzt nicht so schmerzhaft.’

„Aber bedenke, dass jeder Menschenkraft ihre Grenzen gegeben sind. Wie viel Gegenstände bist du imstande so zu fassen, dass sie aus dir wieder neu hervorgeschaffen werden mögen? Das frag dich, geh vom Häuslichen aus und verbreite dich, so gut du kannst, über alle Welt.“
(Johann Wolfgang von Goethe)

Und das schöne auf der Suche nach neuen Horizonten ist, dass sich die Grenzen ständig verschieben…
…und siehe da – manche Grenzen werden zu Brücken!

Wann haben Sie zuletzt über Zäune geblickt oder sind sogar darüber hinweg geklettert?

Ihre
Cornelia Scala-Hausmann

  1. Hautnah

Mehr noch als die Buckelwale, die ich nur vom Boot aus erleben konnte, inspirierte mich der riesige Stingray, den ich für eine kleine Weile auf meinen Armen halten durfte… er ließ es sich vielleicht eine Minute lang gefallen, aber es war eine wunderschöne kleine Ewigkeit für mich, seine samtig weiche Haut und den darunter verborgenen starken Muskel zu spüren… seine Augen direkt vor den meinen zu sehen und seinen Stachel unter ihm zu wissen… er müsste es nicht dulden – aber er tat es. Und das war ein unglaubliches Geschenk… ich dachte daran, dass er frei ist und freiwillig hier ist… diese kurze Zeit erlaubte er mir, ein wenig von ihm zu erfahren, seine Kraft zu spüren, seine Wildheit… und einen kurzen Moment war ich wie er…

 

2.Hoch hinauf – tief hinunter – und hinüber…bis an die Spitze!

Als ich in Guatemala den Pacaya Vulkan bestieg, spürte ich zunächst und hörte dann auch ein tiefes WBUUUUMMMM… wbuuuUUUUM…. wbuuuUUUMM… in regelmäßigen Abständen… das Schnauben der Pferde neben mir hatte ich bald ausgeschlossen… und tatsächlich, der Berg atmete! …wie ein mächtiges Wesen schnaubte er in regelmäßigen Abständen Asche aus! Ich fühlte mich wie an einem direkten Draht zu unserer Erde, zum Herz unseres Planeten.

Ähnlich wie im Blue Hole in Belize, wo ich am Masttop oben, das kreisrunde Schwarzblau mitten im Atoll überblickte und die Zeit stehen bleiben ließ… oder wie bei der Überquerung der Devil’s Bridge in Antigua, die jeden Moment einstürzen kann… Was ist es, das mich zu diesen Erfahrungen zieht?

 

Ich denke, weil es mich immer wieder an meine eigene Kleinheit erinnert, mir Bewunderung für das Große schenkt und mich einen kurzen Moment lang in seine Hand begeben lässt. Das schafft eine Verbindung. Und gibt Ruhe. Und Kraft… für die Dinge im Leben, die einem Mut abverlangen.

Das bringt mich zu einer besonderen historischen Figur, deren Spirit mir in St. Martin an der Spitze der französischen Festung bewusst wurde. Ich spürte den Kampfgeist und die Unerschrockenheit vergangener Zeiten in mir… so musste sich Jean d’Arc gefühlt haben… welch mutiger Mensch sie gewesen sein muss! Wir alle kennen sie aus Büchern… aber können wir sie uns auch vorstellen…uns in sie hineinfühlen? Durch all diese Erlebnisse kann ich es einen kleinen Moment lang und ich weiß, wenn es drauf ankommt, kann ich es auch länger.

 

 

  1. Office@alleinaufeinerinsel.com

Barbuda… weit und breit keine Häuser… keine Boote… keine Menschen. Nur ein Sammelsurium an Treibgut… wie das Leben selbst? Sogar ein Schreibtischstuhl stand mutterseelenallein mitten am grünen Pflanzenteppich… welch ein Büro ist das hier? … braucht es mehr?

Hier ist das Worldwideweb der Sternenhimmel… das Archiv Treibgut… und der Schreibtisch ein riesiger Sandstrand…auf dem ich meine Spuren für einen kurzen Moment hinterlasse…

 

Spuren

Und so schau ich zurück, welche Spuren das vergangene Jahr in mir hinterlassen hat: Freiwillig gebe ich immer wieder meine Freiheit auf, um etwas zu schenken… Demut gegenüber dem, was größer ist als ich und der Mut, der darin verborgen ist… neue Verbindungen und ein virtuelles Büro, das das Leben mit all seinem Treibgut ordnet…

 

…so will ich das Neue Jahr beginnen.

Cornelia Scala-Hausmann

Hier in Guatemala sind die Menschen freundlich. Sie lachen und grüßen die Fremden, die da kommen … geben Auskunft, sind aber unaufdringlich. Ganz anders als die afrikanischen Kariben. Und ganz anders als die Österreicher.

Österreich ist tatsächlich das zweitunfreundlichste Land der Welt! Zumindest laut „Expat Insider 2017″. Nur Kuwait wurde in diesem Netzwerk „InterNations“ noch schlechter bewertet. Allerdings bietet die Alpenrepublik viele andere Vorteile, die durchaus geschätzt werden, wie Bildungssystem, Gesundheitswesen, Sicherheit etc.

Dennoch gibt es zu denken, oder nicht?

Das Gesetz der Zurückhaltung ist bestimmt, durch das Recht der Herzlichkeit durchbrochen zu werden.
(Albert Schweitzer)

Freundlichkeit wird ja häufig als Schwäche ausgelegt. Woher das auch immer kommen mag. Vermutlich von schwachen Menschen. Dabei wird sie häufig mit ängstlichem Dienlichsein verwechselt, wenn eine Abweisung nicht mehr funktioniert oder Manipulation im Spiel ist. Starke Menschen sind von freundlicher Gelassenheit, denn sie haben keine Angst.

Wer Freundlichkeit mit Schwäche verwechselt, hält fälschlicherweise Härte des Herzens für Stärke des Geistes.
(Andreas Bechstein)

Gegen Ende eines Kalenderjahres, wenn die Weihnachtszeit näher rückt, entdeckt man auch in unserem Land eine gewisse Zunahme an Freundlichkeit … ob es nun am Punsch liegt oder an der Grippe … in der kälteren Jahreszeit, wenn die Wärme von innen kommen muss, wird mehr gefeiert, es ändert sich die Stimmung … und damit die Gesinnung. Die Menschen werden „umgänglicher“ und übertragen neben Grippeviren auch freundliches Verhalten.

Freundlichkeit ist übertragbar.
(Maik Vierling)

„Wären Sie so freundlich…?“ Diese Floskel war früher gang und gäbe. Zumeist wurde der Satz nicht zu ende gesprochen, denn die Situation sprach für sich. Man bat um Hilfe … oder forderte zu etwas auf.

Vielleicht sollten wir diese Formel in Österreich wieder beleben? Anstelle zu schimpfen, wenn sich jemand abwendet: „Wären Sie so freundlich…?“ sagen, lächeln und warten, was passiert… das wäre doch ein netter Vorsatz für 2018!

Wenn wir irgendetwas unterschätzen in unserem Leben – dann ist es die Wirkung der Freundlichkeit.
(Marc Aurel)

Und wie bei allen Vorsätzen dauert es wohl ein wenig, bis sich Neues durchsetzt (vor allem bei Verhaltensänderungen). Aber je besser die Kommunikation, desto schneller geht’s, wie uns eine Statistik der Agenda Austria zeigt.

Dauerte es noch 68 Jahre bis 50 Millionen Menschen Flugzeuge genutzt haben, so waren es beim Internet nur noch 7 Jahre. Bei einer so geringen Investition wie ein „Lächeln“ könnten es sogar noch weniger werden!

Die Menschenfreundlichkeit duldet keinen Aufschub.
(Gregor von Nazianz, Patriarch Konstantinopel)

Und auf der Suche nach einem günstigen Weihnachtsgeschenk wäre das auch eine nette Alternative 😉 Denn ist es nicht besonders im Familienkreis das Schönste aller Geschenke? Ohne Freundlichkeit und Liebe verblasst das teuerste Geschenk… und liebenswürdige Worte bringen Augen oft mehr zum Strahlen als der schönste Weihnachtsbaum.

…und wer weiß, vielleicht entstehen dabei sogar neue Freunde und Gelegenheiten. Oft laufen wir gegen Wände und nichts scheint zu funktionieren. Doch dann, wenn sich eine Möglichkeit zu direktem freundlichen Austausch bietet, findet sich doch ein Weg.

Manche Türen im Leben lassen sich allein mit Freundlichkeit öffnen.
(Ernst Ferstl)

Wir erleben das häufig während des Reisens. Vor allem in gefährlicheren Gegenden, wenn uns Menschen argwöhnisch betrachtet oder sich uns genähert haben … Harald ging dann freundlich lachend direkt auf sie zu und fragte sie etwas … und sofort war das Eis gebrochen und die Situation entspannte sich …

Freundlichkeit in Worten schafft Vertrauen, Freundlichkeit im Denken schafft Tiefe. Freundlichkeit im Geben schafft Liebe.
(Laotse)

Entspannt wünsche ich Ihnen somit frohe Weihnachten und auf ein freundliches 2018!

Ihre
Cornelia Scala-Hausmann