Wie geht es Ihnen? Haben Sie auch schon genug von der Fülle an Information, die ständig auf uns einprasselt?
Ich kann sagen, ich habe ein richtiggehendes Studium hinter mir. Ein Studium der Virologie, der Weltpolitik, des Journalismus und der Gesellschaftsdynamik. Keine Universität hätte mir das in der Schnelligkeit so vehement näherbringen können. Nur die Praxis kann dermaßen eindrucksvoll lehren. Und die Schwelle an der wir stehen, wird greifbar.
 
Spring endlich! Meinte meine Turnprofessorin zu mir, die am 3-Meter-Brett stand, um ihren ersten Köpfler zu versuchen. Und ich sprang. Als ich auftauchte, blickte ich in bleiche, ernste Gesichter – ich hatte einen Bauchfleck gemacht und nichts bemerkt. – Zum Glück war es kein 10-Meter-Brett.“
 
An diese Szene im 1. Gymnasiumjahr erinnere ich mich noch gut – und als ich diese Episode mit meiner ach so weisen Großmutter besprach, meinte sie nur „Bevor dich einer schubst, ist das Springen noch das kleinere Übel.“ Wie wahr! Auch darin hatte ich Erfahrung.
Und wenn die Gefahr eines „Geschubstwerdens“ naht, bedeutet es, sich vorher bereit zum Sprung zu machen. Auch wenn man nicht genau weiß, was einem unten erwartet. Die Weisheit liegt jedoch darin, die Gelegenheit des guten Absprungs nicht zu versäumen. 

In meiner nunmehr bald 30jährigen Laufbahn als Unternehmerin sprang ich oft ins kalte Wasser und wenn es am Sprungbrett zu eng wurde, wartete ich nicht, bis mich jemand schubst, sondern sprang lieber selber auf meine Art und Weise. 
In letzter Zeit sehe ich jedoch leider immer mehr Menschen, die springen müssen bzw. geschubst werden ohne dafür bereit zu sein. Und manche bemerken nicht einmal, dass sie auf einem Sprungbrett stehen und wähnen sich im sicheren Hafen.
 
Sie können sich von der Politik fernhalten, aber die Politik wird sich nicht von Ihnen fernhalten. (Peter Möller, Dipl. Sozialwirt)
 
Sobald das Gesundheitsthema der gegenwärtigen Krise im Abklingen begriffen ist, kommt rasch die wirtschaftliche Frage hoch. Und ich denke, die haben noch die Wenigsten in ihrem Ausmaß begriffen, denn bisher stehen vor allem die Klein- und Mittelbetriebe an der Front bzw. am Sprungbrett. Und nur jene, die den Absprung schon geübt haben, können jetzt ihre Pirouetten drehen. Demnächst werden jedoch alle in kreativen Sprungkünsten gefordert werden. 
 
Wo wir landen? 
 
In der Zukunft. 
 
Wie wir uns vorbereiten können?
 
Handeln kommt von Hand – und Weizen von Spreu zu trennen geht nur mit Verstand.
(Großmutter 1896-1989)
 
Deswegen sind wir so wie wir sind – ein Individuum mit zwei Händen, die handeln – und mit zwei Füßen, die uns bewegen können. 
Unser Verstand sollte geschult sein, vor allem in systemischem Denken. Und unser mentales Vorstellungsvermögen hilft uns, Wege aus Krisen zu finden. Ist unser Herz auch mit dabei – zeigt es uns unseren Weg und gibt uns die Kraft durchzuhalten.
 
Deswegen heißt es ja auch „mit (offenem) Herz und (kritischem) Verstand“ 😉
 
Und auf diese Weise sollten wir in die Zukunft gehen. Dann müssten wir nicht springen.
 
Wenn wir es aber dennoch müssen, dann lassen sie uns bei der Hand nehmen und all unsere Ressourcen aufspannen!
 
 
Mit handfesten Grüßen
 
Ihre Cornelia Scala-Hausmann



Jeder Kluge, der ständig nachgibt, wird letztendlich von Dummen regiert. 
(Kurt Wolfgang Ringel)

Letztes Jahr versprach ich, 2020 jeden Monat eine Kompetenz aus dem Zukunftskompass® vorzustellen. Im Jänner begann es noch jungfräulich mit der ersten aller Kompetenzen – der Selbstkompetenz. Im Februar kam schon das Thema Gesundheit in Form eines neuen Virus hoch – Salutogenesekompetenz war gefragt. Im März wurde uns eine unfreiwillige Auszeit verordnet – Reflexionskompetenz – und im April ging es zunehmend um (leider nicht immer vorhandene) mitfühlende und ehrliche Kommunikation – Empathiekompetenz. Es ist, als ob das äußere Geschehen Antwort auf die jeweilige Kompetenz gibt (oder umgekehrt) und – auch wenn es Zufall sein mag – es ist faszinierend, wie genau die Reise durch den Zukunftskompass® auf unsere derzeitige Situation passt!
 
Jetzt im Mai sind wir bei der Ressourcenkompetenz angekommen und wie der Name schon sagt, sorgen sich nun immer mehr sowohl um die eigenen Mittel und Vorräte, als auch um die der Allgemeinheit. Denn es lässt sich schon erkennen, dass die Wirtschaft Schaden genommen hat.
 
Spätestens jetzt ist es an der Zeit, sich Gedanken um die eigenen Ressourcen zu machen. Und damit meine ich nicht nur die materiellen. Sondern vor allem auch die persönlichen in Form von Talenten, Fähigkeiten, Netzwerken etc. Es drängt sich zunehmend die Frage auf, welche Wirtschaft wir in Zukunft wollen und was sinnvoll ist.
Die Vergangenheit versuchte sich bereits an einer „gleichen Wirtschaft“ was im Kommunismus fehlschlug. Dann ging es in das andere Extrem, einer „freien Wirtschaft“ – was viel Innovation brachte aber den um den es eigentlich gehen sollte, vergaß – den Menschen. Wie lange wird es dauern, bis man nun die goldene Mitte einer „brüderlichen“ Wirtschaft versuchen wird? Brüderlichkeit bedeutet nicht Gleichheit. Sondern Fairness und Gerechtigkeit. Der Mensch steht mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Arbeitsverträge der Zukunft müssen auf Augenhöhe abgeschlossen werden.

Die Frage der Ethik wird – auch aufgrund der technologischen Entwicklung – immer dringlicher. An Stelle einer ausbeutenden Globalität muss eine transparente Aufteilung treten, in der die menschliche Arbeitskraft gewürdigt wird. Eine neue Form der Beteiligung muss gefunden werden. Und gute Fachkräfte werden genau auf diese Parameter achten ohne die ein Unternehmen der Zukunft keine guten Mitarbeiter bekommen wird. Eine Rückkehr in ein regionales Abgrenzen ist nicht mehr denkbar – zu sehr sind wir uns unserer globalen Abhängigkeiten bewusst geworden. 

Die Zeit für kleine Politik ist vorbei. Schon das nächste Jahrhundert bringt den Kampf um die Erd-Herrschaft – den Zwang zur großen Politik. (Friedrich Nietzsche)

Daher sehe ich aus den Zukunftskompetenzen eine Zukunftskonsequenz entstehen, in der eine Zukunftsethik immer schlagender werden wird. 

>> mehr dazu im Buch Der Zukunftskompass® 

… mit Empathie!

Das Wichtigste in Krisen ist, aufmerksam zu bleiben und die Umgebung detailliert wahrzunehmen, um daraus möglichst viele Informationen zu erhalten, meint Cornelia Scala-Hausmann.

In den letzten Wochen haben sich die Meinungen und der Umgang in unserer Gesellschaft deutlich unterschieden. Manche haben hinterfragt – was immer ein gutes Zeichen ist, aber schon in der Schule nie besonders gut ankam – andere wollten nichts davon wissen und wiederum andere waren voller Angst.
So vielfältig ist nun mal unsere Spezies und ich persönlich bin erleichtert, dass wir (noch) nicht alle völlig konform funktionieren.

Bisher waren wir stolz auf unsere Freiheit und Vielfalt. Sie ist die Errungenschaft Jahrhunderte andauernder Kämpfe und Entwicklungen. Es wäre dumm, wieder zurück zu gehen. Vielmehr sollten wir den anstehenden Schritt nach vorne machen und mit Ängsten umgehen lernen. Auch und vor allem in Krisen. Toleranz und Reflexion ist ein Zeichen von Intelligenz und ich bin erfreut, diese Anzeichen bei Menschen zu erkennen.

Das Wichtigste in Krisen ist, aufmerksam zu bleiben und die Umgebung detailliert wahrzunehmen, um daraus möglichst viele Informationen zu erhalten.
Das hatte bereits Frankl erkannt, um daraus seine Resilienz zu entwickeln. Er hat sich nicht dem Schicksal ergeben in einem angstvollen Ausgeliefertsein. Er hat es integriert und für sich genutzt. Wäre er wie die anderen voller Furcht in seinem KZ-Gefängnis gesessen, hätte er niemals überlebt.
Wir kennen das alles – aber wirklich lernen können wir doch wieder nur aus unserer eigenen Erfahrung. Und die bekommen wir. Immer wieder.

Also haben wir einen ganz klaren Auftrag in dieser Krise: LERNEN wir daraus! Sonst nichts. Das ist das einzige, was jeder von uns erfüllen muss. Sonst wäre alles umsonst.

Wer klug ist, hat eingehend die Medien (und zwar möglichst gegensätzliche) und gesellschaftliche Reaktionen verfolgt und seine Schlüsse daraus gezogen.
Wer gelassen blieb, konnte die Zeit für eigene Klärungen nutzen.
Und wer jetzt klar ist, kann besser entscheiden.

Fragen wir uns – fragen Sie sich: Was habe ich bisher tatsächlich aus dieser Krise für mich lernen können? Ernsthaft für mich als Person und für die Zukunft?
Ich würde mich sehr über Ihre Antworten freuen!

Zuversichtliche Grüße,

Ihre
Cornelia Scala-Hausmann


Zuallererst hoffe ich, dass Sie die letzten vier Wochen gut überstanden haben.
Und des weiteren, dass Sie dabei Ihre Lebensfreude nicht verloren haben!
 
Endlich kann ich rücksichtslos Knoblauch essen! (Freundin)
 
In den vier Wochen Eremitendasein hat sich einiges getan. 
Und wir haben ja noch zweieinhalb Wochen vor uns. 
Ein Grund, warum ein neuer Stress aufzukommen droht – der Stress, sich schon wieder für den Neustart rüsten zu müssen. Das äußert sich in täglichem Studieren von e-learning-Systemen, online-Technik und Produkt-updates.
 
Alles geht online. Besser wäre OM-line, wie Horx es einmal nannte 😉 
 
Die kritischen Geister unter uns kommen kaum den widersprüchlichen News hinterher und müssen selbst auch noch recherchieren, um halbwegs verstehen zu können, was derzeit in der Welt geschieht. 
Gleichzeitig erreichen uns nett gemeinte Nachrichten über sämtliche social medias, dass man sich entspannen sollte. Was den einen oder anderen Existenzkrisler wohl noch zusätzlich aus der Fassung bringen mag, so er nicht bereits zum Erntehelfer mutiert ist. 
Und letztlich die üblichen mahnenden Aussendungen derjenigen, die vor einem wirtschaftlichen Zurückbleiben warnen. Alles ändere sich immer rascher und man dürfe nichts verpassen, muss also weiter rennen, um dabei bleiben zu können – und jetzt nach solch einer Krise umso mehr… 
 
Von einem Getriebensein ins nächste?

STOP!
 
Sollten Sie jetzt kein Einkommen haben und nicht wissen, wie es nach der Krise weiter geht – dann haben Sie mein tiefstes Mitgefühl. Ich verstehe, wenn Sie nicht unbedingt gelassen bleiben können. (Ich wundere mich oft selbst, dass ich es bin.)
 
Dennoch – ich möchte Sie, mit oder ohne Einkommen, dazu aufrufen, sich nur eine einzige Frage zu stellen:
 
Was erwartet das Leben eigentlich von mir?
(Und nicht umgekehrt!)
 
Falls es das ist, was bisher war – gut.
Falls nicht – wäre jetzt die Chance! 

Brüche haben immer einen Vorteil. Sie erleichtern uns, etwas zu ändern. Denn wo zuvor kein Verständnis war, ist nun Empathie. 
 
Was verdienen Sie?, fragte der Richter den Poeten im Zeugenstand. „Nun ja“, meinte dieser, „mal nichts, manchmal ist es aber auch weniger…“
(Wolfgang J. Reus)

 
Ja, wir sind an einer wichtigen Zeitenwende. Wir sind es schon länger und werden es auch noch länger sein. Die Corona-Krise ist nur eine kleine Krise innerhalb einer großen Veränderung, in der wir uns befinden. Sie bewirkt einen Klimawandel. Dieser ist längst nicht nur ein Umweltthema. Es geht um den Klimawandel in unserer Gesellschaft. Er ist virulent und akut. Krisenzeiten rütteln uns durch, Angst dominiert und das menschliche Zueinander ist massiv gestört. 
Aber – und es gibt immer ein aber – ebenso geben sie uns auch die Möglichkeit, unser Klima konstruktiv zu gestalten. Nicht nur das Klima der Umwelt, sondern auch unseres Umfeldes, unserer Familie, unserer Arbeit, unserer Medizin, unserer Wirtschaft u.a.m.  Sie führen zu einem gesellschaftlichen Klimawandel!
 
Und WIR entscheiden, wie der Wandel abläuft. Wir dürfen mitreden, wir dürfen darüber nachdenken, hinterfragen und versuchen zu verstehen. Wir dürfen diskutieren und abstimmen, wir dürfen unsere Sicht der Dinge kommunizieren. Und vor allem wir können im Kleinen handeln.
 
Das Schlechte zuerst: Immer mehr haben Probleme mit ihrem Unterhalt. 
Und jetzt das Gute: es ist mehr als ausreichend Unterhaltung vorhanden. 
(Henry Schaffner)
 
Als ich ein Teenager war, hatte ich auf den Wänden meines Zimmers unzählige Protestposter und die Tür vollgeschrieben mit Sprüchen. Einer davon war:
 
„Es kann vorkommen, 
dass die Nachkommen
mit dem Einkommen
nicht mehr auskommen
und dann umkommen.“
(Denn ich kam nie mit meinem Taschengeld aus.)
 
Solch weise Sprüche hatte ich damals von meiner „Großmutter im Apfelbaum“. Sie war eine humorvolle, krisenfeste, zähe Frau – die mit allem fertig wurde. (siehe Biografie)
Dieser Spruch kam mir diese Woche wieder in den Sinn – denn ich bin derzeit ein Nachkomme ohne Einkommen, wie sie es auch so oft war. Vielleicht komme ich auch nicht mehr aus – aber keinesfalls komme ich um – dazu habe ich zu viele ihrer Gene in mir 😉
 
Was würde sie also in einer solchen Situation sagen oder tun? Bzw. was hat sie getan?
Sie pflegte ein persönliches Netzwerk und Informationssystem, tauschte statt zu zahlen, war hilfsbereit aber verschwiegen, hinterfragte so einiges, gab nie auf, war mutig und versorgte sich selbst. Es gäbe viele Geschichten, die ich über sie erzählen könnte… 
 
„Oh du lieber Augustin, alles ist hin…“ (ein altes Wienerlied, das wir oft lachend zusammen sangen…) „Geld ist weg, Mädl ist weg … Rock ist weg, Stock ist weck, Augustin liegt im Dreck…“  (er lebte lustig weiter, die Pest konnte ihm sogar in der Pestgrube mitten unter lauter Pesttoten nichts anhaben.)
 
Übertragen auf Heute hieße das – wir haben ein digitales Netzwerk, worüber wir uns nicht nur mit irgendwelchen mehr oder weniger sinnvollen Postings austauschen, leben ein gezieltes Miteinander statt Gegeneinander, behalten manches auch für uns, prüfen mit Herz und Verstand, lassen uns nicht unterkriegen, weder von einem Virus noch von Einschränkungen, stehen mutig für unsere Rechte ein und versorgen uns selbst mit positivem Selbstwertgefühl, um unsere Immunität zu stärken.
 
Wer den Sinn einer ersten Krise nicht verstanden hat, bekommt eine zweite. (Pascal Lachenmeier)
 
Wir Menschen haben schon vieles gemeistert. Wir sind nicht so leicht zu bezwingen. Nur die Angst müssen wir besiegen. Eine Gefahr ist dazu da, sie zu erkennen, zu erforschen und zu integrieren, um weiterhin lebensfähig sein zu können. Wir rotten auch nicht alle Löwen, Tiger oder Haie aus, weil sie uns fressen könnten. Wir sollten mit ihnen leben lernen.
 
Die Geschichte von Paracelsus und seinem Handel dem Tod. (Link)
 
Derzeit arbeite ich kostenlos mit einem Team an einem e-Book zur Coronakrise. In diesem Buch sind wir auf der Spur von systemischen Zusammenhängen. Nicht selten kommen unvermutete Informationen zu tage, die neue Wege aufzeigen können. Die Frage ist jedoch, wenn es sich um zukünftige Wege handelt, ob wir sie heute schon verstehen und richtig interpretieren können oder erst in der Rückschau erkennen, was gemeint war. (Info)
 
Um etwas in der Welt verändern zu können, müssen wir zuerst unseren Blick auf die Welt, unsere Einstellung, unsere Geisteshaltung verändern.
 
Ich bin immer auf der Fährte nach möglichen Veränderungen und suche immer den eigenen Handlungsansatz darin. Das verlangt zunächst keine großen Schritte im Außen. Aber es verlangt einen kritischen Blick in unser Inneres. Und dazu sind Krisen da. 
 
Auf den Böden der Krisen wachsen oft regelrechte Riesen.
(Michael Marie Jung)

 

Mit immunstärkenden Grüßen
 
Ihre
Cornelia Scala-Hausmann

Paracelsus war einer der erfolgreichsten Ärzte zu seiner Zeit und hatte schon so manchen Todgeweihten zurück ins Leben gebracht. So warn der Tod und er schon alte Bekannte. Als wieder einmal die Pest ins Land zog, und mit ihr der Tod, fragte ihn Paracelsus, „Wieviele wirst du diesmal mit dir nehmen?“ Der Tod antwortete: EIN DRITTEL, WENN DU ALLES TUST, UM SIE ZU RETTEN. 

Also tat Paracelsus alles in seiner Macht stehende und heilte so viele Menschen, wie er konnte. Als die Pest vorüber war, stellte er jedoch fest, dass beinahe zwei Drittel gestorben waren! Voller Zorn richtete er sich an den Tod: „Du hast dein Wort nicht gehalten! Ich habe alles getan und dennoch hast du weit mehr mit dir genommen!“ 

DAS WAR ICH NICHT, antwortete der Tod, SIE SIND AN DER ANGST GESTORBEN.

Paracelsus machte tatsächlich die Verzweiflung der Menschen für die hohe Sterberate verantwortlich.

Reflexion – die Kompetenz in Krisen.


Ich erinnere mich, fast jedes Jahr einmal die Grippe gehabt zu haben. Meistens, wenn ich mir zu viel abverlangt hatte, das Wetter mich frieren und gleichzeitig schwitzen ließ oder wenn ich zu leichtsinnig mit meinem Körper umging. 
Ein Jahr hatte ich keine – das war, als ich jede Woche 3 x in die Sauna ging. Und natürlich all die Winter, die ich nicht in Europa war. Tropisches Klima ist nunmal nichts für Grippe-Viren.
 
Die Schleimhäute feucht und warm zu halten ist der beste Schutz – wusste schon meine Großmutter aus dem 19. Jhdt. Doch dagegen arbeiten immer mehr Klimaanlagen in Büros, Zügen, Flugzeugen und Autos. Man müsste ständig Zuckerl lutschend dasitzen – was nicht immer sehr intelligent aussieht und im Schlaf etwas schwierig ist.
 
Rezept gegen die Grippe vom Leibarzt der Königin Viktoria: Man lege sich ins Bett, hänge seinen Hut ans Fußende und trinke so viel Whiskey, bis man zwei Hüte sieht. 
 
Sehr weise – denn bekanntlich vermehrt sich der neue Coronavirus im Rachenraum – eine Schnaps-Desinfektion wirkt also eindeutig tödlich auf das Virus. Wenn also jemand im Bus den Flachmann zückt – hat es derzeit andere Gründe!
 
Keiner liebt es krank zu sein – aber in Tagen wie diesen sehnt man sich sogar nach der guten alten Grippe zurück. Auch sie sorgte für Totalausfälle. Nicht nur einmal lag ich mit allen Kindern und Mann gleichzeitig krank darnieder – und Tanten mussten einspringen. Und die waren offenbar so sehr in ihrer Mitte, dass sie gesund blieben. 
Dieses Phänomen begegnet uns häufig – in Krankenhäusern, Familien, mitten in Epidemien bleiben Ärzte und Pflegepersonal in all dem verseuchten Umfeld gesund. 
 
Woran das wohl liegt?
 
Vielleicht, weil sie gebraucht werden, weil sie Sinnvolles tun, weil sie sich gar nicht fragen, ob sie krank werden könnten, weil sie es sich nicht erlauben oder weil sie anderes zu tun haben und dem Virus damit gar nicht den nötigen Nährboden bieten?
Jedenfalls nicht, weil sie angstvoll in einer Ecke sitzen und Kontakt vermeiden.
 
Die ständige Sorge um die Gesundheit ist auch eine Krankheit. (Plato)
 
Die Begleiterscheinung dieser „Pandemie“ ist: keine direkten Sozialkontakte mehr. 
Ohne Internet wären wir nun komplett isoliert und das floriert mehr denn je. Daten, Fakten… und unglaublich viel Nonsens. Aber auch viel Humor 😉 und das ist bekanntlich die beste Medizin. Von „We can get no Desinfection“ bis hin zu dem Twitter-Duell zwischen Corona und der Grippe mit mehr als einer halben Million Follower begegnet man der Epidemie mit Karikaturen und nimmt ihr den Schrecken. Selbst die Online-Gegner bemühen sich nun um die nötigen Apps um auf dem Laufenden zu bleiben – gibt es eigentlich schon eine Corona-App? 
 
Es gibt nur eine Medizin gegen große Sorgen: kleine Freuden. (Karl Heinrich Waggerl)
 
Zwischen all den Fake-News, „Durchsagen“ aus anderen Dimensionen und taktilen Manipulationen klären seriöse Arztinterviews auf, was wirklich ist – aber was hilft‘s? Gesetze verhängen Ausgangssperren und da will sich jeder rüsten und holt – höflich aber bestimmt – noch ein paar Klopapierrollen aus dem Supermarkt. Viele haben mehr Angst vor der Isolation als vor dem Virus, denn die bedeutet Ausgrenzung und Einkommensverlust. Gewollt oder nicht – alles ist jetzt kontrollierter denn je. 
 
Die Medizin ist so weit fortgeschritten, dass man kaum noch Gesunde findet. (Aldous Huxley)
 
Zurück von meiner Patagonien-Reise landete ich direkt im Krisengebiet. Ungewöhnlich. Normalerweise ist es umgekehrt. Österreich ist im Ausnahmezustand. Wer hätte das noch vor 1 Monat gedacht? Bisher waren diese Gebiete immer weit weg. Jetzt haben wir es direkt vor unserer Haustür. Sehen wir mal, wie die Österreicher damit umgehen. 
 
Not macht erfinderisch,
heißt es. Also bin ich gespannt, auf die Innovationen, die da kommen mögen. Für viele mag es wohl eine willkommene Gelegenheit sein, endlich mal einen Gang runter schalten zu dürfen. – Wer von Ihnen konnte in den letzten Jahren den März und seinen Frühlingsbeginn in aller Ruhe genießen? 
Schön wäre allerdings, wenn man es mit seiner Familie kann. Die meine ist verstreut – und derzeit können wir nicht mal zusammen… 
 
Die Regierung schnürt Unterstützungspakete. (Hätten wir bereits das Grundeinkommen, hätten wir in solchen Krisen wohl weniger Probleme!) Und wo Lehrer bei vollem Bezug freigestellt werden, Angestellte im Krankheitsfall zu Hause bleiben können, dürfen Selbstständige ihre Kreativität einsetzen, um zu überleben. Da helfen auch keine Ratenzahlungen oder Zahlungsaufschub seitens der Sozialversicherung. Die Kosten laufen weiter und der Umsatz kommt nicht wieder.
 
Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung. (Antoine de Saint-Exupéry)
 
Ich hatte heuer schon zwei grippale Infekte – plus zwei normale Erkältungen. Ich war insgesamt also über drei Wochen außer Gefecht. Als Selbstständige ein Horror, aber normales Berufsrisiko. Und das seit 30 Jahren. Ich arbeite vom Bett aus. Doch 2020 ist das Jahr der neuen Dimension, nicht nur, was die Grippebekämpfung betrifft. Diesmal wird meine Kreativität enorm gefordert. 
 
Ab dem 2. Tee mit Rum entdeckt man neue Seiten an der Krankheit.
 
Während jetzt also draußen die Wirtschaft zum Erliegen kommt, halte ich meine eigene so gut es geht am Laufen. Und wenn es nur die Hauswirtschaft ist 😉 Lasse mich von dem einzig gefährlichen nicht anstecken: der Angst. Und erfülle die Erwartung an Selbstständige: Eigenverantwortung. 
 
Hoffnung und Freude sind die besten Ärzte. (Wilhelm Raabe)
 
Aber wenden wir den Blick doch einmal weg von dieser Szenarie hin zu einem „normalen“ Leben. Nachdem Shoppen als Ablenkung auch nicht mehr funktioniert (schon online versucht?), die Kaffeehäuser auch geschlossen sind, haben wir genügend Zeit, uns mit uns selbst zu beschäftigen (vorausgesetzt, wir verfallen nicht Netflix oder Prime).
 
Nebenbei träufeln wir gegen die Grippeviren Thymian und Grapefruitöl auf die Duftlampe 😉 und lassen uns ein heißes Meersalzbad ein. 
 
Die 3. Zukunftskompetenz ist Reflexionskompetenz – So lassen Sie uns diese unfreiwillige Auszeit dafür nützen, das Leben, die Arbeit, die Beziehungen und vor allem diese Krise zu reflektieren… 
 
Und wenn Sie liegen müssen – ab dem 3. Tee mit Rum beginnt es Spaß zu machen!
 
Reflektieren wir also. 
Was meinen Sie denn, ist in Ihrem Leben gut gelaufen? Und weshalb?
 
Machen Sie sich nichts daraus, wenn die Liste nicht besonders lang ist. Bekanntlich lernen wir nur durch Fehler – und deren Nutzen erkennt man leider immer erst lange hinterher. 
Gehen wir in die Gegenwart. Denn ändern können wir weder das Gestern noch das Morgen – nur das Heute. (Teilweise 😉
 
Was wäre, wenn es diese Krise das Beste wäre, das uns passieren könnte? 
Blöde Frage?
 
Nun, im Coaching stellt man sich immer wieder die berühmte Wunderfrage: „Wenn Sie morgen aufwachen und es ist ein Wunder geschehen – woran würden Sie es merken?“
 
Noch einen Tee mit Rum?
 
Ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster und stelle mir vor, dass ALLES möglich wäre…  und aus dieser Situation heraus blicken wir auf das Heute und sehen sofort, was wir ändern müssten, um unser Wunder zu erreichen…
 
Zu komplex?
 
Ok, dann einfacher: Reflektierend ausmisten ist angesagt!
Breiten Sie einfach mal alle Verpflichtungen, Sorgen und Projekte etc. vor sich am Boden aus und heben nur diejenigen wieder auf, die Sie unbedingt und wirklich wollen!

…und warum wollen Sie die?
 
Jetzt sind wir mitten im Reflektieren. Eigentlich sollten wir das jeden Tag machen. Spätestens vor dem Schlafen gehen. Dafür gibt es sogenannte Tagebücher. Was gelang heute gut, was nicht so gut – wofür liebe ich mich, und wofür hasse ich mich… oder andere 😉 
Dem Tagebuch (oder Privaten Projektbuch namens Leben) können wir alles anvertrauen. Und es tut gut, die Dinge los zu werden – sie sich (wenn schon nicht zu reden, dann wenigstens) von der Seele zu schreiben. 
 
Und laut Dahlke ist Husten nur ein Symptom, das aufgestaute Aggressionen kund tut, Schnupfen das Zeichen, dass man die Nase voll hat und Grippe ein Weg, sich Grenzen zu setzen. 
Haben wir also ein alljährliches Volkssyndrom, das sich in Form einer Pandemie Luft macht?
 
Die Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene. (Carl Hilty)
 
Wie auch immer Sie sich nun zurückziehen – ich wünsche Ihnen eine wunderbare Auszeit! Nützen Sie sie für sich selbst und Ihre eigene Entwicklung und Regeneration. Denn der nächste Sommer kommt bestimmt!
 
Mit viralen Grüßen
Ihre
Cornelia Scala-Hausmann

***

Corona-Specials

Ich setze meine Arbeit wie gewohnt fort – nachfolgend ein paar krisenfeste Angebote 😉


Februar…es wird heller. Die Sonne möchte den völlig vernebelten Jahresausklang wettmachen und verwöhnt mein kleines Dorf seit Weihnachten beinahe täglich mit ihren Strahlen. Die Solarheizung kommt endlich auf ihre Kosten. 

Nach einem sehr kommunikativen „Salon der gegenwärtigen Zukunft“ in der Rösterei Krumpendorf am Wörthersee lese ich die neuesten Trends zum Thema Klima und Wirtschaft und bereite mich auf eine nächste Reise vor. Wieder möchte ich die Perspektiven wechseln und diesmal aus dem tiefen Süden (Patagonien) auf die Welt blicken. Und vielleicht zieht es mich diesmal deswegen in kühlere Gefilde, weil es rundherum so heiß her geht.
 

„Überhitzung ist das Narrativ der 20er Jahre“ (Matthias Horx)
 

Horx spricht von einer Überhitzung, die sich jedoch nicht auf das Erdklima beschränkt, vielmehr geht es um eine geistige, emotionale und mediale Überhitzung. 

Keine schlechte Beschreibung!

Hitze nimmt offenbar in all unseren Bereichen zu, nicht nur die Natur, sondern auch Gesellschaftsthemen entzünden sich. Medizinisch steht eine Entzündung immer für unterdrückte Konflikte, sämtliche Energie wird dort gebündelt und steht für andere Prozesse nicht mehr zur Verfügung – wodurch der Körper, der Organismus geschwächt wird. 

Wir leiden also an einer überhitzten, entzündeten Gesellschaft – quasi an einer „Sozialitis“. Heiße Reden in der Öffentlichkeit, explosive Schlagzeilen etc. sorgen für Hysterie, Polarisierung und Angst… kein Boden für nachhaltige Gesundung, weder für die Erde noch für ihre Menschen. Immer neue Herde werden akut und drohen unsere Gesellschaft auszubrennen (Burn-Out). Wir entmündigen uns selbst, je mehr wir andere für alles verantwortlich machen und drängen uns so immer mehr in die Hilflosigkeit.

Immer wieder behauptete Unwahrheiten werden nicht zu Wahrheiten, sondern was schlimmer ist, zu Gewohnheiten. (Oliver Hassencamp)

Jetzt eine ungewöhnliche Frage: 

Würden wir uns als einen Organismus betrachten, welches Rezept würde uns ein Arzt verschreiben? Was meinen Sie? …
 

Wie bei unserem Körper auch, bräuchte es zur Heilung nährende Ruhe, um Krankheitserreger überwinden zu können. Jedenfalls sollten wir die Selbstheilungskräfte aktivieren anstatt nur ständig Symptombehandlungen durchzuführen. Und mit der Ruhe kommt ein Ruhen… in sich selbst.

Wenn jeder in sich selbst ruht, erfährt er Freiheit im Denken, Fühlen und Wollen. (Dr. Rudolf Steiner)

Auch wenn die Jugend der Hoffnungsträger schlechthin ist und wir sie damit heillos überfordern, sollten wir das Gedächtnis dieses Organismus’ in Form von Wissen und Erfahrung nicht über Bord werfen. Glücklich jedes Kind, das bei Krankheit eine fürsorgliche Großmutter an seiner Seite hatte! Sie gab den nötigen Halt, damit es selbst gesunden konnte. 

Der sicherste Weg zum Erfolg ist immer, es doch noch einmal zu versuchen. (Thomas A. Edison)

Also wäre es klug, die Pioniere aller Generationen zu einen anstatt sie zu entzweien um uns so die nötige Basis für eine Gesundung zu geben, die sich über Erhitzungen und Hetzen erhebt. In diesem fortgeschrittenen Stadium können wir zwar weiterhin versuchen, nur einzelne Symptome (Staaten) zu behandeln oder endlich begreifen, dass es in Zukunft nur noch um die Ganzheit – sprich Welt, Weltwirtschaft, Menschheit etc. gehen kann! 

Wir können nicht mehr zurück in eine „heile Welt“, aber wir können gesunde Zellen in diesem Körper namens Menschheit schaffen, einfach durch die Art, wie wir leben. Und wir gestalten durch jede einzelne Handlung den Gesundheitszustand dieser Welt mit.

Wir wollen eine Gesellschaft, in der die Menschen sich selbst etwas zutrauen und nicht auf den Staat warten. Wir wollen eine Gesellschaft, die sich ihrer Verantwortung für die Natur bewusst ist. (Helmut Kohl)

Sie mögen jetzt sagen – eine Entzündung ist ein Teil des Heilungsprozesses. Stimmt. Durch die Hitze werden wir diverse Krankheiten los. Jedoch nur, wenn wir dabei nicht überhitzen, unsere Organe versagen und wir unser eigenes System zerstören. – Aber vielleicht braucht es genau das? Die Frage ist jedoch – was lebt dann noch?

In Zukunftszeiten müssen Menschen nicht mit- oder durcheinander, sondern füreinander sein. (Rudolf Steiner)

So möchte ich die zweite von 12 Zukunftskompetenzen – die Salutogenesekompetenz – vorstellen, die uns fähig macht, Gesundheit zu erhalten. Unsere eigene, die der Gesellschaft und die unserer Welt.

Salute!

Ihre Cornelia Scala-Hausmann

>> hier geht es zur ersten Reiseetappe

Unsere Reisegruppe hat sich im Basecamp der Selbstkompetenz gut geschlagen. Einige haben die Gruppe gewechselt und andere haben aus gesundheitlichen Gründen abbrechen müssen – doch wir sind noch dabei! Und es geht weiter zur zweiten Station auf dieser Weltreise zum höchsten Gipfel unserer Visionen. 

Das Etappenziel heißt Salutogenese – ein exotischer Ort, der sich von Salus (Gesundheit) und Genese (Entstehung) ableitet. Nicht viele haben von ihm gehört geschweige denn, ihn besucht. Dieser wunderschöne Landstrich erhebt sich über das Tal der Pathogenese, wo es vor Krankheiten nur so wimmelt. Man sollte meinen, dass kein Mensch dort wohnen würde und jeder zur Salutogenese aufsteigen möchte. Aber so ist es nicht – es gibt zu viele Verlockungen und Versuchungen in diesem Tal. Daher ist es heillos übervölkert und der Zuzug reißt nicht ab. 

Unser Weg führt uns leicht aber stetig bergauf. Wir lernen, auf unseren Körper zu hören – wann braucht er eine Pause, wann wieviel Wasser? Nach einer Stunde hat jeder seinen eigenen Rhythmus gefunden und erfreut sich der immer schöner werdenden Natur und ihrer Artenvielfalt. 

Da! Bunte Vogelschwärme steigen aus den Bäumen auf und am Wegesrand wachsen genügend süße Beeren für uns alle. 

Unser Reiseführer erklärt uns spielerisch, wie unser Körper funktioniert, die 3 Systeme, die uns am Leben erhalten: Das Nerven-Sinnessystem, das uns die Welt wahrnehmen lässt. Das Rhythmische System für Atmung und Kreislauf und das Stoffwechsel-Gliedmaßensystem, das uns nach unserem Willen handeln lässt. Wir spüren in uns hinein, wann welches System die Oberhand hat. Bei mir ist es das Rhythmische System… mein Herz klopft stärker und mein Atem geht tiefer im raschen Schritt bergauf. Mein Blut bekommt mehr Sauerstoff und mein Schritt wird leichter.

Auf einer Wiese vor einem Bauernhof halten wir an, um zu picknicken. Wir bekommen frisches Gemüse aus dem Garten mit selbst gebackenem Brot. Ein Festmahl 😉 Danach sucht sich jeder ein Plätzchen im sonnigen Gras und ruht sich aus. Der Ausblick über das Tal ist grandios – bis auf die Rauch- und Dunstschwaden, die aus der pathogenen Stadt aufsteigen.

Nach 30 Minuten geht es weiter bergauf. Wir queren eine Hochebene und lassen das Tal hinter uns. Zwischendurch diskutieren wir über Körper – Seele – Geist in ihren Zusammenhängen und gegenseitigen Wechselwirkungen. Gesundheit scheint tatsächlich im Denken ihren Ursprung zu haben und wir begreifen die Bedeutung von Psychohygiene.

Im Gehen beginnen wir, unsere Gedanken auszumisten, zu ordnen und bemerken ihre Kraft. Jetzt bekommen wir Zugang zu unseren Gefühlen und können sie immer besser wahrnehmen…

Die Sonne neigt sich gegen Westen und nach 3 Stunden sind wir am Ziel. Ein Heilzentrum, das nicht Kranke aufnimmt, sondern Gesunde, die selbst Verantwortung für ihr Gesundsein übernehmen wollen. In 3 Tagen werden wir alle wichtigen Informationen dazu erhalten, die Gesundheit in ihrer tiefen Bedeutung verstehen zu lernen und unseren inneren Arzt zu aktivieren.

Wir werden freundlich empfangen. An der Tür hängt ein Schild: „Süchte haben hier keinen Zutritt, ebenso wenig Pessimismus und Selbstmitleid.“ … ich muss schmunzeln, werfe meine letzten Zweifel über Bord und trete ein…

Ihre

Cornelia Scala-Hausmann

…weiter geht es im nächsten Newsletter und/oder im Buch „Der Zukunftskompass®“

Die Reise beginnt. Das Basecamp der Selbstkompetenz.

Wieder eine Poststation, wo das Schicksal die Pferde wechselt.
(George Gordon Byron)

Wenn ich meine „Pferde“ wechsle, heißt es umpacken. Die Satteltaschen sind voll, meine alten Pferde hatten Mühe bis hierher zu kommen. Doch es wurde von Jahr zu Jahr leichter. An jeder Poststation ließ ich etwas zurück und wie sich heraus stellte – hatte ich es nie vermisst. 

Lassen Sie uns auf eine neue Reise gehen – sie führt uns über die nahen Ziele unserer begonnenen Wege, über die kleinen Hindernisse unserer Bequemlichkeiten, die Brücken unserer Hoffnung und die steilen Berghänge unserer Zweifel, über gemeinsame Abschnitte mit Gleichgesinnten, über unwegsames Dickicht unserer Ängste zu den fernen Kontinenten unserer Visionen.

Keine ist spannender oder wichtiger als diese, unsere Reise zur eigenen Freiheit. Ich gehe sie auch und freue mich über jeden mutigen Reisegefährten, der sich aufmacht zu diesem großen Ziel, das doch jeden kleinen Alltag in unserem (Arbeits)Leben zu etwas Besonderem macht. 

Das Reisen führt und zu uns zurück. (Albert Camus)

Wie lange die Reise dauern wird? 
…1 Jahr!

Was sie kostet?
…nur ein wenig Zeit.

Wohin sie gehen wird?
…wer weiß das schon.

Ob sie ein Abenteuer wird?
…in jedem Fall ;- )

Gefährlich?
…nun, das kommt drauf an. Es hat schon Einige auf neue Wege gebracht – und so mancher hat davor gewarnt. Also ja, es könnte gefährlich werden!

Was kann im schlimmsten Fall passieren?
… ein neues Leben!

Also… wollen wir?
…aufbrechen und es wagen? Sie sind nicht allein… falls Sie das beruhigt. 

Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen. (Sokrates)

Es gibt 12 Etappen auf diesem Weg. Und jede bringt uns näher zum Gipfel unserer Vision. Aber halt! Es gibt eine Regel auf dieser Reise! 

Jede/r Mitreisende muss folgende Dinge in seinen Rucksack packen: Neugierde, Offenheit und vor allem Humor! Sie sind die Versorgung auf schwierigen Abschnitten und der Freifahrtschein zum Ziel!
Und – ein Reisetagebuch, in dem wir Erlebnisse eintragen um daraus die nächsten Reisepläne schmieden zu können.

Einverstanden? 

Gut! Dann schultern Sie Ihren Rucksack und los gehts in Ihre, unsere neue Zukunft, die wir ab sofort formen.

Du selbst zu sein, in einer Welt, die dich ständig anders haben will, ist die größte Errungenschaft. (Ralph Waldo Emerson)

Sehen Sie das Schild mit Ihrem Namen drauf am Bahnhof der unendlichen Möglichkeiten? Ich stehe hier und hole Sie ab …zur ersten Etappe…

Willkommen im Basecamp! 
Unser Basislager ist unser Fundament für die gesamte Reise. Hier wird genau geprüft, wo es an der Wurzel Verstärkung braucht. Die Trainer?
…das sind wir selbst!

Jeder muss durch die Schleuse der Wahrnehmung. Sie ist unser Handwerkszeug für die gesamte Reise – Hey! Sie sind gut! Sie nehmen schon Ihre Gedanken wahr! 
Was denken Sie gerade?… 

Sei du selbst! Alle anderen sind bereits vergeben. (Oscar Wilde)

Wir entdecken 3 Trainingsbereiche im Camp. Der erste trainiert unser Denken – wir prüfen, dass wir vieles denken, was nicht unser Eigenes ist – und es nicht einmal bemerken. Zu einfach ist es, die Welt von Anderen ordnen zu lassen, man muss sich nicht mehr selbst anstrengen. Ok, diese geführten Großgruppenreisen haben einen anderen Startpunkt – wenn Sie wollen, können Sie noch dorthin wechseln! Wer lieber die individuellen Reisen möchte, darf bleiben und seine Gedanken ordnen:
Wo wurden wir angepasst und wo haben wir unsere ureigene Individualität entwickelt? 
…die ersten Sätze fließen in die Tagebücher.

Darin, inwieweit die Menschen im Leben ihren eigenen Gedanken oder denen anderer folgen, besteht eins der Hauptmerkmale, durch das sie sich voneinander unterscheiden. (Leo N. Tolstoi)

Alle, die einen klaren Blick bekommen, dürfen weiter in den zweiten Bereich… Puh – hier kommen Gefühle hoch. Nicht unbedingt immer angenehme. Sie möchten gleich weiter? Die Gefühle unterdrücken? – Sorry, ohne Gefühl kommen wir nicht weit. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als mit unserem Denken unser Fühlen zu ergründen:
Welches Gefühl nehme ich wo in mir wahr? Woher kommt es? Ist es berechtigt? 

Wer seine Gefühle nicht erkennen kann, scheitert bereits bei der nächsten Reiseetappe. Schwierig?  Dann holen Sie Ihren Proviant aus dem Rucksack zu Hilfe. Offenheit lässt alles zu, ohne es zu verstecken. Neugierde lässt uns weiter forschen und auch den letzten Winkel erkunden. Und unser Humor lässt uns über uns selbst lachen – und sofort ist alles leichter ;-).

Das Lachen über mich ist ein Lachen des Wiedererkennens. (Loriot)

Das Tagebuch beweist unser Können und verschafft uns Eintritt in den 3. Bereich – dem Willen zum Handeln. Ha! Da sind ein paar ganz Schnelle – sie versuchen hier reinzukommen ohne Denken und Fühlen. Das mag woanders funktionieren – aber nicht auf dieser Reise! Sie werden zur „Intensiv-Extremsportreise in 7 Tagen durch alle Kontinente“ verwiesen, wo man ohne viel nachzudenken in jede Herausforderung springt, egal, was danach kommt.

Für uns heißt es jedoch, den Willen mit unserem Denken und Fühlen zu stärken. Wie ein Krieger, der sich vor einer Aufgabe sammelt, stählen wir unseren Willen mit einfachen Übungen: 
Wir konzentrieren uns 1,2 oder 3 Minuten auf nur eine einzige Sache. Egal was. Ein Baum, ein Finger, ein Bleistift… aber wir müssen Lenker unserer Gedanken sein und sie willentlich bei dieser einen Sache halten. Glauben Sie mir, das ist schwer genug!
Wie ein Hirte seine unruhige Herde ständig zusammen halten muss, müssen wir hier unsere Gedanken bei dem leisesten Versuch, auszubrechen, wieder einfangen. Gelingt es – werden wir immer stärker für die Umsetzung zukünftiger Vorsätze und Ziele.

Sich selbst zu kennen ist die erste aller Wissenschaften. (Platon)

Unsere Gruppe ist kleiner geworden, aber das war absehbar. Aber Sie haben es geschafft! Gratulation! Sie konnten Ihr Ich stärken und selbstkompetenter werden! Wenn Sie möchten können Sie noch ein paar Zusatzausflüge zur Selbststärkung* buchen, aber das Grundgerüst steht für das nächste Reiseziel – wir sehen uns im Februar!

Ihre Cornelia Scala-Hausmann 

Wer einmal sich selbst gefunden hat, der kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren. (Stefan Zweig)

* Zusatzangebote:
Ausflug zu den 3 Bergen: Individualität – Solidarität – Egoität
Expedition zur Tempelanlage: Körper – Seele – Geist

Wenn wir uns für Weihnachten rüsten oder es aber vielleicht auch ablehnen – eventuell im Süden feiern ohne Familie oder über die Feiertage sogar arbeiten müssen – es ist dennoch eine spezielle Zeit. Kaum jemand fühlt sich so wie den Rest des Jahres. Manche meinen, es ist eine hektische Zeit, andere sehen eine heilige, manche eine magische und wiederum andere eine Familienzeit und viele wohl eine Geschenk(t)e Zeit auf sich zu kommen. 

Wie sehen Sie nun diese weihnachtliche Zeit? 

Und wie feiern Sie dieses Fest?

Vor hunderten von Jahren war Weihnachten wohl komplett anders. Ob es sich in einigen Jahrhunderten wieder völlig verändert haben wird? Davon gehe ich aus. 

Wie könnte ein Weihnachten der Zukunft aussehen? 

Wird es noch von Konsum bestimmt sein? Oder hat es seine alte Bedeutung wieder gefunden? Wird es überhaupt noch gefeiert werden? …

Nun, ob Weihnachten oder andere Themen unserer Gesellschaft – wir fragen uns ständig, wie es in Zukunft aussehen wird. Dabei bleiben wir meist in irgendwelchen Thesen, Theorien, Hochrechnungen und Statistiken hängen. Wir vergessen allzu oft, dass wir diese Zukunft jetzt in jedem Augenblick erschaffen. 

Und das ist unser Thema im „Salon der gegenwärtigen Zukunft“. 

An 5 Terminen im Neuen Jahr laden wir Sie ein, mit uns in Dialog zu den wesentlichen Themen unserer Zeit zu gehen. Eigene Handlungsmöglichkeiten abzuklären, sich auf Zukünftiges vorzubereiten und das Jetzt zu nützen.  

Denn – jetzt ist die beste Zeit für Gegenwärtigkeit!

Und damit für die Zukunft.

Mit gegenwärtigen Wünschen für das zukünftige Neue Jahr,

Ihre

Cornelia Scala-Hausmann

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