Institut für Zukunftskompetenzen® Let´s create future together! (Bildquelle: © psdesign1 - Fotolia.com)

Let´s create future together!

Was uns heuer <br>inspiriert hat Blue Hole (Bildquelle: Cornelia Scala-Hausmann)

Was uns heuer
inspiriert hat

Die IFZ-Gründer Cornelia und Harald beschreiben, welche Ereignisse sie heuer besonders inspiriert haben.

2017 stellten wir unter den Titel „Das Jahr der Inspiration": Unsere Angebote, wie die Tage der Zukunft, das Inspirations-Jahresabo und –wandern, viele Texte und Fotos auf der Website und im Newsletter regten dazu an, sich intensiver diesem „Gehirn-Dünger" zu widmen, der mitverantwortlich für die besten Zeiten unseres Lebens ist. Diesen Rückblick nehmen wir zum Anlass, uns selbst zu fragen, wie wir Inspiration in diesem Jahr erlebt haben – und welche Ereignisse besonders nachwirken. Wir freuen uns, wenn auch Sie Ihre „Inspirationen 2017" mit uns teilen!

Cornelias Inspirationen

Ich danke Harald für diese Frage! Denn sie zwang mich, das Jahr noch einmal unter diesem Aspekt Revue passieren zu lassen – und es war verdammt schwer, unter den vielen Erlebnissen die intensivsten herauszufiltern. Aber nach einem Tag innerer Recherche kam zum Vorschein, dass einige Erlebnisse miteinander verknüpft sind. Sie gaben mir ähnliche Impulse...

Hautnah

Mehr noch als die Buckelwale, die ich nur vom Boot aus erleben konnte, inspirierte mich der riesige Stingray, den ich für eine kleine Weile auf meinen Armen halten durfte... er ließ es sich vielleicht eine Minute lang gefallen, aber es war eine wunderschöne kleine Ewigkeit für mich, seine samtig weiche Haut und den darunter verborgenen starken Muskel zu spüren... seine Augen direkt vor den meinen zu sehen und seinen Stachel unter ihm zu wissen... er müsste es nicht dulden – aber er tat es. Und das war ein unglaubliches Geschenk... ich dachte daran, dass er frei ist und freiwillig hier ist... diese kurze Zeit erlaubte er mir, ein wenig von ihm zu erfahren, seine Kraft zu spüren, seine Wildheit... und einen kurzen Moment war ich wie er...

Hoch hinauf – tief hinunter – und hinüber...bis an die Spitze!

Als ich in Guatemala den Pacaya Vulkan bestieg, spürte ich zunächst und hörte dann auch ein tiefes WBUUUUMMMM... wbuuuUUUUM.... wbuuuUUUMM... in regelmäßigen Abständen... das Schnauben der Pferde neben mir hatte ich bald ausgeschlossen... und tatsächlich, der Berg atmete! ...wie ein mächtiges Wesen schnaubte er in regelmäßigen Abständen Asche aus! Ich fühlte mich wie an einem direkten Draht zu unserer Erde, zum Herz unseres Planeten.
Ähnlich wie im Blue Hole in Belize, wo ich am Masttop oben, das kreisrunde Schwarzblau mitten im Atoll überblickte und die Zeit stehen bleiben ließ... oder wie bei der Überquerung der Devil’s Bridge in Antigua, die jeden Moment einstürzen kann... Was ist es, das mich zu diesen Erfahrungen zieht?

Ich denke, weil es mich immer wieder an meine eigene Kleinheit erinnert, mir Bewunderung für das Große schenkt und mich einen kurzen Moment lang in seine Hand begeben lässt. Das schafft eine Verbindung. Und gibt Ruhe. Und Kraft... für die Dinge im Leben, die einem Mut abverlangen.
Das bringt mich zu einer besonderen historischen Figur, deren Spirit mir in St. Martin an der Spitze der französischen Festung bewusst wurde. Ich spürte den Kampfgeist und die Unerschrockenheit vergangener Zeiten in mir... so musste sich Jean d’Arc gefühlt haben... welch mutiger Mensch sie gewesen sein muss! Wir alle kennen sie aus Büchern... aber können wir sie uns auch vorstellen...uns in sie hineinfühlen? Durch all diese Erlebnisse kann ich es einen kleinen Moment lang und ich weiß, wenn es drauf ankommt, kann ich es auch länger.

Office@alleinaufeinerinsel.com

Barbuda... weit und breit keine Häuser... keine Boote... keine Menschen. Nur ein Sammelsurium an Treibgut... wie das Leben selbst? Sogar ein Schreibtischstuhl stand mutterseelenallein mitten am grünen Pflanzenteppich... welch ein Büro ist das hier? ... braucht es mehr?
Hier ist das Worldwideweb der Sternenhimmel... das Archiv Treibgut... und der Schreibtisch ein riesiger Sandstrand...auf dem ich meine Spuren für einen kurzen Moment hinterlasse...

Spuren

Und so schau ich zurück, welche Spuren das vergangene Jahr in mir hinterlassen hat: Freiwillig gebe ich immer wieder meine Freiheit auf, um etwas zu schenken... Demut gegenüber dem, was größer ist als ich, und der Mut, der darin verborgen ist... neue Verbindungen und ein virtuelles Büro, das das Leben mit all seinem Treibgut ordnet...

...so will ich das Neue Jahr beginnen.
Cornelia Scala-Hausmann

Haralds Inspirationen

Das Ufo ist gelandet - und voller Zukunftsmusik

Zuerst stand ich dem Ding, das in der Mitte einen Dong hat, skeptisch gegenüber. Schaut aus wie ein großer umgedrehter Wok mit Deckel ... oder wie ein Mini-Ufo für Baby-Aliens. Rundherum lauter Dellen und unten eine große Öffnung. Doch dann lässt der Musiker seine Hände über dieses Instrument fliegen und entlockt ihm Töne, die tatsächlich nicht von dieser Welt zu kommen scheinen. Selten war für mich die Redewendung „seinen Ohren nicht trauen" zutreffender – hier, im Zentrum von Edinburgh, in einem Sommer vor etwa zehn Jahren. Der Musiker erzählte uns, dass dieses Instrument Hang genannt und in der Schweiz produziert wird. Wir fanden bald heraus, dass wir wegen der großen Nachfrage sehr lange darauf warten und tief in die Tasche greifen müssten. Wir hakten das Projekt ab, ein Nachklang blieb.
Im Juni 2017 höre ich diese sphärischen Klänge beim Drum-Circle mit Manfred Sadjak wieder und dürfen dann auch selbst dieses Stahlinstrument bedienen. Ich nehme es auf den Schoß, streiche sanft darüber, schlage vorsichtig mit den Mittelfingern an. Ein Ton passt zum anderen, ich brauche gar nichts denken, sondern spiele quasi aus dem Bauch, die anderen improvisieren mit ihren Percussion-Instrumenten dazu. Einfach zum Wegbeamen.
Das Instrument heißt nun Handpan (also doch, die Hand-Pfanne!) und wird, weil die Hangs eben kaum erhältlich waren, jetzt von vielen Makern unter eben diesem Namen hergestellt. Die Wartezeiten sollen noch immer lang sein, aber es gibt bessere Chancen, einen zu bekommen. Um die Geschichte kurz zu machen: Inzwischen ist das Ufo bei meiner Frau Marianne und mir gelandet. Es stammt von Daniel Berger in Klagenfurt, dem derzeit noch einzigen Handpan-Produzenten Österreichs und erfreut mich und alle, die es hören, fast täglich. Ich nenne das, was ich darauf spiele, Zukunftsmusik – so unerhört leicht und harmonisch entsteht das, gleich beim ersten Mal. Jede/r kann es spielen und sich, wenn er/sie es will, auch per Videolehrgang zum Meister ausbilden lassen. Mir reicht es (noch), den Handpan auf den Schoß zu legen und mich dann spielend für eine Stunde ganz selbst zu vergessen. Mehr Präsenz im gegenwärtigen Moment geht kaum. Meditation pur. Und mit der großen Wölbung in der Mitte – dem besagten Dong - gebe ich den Takt vor – meinen Takt.

„Geschenke, die man nirgends kaufen kann ..."

Viele andere wichtige Inspirationen dieses Jahres haben ebenfalls mit Musik und Klang zu tun: Noch mehr als zuvor lernte ich, in mich hineinzuhören und meinem eigenen Rhythmus zu folgen. In meinem Workshops baue ich wieder mehr Elemente der Stille und Ruhe ein, begleitet von Musik oder Klangschalen. Es ist jedesmal berührend, wie sich die Menschen fallen lassen und entdecken können, welche Kraft in ihnen steckt, wenn sie innerlich ruhig werden.

Die Inspirations-Labors, die ich heuer erstmals ausprobiert habe und die 2018 fortgesetzt werden, sind Räume für solche überraschenden Neuentdeckungen, wo der Mensch in allen seinen Facetten einfach sein darf. Ganz besonders schön dabei ist, dass die Teilnehmenden und ich unsere nächste Umgebung rund um den Wörthersee neu entdecken und wieder wertschätzen lernen konnten.

Melanie Kosutnik hat einige Inspirations-Labors besucht und als Feedback unter anderem geschrieben:

„Inspiration ist überall und jederzeit verfügbar.
Was es dazu braucht, ist ZEIT, OFFENHEIT und HINGABE.
Das führt für mich das Inspirations-Labor auf bemerkenswerte Art und Weise vor Augen.
Es schafft Möglichkeiten und Tore, die jedem Einzelnen erlauben, davon Gebrauch zu machen und ‚die Wirklichkeit’ ganz anders wahrzunehmen.
Es ist eine wundervolle Auszeit, aus der ich vollgepackt mit Geschenken, die man nirgends kaufen kann, nach Hause zurück kehre."

Die Bewegung vom Ich zum Wir

Inspiration für sich selbst zu finden, ist die eine Seite. Wenn das in einer größeren Gruppe gelingt, wird die Bewegung vom Ich zum Wir möglich. Das durfte ich heuer wieder in der Plattform Zivilgesellschaft Kärnten/Koroska erleben. Wie hier die Mitglieder von 20 ganz unterschiedlichen Initiativen etwas Gemeinsames schaffen, kann als beispielgebend für andere Organisationen, Regionen und Gemeinden gelten. Fasziniert beobachte ich auch, wie sich immer mehr zivilgesellschaftliche Bewegungen in Österreich zu vernetzen beginnen. Ein großer Knotenpunkt dieser Netzwerke sind immer wieder die Tage der Zukunft in Arnoldstein und Salzburg. Starke Aufbruchsstimmung spürte ich auch beim Impulstag „Kommunale Intelligenz" ebenfalls in Salzburg, wo mich Prof. Gerald Hüther mit seinem Referat tief berührte. Initiiert durch die freie Vereinigung „Lebenswerte Gemeinde ... lebenswertes Österreich" wird mit Gerald Hüther an der Spitze nun an einem großen Forum am 6. Oktober 2018 in Salzburg gewerkt.

Der Tanz des Lebens

So werde 2018 wieder offen sein für die vielen unterschiedlichen Rhythmen, die mir aus mir selbst und im Zusammenspiel mit anderen begegnen werden. Dabei heißt es, offen zu sein für neue Töne und die bekannten, lieb gewonnen nicht zu vergessen. Wie dieser Tanz des Lebens gelingen mag – das bleibt spannend. Was ich jetzt schon weiß: Das neue Jahr wird jedenfalls im Dreivierteltakt beginnen...

Ein ruhiges, wärmendes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein neues Jahr voller Inspirationen wünscht herzlich
Harald Schellander

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