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Let´s create future together!

Flaschenpost von <br>der Florimell Conny auf Tauchgang vor Belize (Bildquelle: Cornelia Scala-Hausmann)

Flaschenpost von
der Florimell

Was es mit Lächeln der modernen Welt, das unter Wasser daherkommt, auf sich hat, erfahren Sie in Cornelias aktueller Flaschenpost.

Smile all over the world...

Ich verstehe nur zu gut, wenn Ihnen nicht mehr zum Lachen ist... auch in Belize bekommen wir einigermaßen die wichtigsten Eckdaten der Weltgeschichte mit. Belize ist eine meiner Lieblingsdestinationen geworden... archäologische Tempelstätten ober und wunderschöne Landschaften unter Wasser. Hier begegnete ich meinem ersten Hai, meinem ersten Adlerrochen... beide majestätisch dahingleitend... als ob ihnen nichts etwas anhaben könnte.

Ob die noch was zu lachen haben? Ich weiß, Tiere lachen nicht... aber sinnbildlich darf ich diese Formulierung nutzen. Der größte Teil der Küste von Belize ist durch ein großes Barriere Reef geschützt... nach dem australischen das zweitgrößte der Welt. Innerhalb gibt es kaum noch Fische. Wenige Fischer oder Segler halten sich an die Schutzzeiten der diversen Arten. Jeder sieht nur seinen eigenen, kleinen Raub an der Natur und meint, es fiele nicht ins Gewicht.

An der Außenseite des Riffs geht es hunderte Meter in die Tiefe... hier kann man noch Walhaie beobachten, die zu Vollmond an die Wasseroberfläche kommen.
Das Riff schützt das Land vor Welle und Sturmflut, nur an wenigen Durchgängen strömt das Karibische Meer hinein... an so einem Durchgang waren wir tauchen und hier begegnete ich dem Lächeln der modernen Welt...

...ich traute meinen Augen kaum... wir waren an dem Ort, wo es das klarste Wasser geben soll... ich konnte deutlich die herrlichen Fächer-, Baum- und Hirnkorallen betrachten, die Rifffische, die hier noch leben, die Quallen, die leider mehr werden... und... ein Smiley, das mir in blau entgegen lächelt!!!
„Muchos Gracias" steht darüber... und es schwimmt ca. einem Meter unter der Wasseroberfläche. Um es herum schwimmen viele Plastikteile, zerfetzt von Schiffsschrauben... sie streifen an meinen Haaren und Gesicht, wenn ich durchschwimme.

Vom Boot aus sieht man das alles nicht. Aus dieser Perspektive sieht das Wasser glasklar aus, nur von unten erkennt man, was knapp unter der Oberfläche verborgen ist. Auch das auflandige Ufer der kleinen Insel, auf der ein Seeadler sein Nest hat, ist voll von Plastikmüll, den es immer wieder anschwemmt... der wahre Eroberer des Paradieses.

Aber darüber habe ich schon einmal geschrieben und wir – die zivilisierte Welt – tun ja eh schon alles, was uns möglich ist, nicht wahr?

Vor kurzem bin ich wieder einmal über das Venusprojekt von Jaques Fresco gestolpert. Er forciert eine Ressourcen- statt Geldwirtschaft, zeigt Modelle auf, wie es gehen könnte... doch die Menschen sind nicht bereit dazu, steht es doch im krassen Gegensatz zu allem bisher Gelernten.

Was wäre die Welt ohne Geld? Was wäre sie ohne Plastik? Was wäre sie ohne Gier? ...
...sie wäre nicht diese Welt.

Und wir?

Wir wissen, was auf uns zukommt. Aber glauben wir daran? ...

...wir lächeln.

In diesem Moment kommt mir der berühmte Satz von Sokrates in den Sinn: „Je mehr ich weiß, desto mehr weiß ich, dass ich nicht weiß", Der auch im Sinne von „Je mehr ich weiß, desto mehr muss ich glauben" verstanden werden kann. Und plötzlich bekommt er für mich eine völlig neue Dimension... für Sie auch?
...doch davon mehr im nächsten Newsletter.

Muchos gracias,

Ihre
Cornelia Scala-Hausmann

News: Ab Juni wieder in Österreich ;-)

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