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Flaschenpost: Immer am Weg

Flaschenpost: Immer am Weg

Ende Oktober ist Cornelia wieder auf ihr schwimmendes Zuhause gewechselt. Wie die Veränderung sie (und uns alle) lebendig hält, lesen Sie hier.

Wechselhaft & Wandelbar

Wann ist wohl der beste Zeitpunkt?
Für einen Wechsel?
Immer und niemals.
Vor wenigen Tagen haben wir wieder auf unser schwimmendes Zuhause gewechselt.
Schon wieder? ...nun diese Frage stellt sich mir nicht... vielmehr sehe ich es als eine Lebensform, eine flexible Lebensart, die für Abwechslung sorgt. Für manche vielleicht zu ruhelos, für mich ein wandelbarer Lebensabschnitt.

Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Der Wechsel – die Veränderung – der Wandel hält uns in Bewegung und damit beweglich und lebendig. Und ein Wechsel im Rhythmus der Jahreszeiten von Land zu Wasser, von Kontinent zu Kontinent sorgt immer wieder für Neuanpassungen.

Es ist nicht die stärkste Spezie die überlebt, auch nicht die intelligenteste, es ist diejenige, die sich am ehesten dem Wandel anpassen kann.
(Charles Darwin)

Es hat seinen Reiz, immer im Wechsel der Gegebenheiten zu leben, wenn sie frei gewählt sind. Es fühlt sich an, als wäre man immer am Weg. Oft ist der Weg ein äußerer Umstand, der vorhersehbar ist. Doch warum nicht selbst einen Weg schaffen, wo bisher keiner war... den keiner geht, keiner sieht und keiner kennt. Und diese Wege sind für mich die interessantesten ;-)

Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.
(Franz Kafka)

Entweder wir finden einen Weg, oder wir machen einen.
(Hannibal)

Aber wir alle gehen diese Wege... auch Sie gehen Ihren Weg durch viele Wechsel hindurch.
Neue Wege verändern uns und so manches passt dann nicht mehr zu uns. Wir wechseln Arbeit, Wohnort oder Freunde... Sie meinen, das geschieht nur in Krisen? ...es geschieht häufiger als wir glauben, wie wir aus diversen Studien erkennen.

So bleiben (sogar die bequemen) Österreicher selten länger als zwei Jahre in demselben Job. Statistik Austria zeigt uns, dass die große Mehrheit der berufstätigen Menschen binnen zwei Jahren entweder gekündigt oder freiwillig ihren Arbeitgeber wechseln. Nur 22 Prozent (!) waren nach zwei Jahren noch im selben Unternehmen. (2010-2012, instabile Jobs, wie Bau, Gastronomie, Ferial, Saison etc. wurden bereits ausgenommen)
Das betrifft nicht nur junge Leute! Auch 55 – 60-jährige hatten nur in 18 % der Fälle zwei Jahre später noch dieselbe Arbeit (sat, 15.12.2016, siehe Bild APA)

Es sind nicht die äußeren Umstände, die das Leben verändern, sondern die inneren Veränderungen, die sich im Leben äußern.
(Wilma Thomalla)

Wechsel ist ein fixer Bestandteil unseres Lebens. Partnerwechsel ist ebenso normal geworden wie ein Jobwechsel. Und wenn bei ersterem Kinder betroffen sind, kommt heute immer öfter das „Wechselmodell" zum Tragen. Ein Modell, in dem Kinder nach einer Trennung ihrer Eltern gleich viel Zeit bei Mutter und Vater verbringen, was immer beliebter wird, sofern Eltern reif genug sind, konstruktiv und eigenverantwortlich zu kommunizieren (derzeit ca. 20%). Stefan Rücker vom deutschen Familienministerium sieht hier viele Chancen, Kindern einen guten Umgang mit wechselnden Lebensumständen beizubringen. (Die Zeit online, 19. Juni 2017)

Nur die Dümmsten und die Weisesten können sich nicht ändern.
(Konfuzius)

...wobei bei den Weisesten das Wort „können" durch „brauchen" ersetzbar wäre.
Alle anderen haben ein Leben lang damit zu tun... in jedem Bereich des Lebens. In unserer Sprache gibt es 897 Wörter, die „wechsel" beinhalten... Wechselwirkung – Wechseljahre – Wechselkurs – Wechselkennzeichen - Spurwechsel - „Wechselhirn"? ... ah... ein wirrer Kopf! (noch nie gehört...)
Im Prinzip lässt sich fast alles in der deutschen Sprache wechseln... Wild ebenso wie Tempo... Partner wie Reifen... Rollen wie Tapeten... Führung wie Personal... Seiten wie Parteien... Geld wie Stoff und Paradigmen wie Klima. Da kann schon mancher Wechselbeschwerden bekommen ;-)

Wandel und Wechsel liebt, wer lebt.
(Richard Wagner)

Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel.
(Charles Darwin)

Na und das bewirkt ja letztendlich auch unseren Fortschritt! So wir ihn nicht zu meiden versuchen. Wir sollten uns freuen, wenn unser Weltbild ins Wanken gerät, denn jede Veränderung bringt uns weiter – auch wenn wir es oft nicht glauben wollen oder meinen, das alte hat sich bewährt und sollte so bleiben, denn zu viel Veränderung könnte uns ja vielleicht ins Chaos stürzen.

Die Kunst des Fortschritts besteht darin, inmitten des Wechsels Ordnung zu wahren, inmitten der Ordnung den Wechsel aufrechtzuerhalten.
(Alfred North Whitehead)

Das ist einer meiner Lebensgrundsätze, egal was geschieht, ich schaffe darin eine gewisse Ordnung, die mir Handlungsspielraum gibt – und verändere andererseits stetig, was statisch zu werden droht. Ja, und wenn ich meine, es sei ein Fehler gewesen, dann kann ich meine Meinung auch wieder ändern. Zum Glück haben wir diese Wahl.

Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
(Friedrich Hebbel)

Letztlich ist es nur unsere Angst vor Misserfolg, der uns an einem Wandel hindert. Dabei schaffen manche eine regelrechte „Wechselblockade". Und das größte Hindernis war Platon schon bekannt...

Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen sicheren Weg zum Misserfolg: es allen Recht machen zu wollen.
(Platon)

Im Moment freu ich mich über den Wechsel, in dem ich mich gerade befinde. Trotz wechselhaftem Wetter und Politik über den Ozean nach Guatemala auf unser Schiff, das bisher von allen Wirbelstürmen verschont blieb.... weg von festem Boden unter den Füßen – hin zu schwankenden Brettern.

In einem wankenden Schiff fällt um, wer stillsteht und sich nicht bewegt.
(Ludwig Börne)

Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren.
(André Gide)

Was uns hier wieder begegnen wird, lasse ich Sie im nächsten Newsletter wissen...und bis dahin wünsche ich Ihnen ein wechselhaftes, abwechslungsreiches, wandelbares Leben!

Ihre Cornelia Scala-Hausmann

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